VZ-ID:
Die Antwort der VZ-Netzwerke
auf Facebook Connect
Knapp ein Jahr nach ersten Ankündigungen veröffentlicht die VZ-Gruppe ihre Antwort auf Facebook Connect.
Update am Artikelende
Auf Anfragen vertröstete uns die VZ-Gruppe seitdem, was Infos zum Status des Features betraf. Doch nach fast einem Jahr des Wartens scheint sich bei den Berlinern etwas zu tun: Das Blog VZlog.de macht auf die neue Funktion “VZ-ID” aufmerksam, von der im Developer-Wiki der VZ-Gruppe die Rede sei. Leider zeichnet sich das genannte Blog seit langem dadurch aus, nicht oder nicht hinreichend zu verlinken, weshalb auch in diesem Fall eine manuelle Suche nach Erwähnungen von VZ-ID auf den Sites des Social-Networking-Anbieters erforderlich waren.
Allerdings wurde ich schnell fündig: In den Datenschutz-Informationen von studiVZ sowie auf dieser Seite im Entwickler-Wiki gibt es Details zu der vom Unternehmen bisher nicht öffentlich beworbenen VZ-ID-Lösung:
So wird VZ-ID als Funktion beschrieben, um Websites enger mit dem Social Network zu verknüpfen. Webmastern werden anfänglich drei Services bereitgestellt: “Bookmarking “(“Zeigen” – Empfehlung von Inhalten aus dem Web innerhalb der VZ-Netzwerke), “Post to feed” (offenbar zur Aktualisierung der Statusmeldung von externen Websites aus) sowie “VZ-Login” (Benutzerauthentifizierung mit Hilfe der studiVZ-Benutzerdaten).
Die Implementierung erfolgt über Java-Script-Widgets. Mit Hilfe des “PlatformRedirector” bietet der Dienst eine Option, Nutzer von externen Websites automatisch zu dem für sie “richtigen” der drei VZ-Networks zu leiten.
In den Datenschutzrichtlinien wird der VZ-Login näher erläutert: “VZ-Login ist eine Art Generalschlüssel, mit dem Du alle mit Deinem Account verbundenen Webseiten öffnen kannst. [....] Du meldest Dich mit VZ-Login immer nur bei VZ selbst an – und VZ ‘sagt’ der anderen Webseite dann praktisch nur, dass Du ‘angemeldet’ bist.”
VZ nutzt hierfür das OpenID-Connect-Protokoll (siehe auch) in Verbindung mit OAuth2 sowie der hauseigenen “Visitenkarten”-Lösung zur Datenfreigabe. Während der ersten Verknüpfung einer Website mit dem VZ-Konto muss vom Anwender eine neue Visitenkarte ausgefüllt werden. Nur die dort vom User gemachten Angaben können anschließend vom Betreiber der jeweiligen Site eingesehen werden.
Letztlich ist es das VZ-Login-Element des VZ-ID-Systems, welches die größte Ähnlichkeit mit Facebook Connect (und vergleichbaren Ansätzen von z.B. Twitter und Google) hat, da hier Websitebetreiber angeregt werden, alternativ zu ihrem eigenen Login-System (oder statt diesem) eine Authentifizierung via VZ zu implementieren. Bei der Bookmarking-Funktion werden Anwender stattdessen auf eine bei VZ gehostete Seite geleitet, über die sie sich einloggen. Details zu “Post to feed” fehlen momentan.
Informationen zu VZ-ID sind im Netz zur Zeit rar gesät, was darauf schließen lässt, dass der offizielle Launch noch aussteht. Websites, welche die Features schon eingebaut haben, sind uns bisher keine bekannt.
Was das die Bewertung dieses Schrittes betrifft, muss wohl kaum erwähnt werden, dass es sich nicht mehr länger um Konkurrenz zu Facebook und dessen Connect-Lösung handelt, sondern “nur” um einen Weg, um den Nutzern des noch immer größten Betreibers sozialer Netzwerke in Deutschland einige der Features zu bieten, die mittlerweile dank Facebook, Twitter und Google im Web zum Standard geworden sind.
Wir haben Kontakt mit der VZ-Gruppe aufgenommen und melden uns, sofern es Ergänzungen gibt.
Update: In einem Blogeintrag gibt die VZ-Gruppe erste Infos zu VZ-ID bekannt. Momentan läuft ein Beta-Test mit ausgewählten Partnern, voraussichtlich ab Dezember kann jede Website das neue Feature integrieren.




























Artikel per Feed
Artikel per E-Mail
Artikel bei Twitter
Facebook-Seite
Wir werden in Zukunft mehr verlinken. Das war uns bisher nicht als Problem bewusst.
Bin ich ja mal gespannt, ob diese Funktionen dann auch wieder nur von offiziell registrierten Unternehmen, die bei VZ Steuernummer etc. pp hinterlegen, genutzt werden dürfen.
Wenn ja, wird das wohl nie was mit einer ordentlichen Verbreitung.
Damit macht sich für mich eine Nutzung überflüssig und ich denke, es wird vielen so gehen.