Fragwürdiger Trend:
Facebook-Präsenz als Website-Ersatz

Erst das deutsche Magazin FHM, jetzt die schwedische Niederlassung des globalen Agenturverbunds Grey Global: Unternehmen schaffen ihre Websites ab und ziehen unter das Dach von Facebook. Das Social Network scheint sogar aktiv für einen solchen Schritt zu werben.

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Vor zwei Monaten sorgte das Männer-Lifestylemagazin FHM mit der Entscheidung für Aufsehen, seine Website www.fhm-online.de abzuschaffen und sich ab sofort nur noch über eine Facebook-Seite zu präsentieren – ein Schritt, den nicht nur wir nicht richtig nachvollziehen konnten, sondern auch ein Großteil der zahlreichen Kommentatoren.

Dass ein Vorstoß wie der von FHM kein Einzelfall bleiben würden, lag auf der Hand – egal wie wenig nachhaltig es erscheint, den wichtigen digitalen Kommunikationskanal mit der Nutzerschaft derartig von einem einzigen, noch dazu recht unberechenbaren Unternehmen abhängig zu machen. Diese Woche nun wagte sich die nächste Firma aus der Deckung und verkündete, ihre Website zugunsten einer Facebook-Page einzumotten – wenn auch nicht in Deutschland:

Grey Stockholm, die schwedische Dependance des weltweit agierenden und zum Werbekonzern WPP Group gehörenden Kommunikationsverbunds Grey Gobal Group, machte gestern in Schwedens Branchenmedien mit der Meldung Schlagzeilen, ihre Unternehmenswebsite einzustellen und zu Facebook umzuziehen.

Wer www.grey.se ansteuert, stößt lediglich auf einen einem Facebook-Statusupdate nachempfundenen Hinweis, dass die populäre Werbeagentur dorthin will, wo 2,5 Millionen Schweden bereits sind, und dass man sich auf www.facebook.com/greystockholm wiedersehen würde.

David Schwieler, Digital Director bei Grey, begründet die Entscheidung im Gespräch mit dem Branchendienst Resumé (Übersetzung auf Englisch) damit, dass man nun nicht mehr zwei Webpräsenzen aktualisieren müsse. Außerdem könnten sich fortan alle Mitarbeiter gleichermaßen an der Site beteiligen.

Interessant ist eine Anmerkung im Resumé-Artikel, die besagt, dass Facebook es Firmen seit einem halben Jahr anbieten würde, bei dem Social Network “einzuziehen”. Das klingt, als sähe der US-Dienst in seinem Pages-Produkt nicht mehr länger nur eine Ergänzung  zu existierenden Websites, sondern verstärkt einen vollwertigen Ersatz.

Für eine Firma wie Grey hat ein Umzug der Website zu Facebook einen entscheidenden Vorteil: Ein Großteil aller Unternehmen macht sich gerade Gedanken darüber, wie sie sich dem Hype-Thema Social Media annähern. Was wirkt da bei der Neukunden-Akquise besser als darauf verweisen zu können, die eigene “unsoziale” Site aufgegeben zu haben und ganz auf Facebook zu setzen. Zumindest ist vorstellbar, dass Grey damit seinen Kunden imponieren können wird.

Doch abgesehen von dieser branchenspezifischen Eigenheit sowie dem imageträchtigen, aber nur einmal funktionierenden Trendsetter-Effekt gilt auch hier wieder: Der vollständige Umzug zu Facebook mag kurzfristig attraktiv erscheinen, bringt aber Unternehmen und Organisationen zahlreiche Einschränkungen in der Gestaltungsfreiheit, macht sie vollständig abhängig von den Launen des Social Networks und zerstört zudem viel von dem, was an Zeit und Geld in die Suchmaschinenoptimierung einer Domain gesteckt wurde. Das Netz ist offen und bietet damit allerlei Freiheiten. Freiheit freiwillig aufzugeben, kann man eigentlich irgendwann nur bereuen.

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24 Kommentare

  1. Andreas Renggli
    schrieb am 17. September 2010 um 10:54 Uhr (#)

    Ich bin sicher, dass die alleinige Webpräsenz auf Facebook nur ein vorübergehender Gag ist. Was mich zudem erstaunt: Eine Agentur sollte doch in der Lage sein, auf mehreren Kanälen zu kommunizieren. Auch in Zukunft und ohne eigene Website wird es davon nie nur einen einzigen geben.

