friendticker:
Belohnungen als Erfolgsrezept
friendticker ist die deutsche Antwort auf Foursquare. Mit Gratis-Produkten und Gutscheinen versucht der Service, sich von der Konkurrenz abzuheben.
Das in Berlin ansässige friendticker hat in den vergangenen Monaten viel dafür getan, sich in der deutschen Webszene als ebenbürtige, wenn nicht bessere Alternative zu Foursquare und anderen mobilen Diensten aus den USA zu positionieren. Ich habe Florian Resatsch um einen Statusbericht zur aktuellen Entwicklung des Dienstes gebeten. Hier kommt eine Zusammenfassung seiner Aussagen:
- Die Anzahl registrierter friendticker-Nutzer hat sich in den letzten vier Wochen verdoppelt.
- Die drei Städte mit der größten Aktivität sind – erwartungsgemäß – Berlin, München und Hamburg (in dieser Reihenfolge).
- Wachstum verzeichnet friendticker jedoch auch in kleineren Städten, Florian Resatsch nennt explizit Bottrop in Nordrein-Westfallen.
- Mittlerweile sind so gut wie alle Bugs ausgebügelt, jetzt fokussiert sich das friendticker-Entwicklerteam auf die Oberfläche und Usability
- Die bisher nur auf Englisch angebotene iPhone-Applikation wurde gerade in einer deutschen Version an Apple übermittelt und dürfte in wenigen Tagen im App Store erscheinen.
- Seit einigen Wochen gibt es auch eine Android-App.
Es ist schön zu sehen, dass friendticker in Partnerschaften mit Gastronomen und Händlern tatsächlich sein großes Alleinstellungsmerkmal sieht und entsprechend eifrig damit beschäftigt ist, neue Deals und Vergünstigungen enthaltende “Items” einzufädeln und bestehende zu erweitern.
Unter anderem wird die Kooperation mit DailyDeal, bei der Mitglieder des Groupon-ähnlichen Rabattportals für die Nutzung von friendticker Gutscheine zum Einlosen bei DailyDeal erhalten, von Berlin auf weitere deutsche Städte sowie auf Wien ausgeweitet.
Dank einer Zuammenarbeit mit der Gastronomiekette Sausalitos erhalten friendticker-Nutzer in Hamburg und München, die in ausgewählten Locations einchecken, kostenlose Cocktails oder Drinks bei Sausalitos.
Weitere Gespräche über Partnerschaften laufen derzeit, unter anderem mit Fluglinien, mit deren Unterstützung friendticker kostenlose Flugmeilen für Check-Ins anbieten will.
Um die Zahl von Anreizen und Belohnungen für Check-Ins auch außerhalb der drei deutschen Millionenstädte zu erhöhen, hat friendticker eine Vereinbarung mit dem in Europa führenden Affiliate-Netzwerk zanox getroffen. Demnächst werden friendticker-Nutzer bei Check-Ins vergünstigte Angebote aus dem mobilen Partnerprogramm von zanox erhalten. Damit soll die Zahl verfügbarer Items schlagartig erhöht werden.
Nicht immer ist mehr auch gleichzeitig besser. Im Falle von friendticker aber schon. Bei je mehr Orten User Items erhalten, die sie in Gratis-Services und Produkte umwandeln können, desto begeisterter werde sie den Dienst nutzen, und besser stehen die Chancen für friendticker, sich zumindest vorläufig gegen Foursquare (und auch gegen Twitter, das im Location-Territorium wildert) behaupten zu können.


















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Vielen Dank für den interessanten Artikel!
Interessanter Artikel, auch wenn das Thema nicht wirklich neu ist.
Dass Belohnungen mehr bringen als Strafen, ist längst bekannt.
konsequent und richtig, dass friendticker den erfolg in real-life-goodies sucht und nur so kann man aus meiner sicht gegen foursquare und gowalla bestehen.
gibt es eigentlich irgendwo ein “listing” mit z.b. allen aktuellen goodies pro stadt?
Mir nicht bekannt, aber gut möglich. Wäre aus Transparenzgründen sicherlich hilfreich.