Apple iPad:
Ist das Tablet
das perfekte Medienkonsumgerät?

Nicht weniger als eine Wende hin zum bezahlten digitalen Content versprechen sich viele Medienmanager von Apples iPad. Können die ersten Medienapplikationen die hohen Erwartungen erfüllen?

Time: iPad-Ausgabe zum iPad

Time: iPad-Ausgabe zum iPad

Kein Zweifel, der Formfaktor des iPad lädt geradezu zum Medienkonsum ein: Das elegante Gerät liegt gut in der Hand, und der exzellente Bildschirm ist selbst noch unter direkter Sonneneinstrahlung gut zu lesen. Aber entscheidend ist letztlich natürlich nicht so sehr die Hardware, sondern die Software.

Und zumindest einige amerikanische Medienkonzerne haben zum Launch des iPad am Ostersamstag ihre ersten speziell für das iPad entwickelten Produkte vorgestellt — in der Hoffnung, die widerborstigen User endlich weg vom Gratis-Content auf dem Web in neue Sphären profitabler Medienproduktion zu führen.

Dass den Medienkonzernen dabei teilweise die Pferde bei der Preissetzung etwas durchgegangen sind, zeigt exemplarisch das zum Murdoch-Konzern News Corp. gehörende Wall Street Journal.

Wall Street Journal auf Apples iPad

Wall Street Journal auf Apples iPad

Für das iPad-Abo verlangt das WSJ nicht weniger als 17.29 Dollar im Monat — mehr als für die Printausgabe, und erheblich mehr als für die schon immer kostenpflichtige Web-Edition. Immerhin kriegen Printabonnenten die iPad-Version vorerst noch kostenlos, aber das Beispiel zeigt, dass in den Chefetagen der Konzerne wohl der Realitätssinn durch all die iPad-Begeisterung etwas abhanden gekommen ist.

Das Erlebnis, das Wall Street Journal auf der WSJ-iPad-App zu lesen — einige aktuelle Artikel gibt es gratis — ist nett, aber nun auch wieder nicht so viel besser, dass sich der Aufpreis gegenüber der Web-Subskription rechtfertigen würde. Das nachgeahmte Zeitungslayout ist nicht besonders praktisch, aber immerhin visuell gefällig. Leider ist die App aber (wie so viele dieser ersten iPad-Apps) langsam und unstabil, und das verleitet nun wirklich nicht zum Abo-Abschluss.

Ähnlich sieht es bei anderen Zeitungen aus: Die New York Times bietet eine kostenlose App, die eine Auswahl (“Editor’s Choice”) an aktuellen Artikeln fürs iPad aufbereitet. Das zeitungsähnliche Layout ist wiederum durchaus gefällig, aber gewöhnungsbedürftig. Das Wechseln zwischen Artikeln geht sehr flott, aber es fehlen viele interaktive Features der Web-Ausgabe.

Nach ein paar Minuten mit der iPad-App zieht es einen wieder zur reichhaltigeren Website der New York Times zurück. Da muss schon noch mehr kommen, wenn die NYT jemals Geld für die iPad-Edition verlangen will – und das scheint der Plan zu sein.

iPad-gerecht: Bilder der Woche

iPad-gerecht: Bilder der Woche

Mehr hat sich die Konkurrenz von Time Inc. einfallen lassen. Das Time Magazine gibt es in einer extra aufwendig fürs iPad gelayouteten Version. Seltsamerweise muss man sich aber jede Ausgabe als eigene App herunterladen, und der Preis ist auch nicht gerade von schlechten Eltern: Satte fünf Dollar will Time für jede einzelne Ausgabe gleich viel wie für die Papierversion.

Immerhin, das Lesererlebnis ist durchaus bemerkenswert. Die iPad-App kombiniert die visuelle Grosszügigkeit aus dem Print mit der schnellen Navigation des digitalen Mediums. Time ging sogar so weit, das Layout jeweils für den Quer- und den Hochkant-Modus des iPad spezifisch zu optimieren. Ohne Zweifel ist Time Magazine auf dem iPad ein visueller Genuss, und man sieht daran wohl, welches Potential diese Plattform für gut durchdachte Medienformen hat.

iPad: Time im Quer-...

iPad: Time im Quer-...

..und Hochformat.

..und Hochformat.

Time-Layout

Time-Layout

Auch andere Verlage basteln an iPad-Varianten ihrer Zeitschriften, oft aber noch mit weniger innovativen Ansätzen. Condé Nast beispielsweise bringt das bilderreiche GQ Magazine aufs iPad, allerdings in einer Variante, die eins zu eins das Print-Layout abbildet, was angesichts der begrenzten Auflösung des iPad weniger befriedigend ist.