  2. Stephan
    schrieb am 17. September 2010 um 11:06 Uhr (#)

    Diese Verlagerung zu Facebook (nicht zuletzt auch bspw. der Umzug der Nutzerkommentare von stern.de dorthin) erinnert mich stark daran, wie viele Bands ihre eigenständige Webpräsenz zugunsten einer MySpace-Seite aufgaben.
    Ich konnte das nie nachvollziehen und auch nicht gutheißen — u. a. aus den hier angeführten Gründen: massive Einschränkung was bspw. Gestaltung und Funktionalität eingeht und Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter, aber auch Verlust von “Individualität”.

    Sicher bietet ein in sich kohärentes Netzwerk wie MySpace und Facebook ein funktionierendes und ausgetüfteltes Interagieren der einzelnen Mitglieder wie Freundschaftsanfragen, Likes, “Thanks for the add”, etc. pp..
    Auch lassen sich u. U. in derlei in sich geschlossenen (OK, FB bietet inzwischen ja auch Kanäle von extern an) leichter Kontakte knüpfen, Gleichgesinnte finden.
    Dennoch wiegt all das die angesprochenen Nachteile für mich nicht auf.

    Der Knackpunkt könnte darin liegen, daß Blogrolls und Linklisten usw. einfach kein adäquater Ersatz für die genannten Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb eines SN sind.
    Das müsste aber inzwischen besser lösbar sein, quasi im Sinne von Diaspora mit dezentralen, aber dennoch verknüpften Präsenzen.

    Lustigerweise ist ja genau das die Idee des WWW, aber vermutlich vielen Bands/Firmen zu umständlich.
    Facebook und Co. nehmen einem diese Arbeit ab, bieten eine entsprechende Infrastruktur und man muss sich nur noch um seine “Freundschaften” kümmern, nicht aber, daß überhaupt welche entstehen.

    Ich kann die zunehmende Konsolidierung hin zu wenigen Metaanbietern zwar nachvollziehen, gut finde ich diese Entwicklung aber nicht.

  3. rob d
    schrieb am 17. September 2010 um 11:29 Uhr (#)

    Nach den “SEO ist tot”-Rufen höre ich schon die “Webdesign ist tot”-Rufe erklingen!

  4. Chama
    schrieb am 17. September 2010 um 14:17 Uhr (#)

    Einziger Vorteil: Es kommen automatisch neue “Fans” zur Seite dazu, die man so auf seiner Website nicht gefunden hätte.

  5. Jan
    schrieb am 17. September 2010 um 14:32 Uhr (#)

    Ein interessanter Trend! Generell gilt wahrscheinlich: Man sollte halt dort sein, wo sich die Kunden/User tummeln….und das ist nun einmal Facebook.

    Allerdings finde ich auch, dass es nicht für alle Seiten gleichermaßen ratsam ist, seine eigene Webseite aufzugeben. So ein Schritt sollte wohl überlegt sein.

    Ich weiß nicht, ob ich persönlich meinen Webauftritt von unterm Strich “nur” einem Social Network abhängig machen würde. Man gibt da ja irgendwie schon so Einiges aus der Hand…muss aber so nicht jeden Content noch einmal für Facebook aufbereiten.
    Fazit: Bin unentschlossen! :-)

  6. RavoxX
    schrieb am 17. September 2010 um 16:14 Uhr (#)

    Ich frag mich sowieso was in den PR-Agenturen da abgeht. So ein BULLSHIT, dass eine Webseite keine Webseite mehr braucht, wenn sie Facebook hat. Das war doch auch nicht so, dass die Firma auf einmal keinen Newsverteiler mehr brauchte, nur weil es RSS-Feeds und Blogs gab.

  7. Daniela
    schrieb am 17. September 2010 um 16:21 Uhr (#)

    Ich halte das für eine abgrundtief schlechte Idee. Der Grund: Ich bin nicht bei Facebook und ich kenne eine Menge Leute, die nicht bei Facebook sind. Diese potenziellen Kunden sind damit schlagartig außen vor. Das kann doch kein Unternehmen wollen?

