Paper Pile:
Applikation macht aus
RSS-Feeds eine iPad-Zeitung

Nicht jeder mag die Listendarstellung herkömmlicher RSS-Reader. Die iPad-Anwendung Paper Pile stellt beliebige Feeds im Format einer traditionellen Zeitung dar.

Die Zeitung der Zukunft sieht mit großer Wahrscheinlichkeit anders aus als das, was momentan noch gedruckt auf Papier jeden Morgen in den Kiosken zu finden ist. Dennoch fällt es vielen Menschen schwer, sich ganz von dem Konzept eines statischen, in Ressorts unterteilten, im Layout einer klassischen Zeitung erscheinenden Produkts zu lösen. Nicht jeder fühlt sich im Google Reader oder anderen, listenbasierten RSS-Tools wohl.

Die iPad-Applikation Paper Pile vom Berliner Entwickler Daniel Wetzel richtet sich an alle, die zwar das Paper aufgeben wollen, aber noch immer am optischen Erscheinungsbild einer traditionellen Zeitung hängen.

Paper Pile ist ein alternativer RSS-Reader, der sämtliche abonnierten Inhalte im Zeitungsformat aufbereitet und an das iPad anpasst. Alle Artikel lassen sich in beliebige Ressorts einordnen und werden anschließend dort inklusive Vorschaubildern im Blocksatz angezeigt.

Für das Abonnieren neuer Feeds reicht es in der Regel aus, die URL der jeweiligen Website bei Paper Pile einzugeben – den RSS-Feed sucht sich die Applikation dann selbst (ein nützliches Feature, das auch der Google Reader seit einiger Zeit unterstützt). Die Anwendung funktioniert auch im Offline-Modus und zeigt dann die Inhalte der letzten Aktualisierung. Damit eignet sich Paper Pile speziell für iPads ohne UMTS-Modul. Natürlich lassen sich auch Twitter-Feeds per RSS abonnieren.

Angezeigt werden je nach Formatierung des Feeds und Länge des Artikels entweder einige Absätze oder der komplette Text – in Tests wurden seltsamerweise auch einige Fullfeeds nur als Anriss dargestellt. App-Macher Daniel Wetzel arbeitet an der Lösung des Problems, ließ er uns wissen. Mit zwei Klicks öffnet sich im integrierten Browser von Paper Pile jeder Text innerhalb der Originalquelle.

Begrenzt wird Paper Pile wie jedes andere RSS-Tool durch abgeschnittene Feeds, die lediglich die ersten Zeilen oder nur die Überschrift von Artikeln anzeigen. Da dies so von den meisten, wenn nicht allen großen Nachrichtenportalen praktiziert wird, bedeutet dies, dass sich mit Paper Pile nicht einfach ein digitales Abbild der Printausgabe von FAZ, Süddeutsche oder Welt nachbauen lässt, was ja auch deren Versuche konterkarieren würde, sich mit kostenpflichtigen iPad-Apps aus der Strukturkrise zu befreien.

Für diejenigen, die aber ohnehin hauptsächlich Fachblogs und Nischenangebote mit vollständigen RSS-Feeds konsumieren, diese aber schon immer mal im Format einer “echten” Zeitung lesen wollten, könnte Paper Pile eine willkommene Alternative zu herkömmlichen RSS-Reader darstellen.

Die Applikation gibt es für 2,39 Euro im App Store. Daniel Wetzel hat uns für fünf Leser jeweils einen Gutscheincode bereitgestellt, mit dem die App kostenlos heruntergeladen werden kann (allerdings ist ein Konto im US-App-Store notwendig, dies lässt sich jedoch einfach erstellen). Wer Interesse hat, hinterlässt einen Kommentar unter Angabe einer E-Mail-Adresse im dafür vorgesehenen Feld.