Wie beim iPad-Browser kann man mit einen Doppeltapp mit dem Finger auf Texte hineinzoomen, aber das Leseerlebnis ist so erheblich weniger flüssig als beim Time Magazine. Dafür wird man aber auch weniger Geld los: Drei Dollar kostet die GQ-Grundapplikation, die einzelnen Ausgaben der Zeitschrift sollen zumindest vorerst kostenlos herunterladbar sein.

GQ - alles so schön bunt auf dem iPad

GQ - alles so schön bunt auf dem iPad

Etwas vom iPad überrumpelt scheinen die Werbekunden zu sein. Die meisten Werbeplätze in Time und GQ entsprechen den Print-Originalen, meistens nur ergänzt mit einem Direktlink zur Website des jeweiligen Anbieters. Nur einige wenige Firmen reicherten ihre iPad-Werbung mit Videos oder kleinen interaktiven Features an. Bis zur wirklich iPad-gerechten Werbung ist noch ein weiter Weg.

Auch die Fernsehsender schlafen natürlich nicht. Oder nur zum Teil. Der zum Disney-Konzern gehörende Sender ABC brachte pünktlich zum iPad-Launch eine Viewer-App heraus, auf der einige der populärsten Shows von ABC – Lost, Grey’s Anatomy, Desperat Housewives – zu sehen sind.

Disneys ABC zieht aufs iPad

Disneys ABC zieht aufs iPad

Den Eifer gesteigert haben dürfte die Tatsache, dass Steve Jobs der grösste Aktionär von Disney ist. Das ganze ist bisher gratis und werbefinanziert.

Die Applikation ist gut gemeint und sieht nett aus, stürzte in unseren Tests aber ständig ab. Da müssen die App-Entwickler also schon noch deutlich bei der Qualität nachlegen.

Die anderen amerikanischen Fernsehsender warten bisher noch ab. Aufgrund der fehlenden Flash-Unterstützung des iPads sind natürlich viele per Web verfügbare Videoinhalte von diesem neuen Gerät aus nicht zugreifbar. Es ist aber anzunehmen, dass sich das schon bald ändern wird, denn das iPad macht als tragbarer Videoplayer durchaus sehr viel Sinn.

Gross sind auch die Erwartungen der Buchbranche an das iPad. Gleich zum Start sind schon zwei eBook-Plattformen auf dem Gerät verfügbar: Apples eigenes iBooks und Amazons Kindle.

Beide sind von der Funktionalität her etwa ähnlich ausgestattet, auch wenn Apples Reader schöner gestaltet ist. Aber der aufwendig gemachte Umblättereffekt ist nur in ersten Demos aufregend, beim Lesen hilft er nicht wirklich.

Umblättern auf dem iPad: Schön, aber nutzlos.

Umblättern auf dem iPad: Schön, aber nutzlos.

Viel entscheidender ist, wie viele Titel verfügbar sind, und da gewinnt Amazon derzeit noch deutlich. Gegenüber Amazons 450’000 Titeln sieht Apples Auswahl (mit einer bisher nicht publizierten, aber subjektiv deutlich geringeren Anzahl von Titeln) noch etwas müde aus. Von den aktuellen Top 10 auf der New-York-Times-Bestsellerliste sind beispielsweise 9 Titel bei iBooks zu haben, aber alle zehn auf dem Kindle.

Es ist für Kindle-User auch sehr angenehm, dass einmal gekaufte Titel auf dem Amazon Kindle, auf dem PC oder Mac, auf dem iPhone und jetzt auch auf dem iPad gelesen werden können. Das System synchronisiert sogar für jedes Buch die zuletzt gelesene Seite. Apples iBooks ist aber bisher rein auf das iPad beschränkt.

Zumindest vorerst geht die eBook-Runde also an Amazon und sein aggressives Pricing. Erwähnt sei aber noch, dass das iPad als eBook-Reader zwar durchaus in Ordnung, aber gegenüber spezialisierten Geräten wie dem Kindle etwas weniger geeignet für wirklich langes Lesen ist. Klar, das farbige Display ist wunderbar für Bücher mit Illustrationen, aber für reinen Text ist die e-Ink-Technologie des Kindle deutlich angenehmer.

Ein erstes Fazit: Das iPad ist ein exzellentes Gerät für den Medienkonsum, und einige der ersten Experimente der Medienkonzerne sehen vielversprechend aus. Aber der Webbrowser ist immer nur einen Tastendruck entfernt, und darum wird es wohl schwierig werden, die bisher angestrebten recht exorbitanten Preise für iPad-Versionen von Zeitungen und Magazinen aufrechtzuerhalten. Da müssen die Medienkonzerne schon nochmal erheblich mehr bieten.