  8. hugels
    schrieb am 17. September 2010 um 17:25 Uhr (#)

    @Daniela
    genau meine Überlegung.

    Und wer ist nicht (oder nicht mehr) bei FaceBook ???
    das wäre auch mal eine sinnvolle Studie! Welche Art von Persönlichkeit widersteht der Versuchung und nimmt (teilweise) Nachteile in Kauf um nicht “dabei zu sein”???

    1. Manuel
      schrieb am 17. September 2010 um 18:09 Uhr (#)

      Und wer ist nicht (oder nicht mehr) bei FaceBook ???

      Leute in meinem Alter (20-30) haben fast alle ein Konto. Kenne nur zwei gleichaltrige Kollegen welche keines haben.

      In der Generation meiner Eltern sieht es anders aus. Meine Eltern haben kein Konto und auch sonst wüsste ich niemanden in ihrem Alter der bei Facebook ist. Einige haben Xing weil sie es beruflich nutzen.

      Bei der Generation der Grosseltern hat wohl so gut wie niemand ein Konto, aber die nutzen das Web insgesamt nicht, also macht es für ein Unternehmen keinen Unterschied.

      Ob ein Umzug der Website nach FB Sinn hat ist wohl sehr davon abhängig welches Produkt man vermarktet. Hat man ausschliesslich junge Leute als Zielgruppe, verliert man vielleicht 20% durch den Umzug, sonst einiges mehr.

    2. hugels
      schrieb am 17. September 2010 um 19:41 Uhr (#)

      Es geht mir nicht um die allgemein bekannten demographischen Gruppen!

      …und ich zähle mich auch nicht unbedingt zu der Gruppe der Eltern oder Grosseltern.
      Obwohl 30+ bin ich jung und dynamisch geblieben und als Wirtschaftsinformatiker auch nicht von gestern was digitale Trends angeht…

      Deswegen mache ich noch lange nicht jeden unvernünftigen Trend mit, nur “weil alle anderen dabei sind”. Ein wacher Geist erkennt die Gefahren und zieht seine Konsequenzen daraus.

      Wünsche ein schönes week-end

  9. Uta Hoffmann
    schrieb am 17. September 2010 um 18:39 Uhr (#)

    ersetzen…ich denke nicht, aber es ist viel einfacher und zeit- und kostenminimiert auf FB News zu posten und Kontakte zu knüpfen.
    Außerdem schreibt keiner auf seiner page, dass er grad im Seminar sitzt oder spazieren geht. ^^
    FB ist ein Platz an dem alle erkennen WER hinter den hübschen Unternehmenshomepages tatsächlich sitzt und fix Fragen klären kann.

    Natürlich kann man sich auf FB schnell und auch professionell präsentieren, dennoch steht bei einer Komplettverlagerung dann auch jedes Unternehmen in einer totalen Abhängigkeit zu FB.

    Homepage als seriöses Aushängeschild , FB für Erreichbarkeit eines Unternehmens… die Mischung machts!

  10. xconroy
    schrieb am 17. September 2010 um 19:12 Uhr (#)

    Gab es nicht vor einiger Zeit den Trend, statt eigener Homepage nur auf einen Google-Suchbegriff zu verweisen? Auch so ein kurzfristig “cooler” Move, und dann… nüx.

    Wer eine Dienstleistung/eine Firma/eine Marke repräsentieren will, muß/will sich abheben von der Konkurrenz. Wie soll das mit “Facebook only” gehen – selbst MySpace bietet mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Facebookseiten sehen dagegen alle gleich aus, und in einem visuellen Medium ist das, äh, suboptimal, wenn man wahrgenommen werde will.

    Und wieso muß sich das überhaupt widersprechen… ich habe den Eindruck, hier soll wieder mal eine Front aufgebaut werden (Website vs. Facebook-Page), die weder existiert noch zwangsläufig ist. Warum nicht das beste aus beiden Welten nehmen und auf der eigenen Seite ein Facebook-Widget einbauen? Und genau das machen ja auch schon viele Seitenbetreiber…

    Manche Dienste werden anscheinend in schöner Regelmäßigkeit totgesagt (Website vs. Google/Facebook, Email vs. Twitter/Wave…), aber haben ganz offensichtlich diesen Büroklammer-Effekt: nämlich ein Konzept zu bieten, das in seinem Istzustand kaum noch verbesserbar/ersetzbar ist, jedenfalls nicht mit den Mitteln, die bisher dafür vorgeschlagen wurden.