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15 Kommentare

  1. Danny Korpan
    schrieb am 26. Mai 2010 um 16:32 Uhr (#)

    Hallo,

    hätte Interesse an Paper Pile fürs iPad und würde mich über einen Gutscheincode sehr freuen.

    Vielen Dank!

  2. Christian Hasiewicz
    schrieb am 26. Mai 2010 um 16:59 Uhr (#)

    Hallo,

    sieht nach einer interessanten App aus – würde mich über einen Gutscheincode freuen!

    Viele Grüße

    Christian Hasiewicz

  3. Christine Schmidt
    schrieb am 26. Mai 2010 um 17:31 Uhr (#)

    Eine witzige Idee – würde ich gerne mal ausprobieren. Gutscheincode wäre toll!

    Viele Grüße

    Christine

  4. Hans
    schrieb am 26. Mai 2010 um 18:25 Uhr (#)

    Ich bin ja quasi abhängig vom Google Reader. Aber wenn ich mir vielleicht meine 10 liebsten Feeds in eine Hochglanz-Zeitung gießen könnte, würde ich das vielleicht tun.

  5. Bjoern Habegger
    schrieb am 26. Mai 2010 um 19:04 Uhr (#)

    Mit solchen Apps wird das iPad langsam interessant.

  6. der WebArchitekt
    schrieb am 26. Mai 2010 um 19:28 Uhr (#)

    coole idee! Ich will kein Gutscheincode, ich will für gute Ideen zahlen :-)

  7. joe
    schrieb am 26. Mai 2010 um 20:15 Uhr (#)

    Ich hätte sehr gern einen Gutscheincode…sent from my iPad ;)

  8. Christoph
    schrieb am 26. Mai 2010 um 22:29 Uhr (#)

    Ich zahl auch, hätte gerne aber einen Sync zum Google-Reader.

  9. Jörg Oyen
    schrieb am 27. Mai 2010 um 07:06 Uhr (#)

    Danke.

    Das mit RSS ist ne gute Alternative zur «Entwicklungs-Ressourcen hungrigen App» wenn es nur um einfache Bild und Textdarstellung geht … Die Kombi mit Paper Pile macht auf den ersten Blick mehr her. Habe es gleich mal in meine MindMap print2ipad zur Fragestellung «Wie man Content (Print) auf das iPad bekommt» einsortiert.

  10. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 27. Mai 2010 um 09:30 Uhr (#)

    Jörg bedeutet das “Danke”, dass du den letzten Code willst?

  11. Michael Lohmann
    schrieb am 27. Mai 2010 um 12:20 Uhr (#)

    Es gibt seit einiger Zeit ein Addon für Firefox und Safari, was genau das gleiche macht. Nennt sich feedly und kann ich nur wärmstens empfehlen. Feedly sollte eigentlich auch auf dem iPad laufen.
    Feedly

  12. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 27. Mai 2010 um 12:23 Uhr (#)

    Scheint momentan noch nicht auf dem iPad zu laufen.

  13. Clemens
    schrieb am 27. Mai 2010 um 14:44 Uhr (#)

    Finde die App sehr interessant – verwende am Mac die App “Times”, die auch RSS Feeds in eine “Zeitung verwandelt”. Würde mich über einen Code freuen :)

  14. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 27. Mai 2010 um 14:46 Uhr (#)

    Alles klar, hab den letzten Code gerade an dich geschickt.

    Mehr gibt’s nicht!

  15. Walter
    schrieb am 27. Mai 2010 um 18:43 Uhr (#)

    Eine ähnliche App gibt es kostenlos für alle Devices. Ausnahmsweise ist sie sogar aus der Schweiz ;-)
    Paper.li sammelt Twitter-basierte Streams und visualisiert sie attraktiv in Form eines Magazins.

    Das versucht man natürlich schnell mal mit seinem eigenen Twitter-Account. Dann aber versucht man es gern auch mit den “Zeitungen” von Bekannten, sowie man ihre Twitter-Accounts kennt.

    Auch noch nett ;-)

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