 

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6 Kommentare

  1. Ich meine, dass die meisten Features, die nun beim iPad in den Apps geboten werden auch komplett in HTML realisiert werden könnten. Insofern sind die iPad-Apps vollkommen überflüssig und werden vermutlich nur verwendet, damit das in iTunes integrierte Zahlsystem verwendet werden kann. Würde Apple es schaffen dieses Zahlsystem in das Websurfen zu integrieren, würde die Menge der verfügbaren Apps drastisch sinken. Schade, denn so können nur iPad-Nutzer in den Genuss der gut aufbereiteten Medieninhalte kommen. Da stellt sich zwangläufig die Frage, ob die iPad-Nutzer ausreichen um ein Medienangebot zu finanzieren. Ich denke nein. Daher sollten die Zeitungen die Inhalte im Browser für jeden nutzbar (auf Basis von HTML) aufbereiten und dann meinetwegen eine Paywall vorbauen. Damit würden sie vermutlich mehr Erfolg haben.

  2. Vielleicht vorweg: ich finde den geschlossenen Ansatz des iPads unschön. Die Macht die Apple sich über die Kunden erlaubt geht zu weit.

    Dass Medienverlage das iPad als Retter feiern ist jedoch aus genau diesem Grund zunächst verständlich. Apple ist ein neuer Gatekeeper in einer Welt in der das Internet mit den alten Gatekeepern (eben jenen Verlagen) gerade aufräumt. So hoffen die Verlage mit Opfergaben an Steve Jobs zumindest von der Gatekeepermacht Apples profitieren und somit ihre Geschäftsmodelle nicht zu sehr anpassen zu müssen. Das ist meines Erachtens aber nicht wirklich intelligent. Diese Strategie könnte aus verschiedenen Gründen den Untergang der klassischen Medien eher beschleunigen, als ihn zu bremsen.

    1. Apple kassiert kräftig mit. Die Gatekeeperfuktion von Apple lässt eben nicht nur die Kunden sondern auch die Contentanbieter bluten.

    2. Je wichtiger das iPad und andere Apple Platformen werden, desto mehr Macht hat Apple über die Anbieter. Ein kritischer Artikel, ein paar böse Worte und schon wird die nächste App nicht angenommen. Sachninhalte über Kama Sutra sind schon ausreichend und selbst das “sperm” in Spermwhale in der beschreibung zu Moby Dick ist zensurwürdig. Gerade das Beispiel des Time Magazines sieht man die Gefaht besonders deutlich. Jede neue Ausgabe ist ein neues App und somit Absegnungspflichtig durch Apple. Man stelle sich vor, ein Staat würde so handeln. Pressefreiheit sieht anders aus.
    3. Egal wie stylisch das iPad ist, geschlossene Plattformen werden nicht auf ewig die neue Geräteklasse dominieren. Mit Android basierten Smartphones sind bereits sehr angenehme und offenere Alternativen zum iPhone auf dem Markt. Das iPad wird sich wohl gegen ähnliche Konkurrenz (Android, Chrome OS, Linux, Windowsversionen etc.) behaupten müssen. Und diesmal reagiert die Konkurrenz sicherlich viel schneller und stärker. Die Investitionen der Verlage in die geschlossene Applewelt werden da vielleicht schnell zu sunk costs.

    4. Rechtliche Probleme könnten zumindest in der EU auftreten. Microsoft wurde gezwungen andere Browser anzubieten und nicht nur seinen eigenen mit Windows zu bundeln. Bei Apple ist die mangelnde Auswahloption am Anfang aber noch das geringste Problem. Andere Browser werden häufig gar nicht erst zugelassen (siehe Opera Mini bisher). Gerade das iPad koppelt Gerät an Betriebssystem und an autorisierte Programme. Ein Geschäftsmodell, dass nicht lange geduldet werden wird aufgrund der extremen Wettbewerbsverzerrung.

    In Kurz: Der Strohhalm an den sich die untergehenden Verlage klammern wird sich vielleicht bald schon als zusätzliches Gewicht erweisen, dass den Untergang beschleunigen wird.

  3. @Matthias: Das dachte ich auch, bevor ich’s wirklich ausprobieren konnte. Aber die Medien-Apps machen Dinge, die mit HTML wirklich nicht in der gleichen Qualität gehen. Das Leseerlebnis ist ein deutlich anderes.