  11. Dani Schenker
    schrieb am 17. September 2010 um 19:41 Uhr (#)

    Also ich habe mir eben erst eine FB Seite für meinen Blog eingerichtet. Und ich muss sagen es ist schon nicht so einfach zu entscheiden, was man wo veröffentlichen soll…

    Aber… Für jemanden der wie ich mit seinem Blog Geld verdienen will, ist eine FB Seite natürlich keine Alternative, sondern kann nur eine Ergänzung sein.

    Auf der anderen Seite verstehe ich aber, dass es einige Unternehmen gibt, die sich schwer tun, beides auf eine sinnvolle Art zu betreiben. Unter Umständen kann das dem Kunden dann zu gute kommen, wenn man sich nur für FB entscheidet.

    Insgesamt denke ich aber, dass die Risiken zu gross sind (respektive unkalkulierbar). Sich voll auf FB zu verlassen birgt schon gewisse Gefahren… Ich würde also bei beidem bleiben…

  12. Urs
    schrieb am 18. September 2010 um 10:06 Uhr (#)

    Wäre ich der Berater von Mister Zuckerberg würde ich ihm empfehlen dies Thema zu forcieren. Aber natürlich müsste man da noch daran arbeiten. Gestaltungsmöglichkeiten und Funktionen, die man von einer “altmodischen” Website kennt, wären ein Muss. Gegen Bezahlung könnte man die Seite über eine eigene Domain laufen lassen und das Facebook Logo verbannen.

  13. vera
    schrieb am 18. September 2010 um 11:50 Uhr (#)

    Bin vor Monaten aus facebook ausgestiegen. Ich erinnere mich an ein Interview mit einer stern-Frau, die sagte, man bekomme so die Kommentare besser in den Griff. Man könnte natürlich auch jemanden einstellen, der sich darum kümmmert …

  14. Wort Suche
    schrieb am 18. September 2010 um 16:04 Uhr (#)

    ES ist zweifelslos der dümmste Schritt einer Firma seine Eigenständigkeit und Freiheit aufzugeben.
    So dumm zu sein, wird früher oder später sicher auch bestraft werden.
    So ist es aber nunmal, nicht jede Firma begreift das Internet und seine Möglichkeit.

  15. Andy
    schrieb am 19. September 2010 um 17:30 Uhr (#)

    Ich halte es für etwas gewagt, seine Webpräsenz zugunsten Facebook komplett aufzugeben. Es mag sein, dass Facebook momentan boomt. Auch findet man hier zahlreiche Neukunden.

    Man darf aber nicht vergessen, dass das Internet ziemlich schnellebig ist. Heute ist es Facebook, in zwei Jahren gibt es wieder etwas ganz neues, und für Facebook interessiert sich kein Mensch mehr. Soll man dann jedes Mal mit seiner Firmenpräsenz umziehen?

  16. Horst
    schrieb am 20. September 2010 um 16:19 Uhr (#)

    Das Thema findet derzeit öfters Beachtung. Siehe auch die News von Sedo:

    http://sedo.de/links/show…guage=d&Id=2700

  17. Katharina
    schrieb am 20. September 2010 um 16:32 Uhr (#)

    Meiner Meinung nach vergessen viele, dass Social-Media und eine Website meistens zwei verschiedene Interessen des Kunden ansprechen: 1. Spaß haben, allg. Infos und 2. Informationsbedarf/Kaufabsicht.

    Wenn ich als Kunde auf eine Facebookseite gehe, will ich eher ein bisschen Spaß haben, schauen wie modern so eine Firma ist, mache mir ein ganz allgemeines Bild usw. Aber wenn ich konkret nach einem Produkt oder Angebot suche, ist das letzte was ich finden möchte, eine Facebookseite! Ich will übersichtliche, konkrete und schnell auffindbare Infos (auf einer Firmen-Website)!

    Das Internet ist zum größten Teil immer noch ein Informationsmedium, das darf man nicht vergessen. Beides nebeneinander (Website & Facebook) macht Sinn, weil es zwei vollkommen verschiedene Interessen seitens des Kunden anspricht. Aber eine Facebookseite alleine vernachlässigt den Informationsbedarf bei Kaufabsichten!

  18. clickwinkel
    schrieb am 21. September 2010 um 11:34 Uhr (#)

    Schön zu sehen das darüber so viel gesprochen wird. Das ist es! Das wird bezweckt. Unternehmen wie FHM oder Grey Global sind doch nicht dumm. Ein IT Abteilung wird es immer dort geben. Die Domains werden sicher nicht verkauft. Kann sogar sein, dass im Hintergrund an diesen Seiten weiter optimiert und gearbeitet wird. Für den Zeitpunkt wenn eine neue Pressemitteilung besagt: ” es hat sich herausgestellt, dass grundsätzlich unsere Entscheidung zugunsten Facebook richtig war. Doch neue Möglichkeiten des Web, und Anforderungen unserer primären Zielgruppe bewegen uns zu dem vorausschauenden Schritt, die eigene Website neu zu starten.” PR! Noch einmal: PR! Das ist alles. Der Trend-Zug fährt. Es wird aufgesprungen. Wenn die Fahrt dann weniger rasant wird, wird umgeswitch´d. Wie gut so etwas funtioniert ist immer wieder erstaunlich.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 21. September 2010 um 13:01 Uhr (#)

      Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, zu glauben, jede PR wäre gut. Für manche Unternehmen funktioniert Bad PR (anstelle von gar keiner PR) sicher, aber wenn eine Entscheidung eines Unternehmens allerorts für Kritik sorgt und in der Konsequenz zu einem
      Imageproblem führt, spätestens dann wird klar, dass manchmal keine PR doch besser gewesen wäre.

  19. Ben
    schrieb am 21. September 2010 um 13:23 Uhr (#)

    Meiner Meinung spielen da noch andere Interessen einen wichtigen Faktor, die Interessen von Facebook, währe doch toll wenn jeder der die FHM im Netz sucht, sich erstmal auf Facebook anmelden und einloggen muss. Dieser kleine aber feine Vorteil ist Facebook doch sicher etwas wert …

    Einen anderen Grund solch einen Schritt zu gehen kann ich mir schlecht vorstellen, höchstens Desinteresse am Medium (was mich bei den Printmedien auch nicht mehr wundert).

  20. Uli
    schrieb am 26. November 2010 um 15:49 Uhr (#)

    Heute kommt die Meldung – FHM wird mangels Erfolgsaussichten eingestellt.

    http://dwdl.de/story/2908…ont_stampft_fhm_ein/

    Der FB-Auftritt von FHM war also nur die letzte Kosteneinsparungsmöglichkeit, keine wirkliche Alternative zur eigenen Website?

  21. av
    schrieb am 5. Dezember 2010 um 03:43 Uhr (#)

    Neben der eingeschränkten, nivellierten Gestaltung und Branding FÜR Facebook finde ich den folgenden Aspekt viel gravierender. Wo kann man bei einer Facebook Page als Betreiber eigentlich die Fan-Email-Adressen runterladen. Will man das auch nicht mehr?

    A la. “Prima – jetzt vertrauen wir auch noch unseren Business-Social-Graph komplett Facebook an, lassen die alleine damit arbeiten und können die Fans (ausser über Funktionen innerhalb von Facebook) SELBER überhaupt nicht erreichen. Macht ja nix. Sind ja eh alle dort.”

    Genau. Webdesign ist tot. Gestaltung und Individualität ist tot – wenn es so bliebe. Es gibt Alternativen.
    Wordpress mit BuddyPress, Ning und noch einige andere.
    Der Social Graph (zumindest das eigene Abbild) muss portabel werden und sollte wie ein Plug-in eingeflanscht werden können. Da wo man hin will und wo man gerade ist. Nicht nur auf Facebook.

    Bitte aufwachen aus dem Facebook Reality Distorion Field.

    Hallo wach
    av

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