    Es macht für den Lesefluss z.B. einen deutlichen Unterschied, ob ein Seitenwechsel 5 Sekunden (Web) oder 0.3 Sekunden (App mit vorgecachten Inhalten) dauert. Und Seitenlayout und Typografie sind auch sehr viel angenehmer.

    Keine Ahnung, ob die Leute dafür substantiell Geld zahlen werden, aber ich kann mir inzwischen vorstellen, öfter mal ein Magazin als iPad-App zu kaufen.

    @Ranjit: Klar, Apples Haltung ist da teilweise problematisch. An rechtliche Probleme mit Kartellbehörden glaube ich nicht, weil es genug Konkurrenzplattformen gibt. Der beste Vergleich sind Spielkonsolen: Man kann Spiele für die XBox auch nur als lizensierter Publisher auf den Markt bringen, aber daraus kann keiner Microsoft einen Strick drehen, weil jeder Developer ja auch für Playstation, Wii oder PCs entwickeln kann. Nur wenn es ein echtes Quasi-Monopol wie bei Windows gibt, wird es für den Anbieter gefährlich.

  4. Die Beiträge werden hier immer mieser. So nicht, ich werde netzwertig aus meinen Lesezeichen verbannen.

  5. Ich bin immer wieder erstaunt, wie Medienverlage das Zeitungsfeeling auch auf neue Medien wie dem iPad übertragen wollen. Was sie nicht verstehen ist, dass der iPad oder alle anderen elektronischen Computermedien eben nicht eine Zeitung auf einem interaktiven, mulitmedialen Endgerät sind.

    Wir haben die gleichen Fehler 1997 auch gemacht als es darum ging das erste eBanking für eine Schweizer Grossbank zu entwickeln. Wir haben einfach den Einzahlungsschein 1-zu-1 auf das Web übertragen. Was aber Computer mit der Finanzindustrie gemacht haben, sehen wir heute in den Handelssystemen, die in Sekunden Milliarden automatisch handeln können.

    Liebe Verleger, überlegt Euch doch lieber wie ein Inhalt in einem Zeitalter von Interaktivität, räumlicher und zeitlicher Verfügbarkeit aller auf dem Web verfügbaren Newsquellen auszusehen hat. Auf jeden Fall ist das nicht ein Portal von allem über alles, wie heute Zeitungen auf dem Web aufgebaut sind. Hier ein Link zum Thema, was neu an neuen Medien ist: http://business-model-inn…onen/neuemedien.html

  6. Dadurch das man jetzt bald richtige ABos abschließen kann und die magazine für die, die schon die gedruckte Version als Abo haben, auf dem iPad kostenlos sind. Super entwicklung.
    Das ipad wird einen Siegeszug antreten, bzw hat ihn schon angetreten!
    Hier ein netter Artikel dazu:

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  1. [...] 'true'} Apple iPad im Test – Den ultimativen Einblick in das Apple iPad gibt Andreas Göldi vom Netzwertig-Blog mit seinem ca. 45-min. iPad-Test, der auf 5 Videos verteilt [...]

  2. [...] Einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema Medienkonsum auf dem iPad gibt es heute bei Netzwertig. [...]

  3. [...] Apple iPad: Ist das Tablet das perfekte Medienkonsumgerät? [...]

  4. [...] Aufgaben reicht ein Tablet nicht aus. Es handelt sich halt um eine neue Geräteklasse, die für den Medienkonsum gut geeignet ist, zum Arbeiten allerdings nur eingeschränkt [...]

  5. [...] Apple iPad: Ist das Tablet das perfekte Medienkonsumgerät? – Nicht weniger als eine Wende hin zum bezahlten digitalen Content versprechen sich viele Medienmanager von Apples iPad. Können die ersten Medienapplikationen die hohen Erwartungen erfüllen? [...]

  6. [...] mit ersten Applikationen bereit, die Inhalte spezifisch für dieses neue Gerät aufbereiten. Die Resultate waren gemischt, aber mehrheitlich auf der enttäuschenden Seite. Viel mehr als eine glorifizierte PDF-Version [...]

  7. [...] Apple iPad: Ist das Tablet das perfekte Medienkonsumgerät? Nicht weniger als eine Wende hin zum bezahlten digitalen Content versprechen sich viele Medienmanager von Apples iPad. Können die ersten Medienapplikationen die hohen Erwartungen erfüllen? [...]

  8. [...] iPad ist ein hervorragendes Medienkonsumgerät, was Webinhalte betrifft (solange sie nicht in Flash bereitgestellt werden). Wer das Apple-Tablet [...]

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