Jimdo:
Investor United Internet steigt aus

Jimdo, Homepagebaukasten-Anbieter aus Hamburg, und sein bisheriger Investor United Internet gehen getrennte Wege.

Im Juli 2008 gab Jimdo, der auch international erfolgreiche Hamburger Dienst zum einfachen Erstellen von Websites, den Einstieg von United Internet bekannt. Mit 30 Prozent beteiligte sich United Internet an Jimdo, von dem sich der Konzern aus Montabaur unter anderem Synergien mit seiner Webhostingssparte 1&1 erhoffte.

Offenbar lief die Zusammenarbeit nicht ganz so wie geplant: Heute Morgen erfuhren wir, dass United Internet und Jimdo sich auf ein Ende ihrer Zusammenarbeit geeinigt haben. Laut Jimdo-Geschäftsführer Matthias Henze gab es unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Roadmap, weshalb man sich zu diesem Schritt entschlossen habe.

Ein Problem scheint dies für die Hamburger jedoch nicht darzustellen: Im gleichen Atemzug gab Henze das Erreichen von zwei Millionen Jimdo-Websites bekannt (im Sommar 2008 waren es 175.000) und teilte uns mit, dass der bereits 2004 gegründete Dienst mittlerweile schwarze Zahlen schreibt.

Für aktive Jimdo-Nutzer interessanter dürfte das heute veröffentlichte Shop-Modul sein, mit dem sowohl Gratis- als auch Premium-Anwender mit geringem Aufwand einen Onlineshop in ihre Jimdo-Präsenz integrieren können.

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7 Kommentare

  1. Andreas Gerads
    schrieb am 25. Februar 2010 um 10:25 Uhr (#)

    Interessante Entwicklung, dem Jimdo Team weiterhin viel Erfolg!

    Andreas

  2. CBS
    schrieb am 25. Februar 2010 um 13:59 Uhr (#)

    Scheint der richtige Schritt gewesen zu sein: warum die Flexibilität eines jungen und profitablen Unternehmens aufgeben, um sich in die vekrusteten Strukturen eines Großkonzerns einzureihen? Ich wünsche Jimdo auch weiterhin viel Erfolg!

    PS: Warum bekommt man den ganzen Blogfeed “aufgedrückt”, wenn man nur die Beitragskommentare abonnieren will? Schade!

  3. Luca
    schrieb am 25. Februar 2010 um 16:51 Uhr (#)

    Kann Jimdo nicht einfach pleite gehen? Dann wäre das Niveau des Internets vielleicht ein wenig höher.

  4. Stefan
    schrieb am 26. Februar 2010 um 12:04 Uhr (#)

    Man sollte sich schon vorher genau überlegen was ein Investor will und welches Recht zur Mitsprache er hat.

  5. Robert
    schrieb am 28. Februar 2010 um 21:57 Uhr (#)

    Das ist bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung. Jimdo ist viel zu innovativ für eine Bürokratie wie 1&1 es ist.

    Der Shop ist übrigens ein Schritt in die richtige Richtung, wir haben ihn getestet: http://cms-testlabor.de/n…s/jimdo-online-shop/

  6. jan
    schrieb am 1. März 2010 um 08:26 Uhr (#)

    Einen Investor aus nicht ganz freien Stücken zu verlieren, was der Fall zu sien scheint, ist wirklich nicht so super. Aber wie man auch liest, scheint es Jimdo ganz gut zu gehen und bevor unterschiedliche Ansichten über das weitere Vorgehen zu einem Scheitern führen, ist es doch besser man einigt sich oder geht getrennte Wege.

    Startups sollten sich natürlich irgendwann von alleine tragen, aber oft ist es anfangs sinnvoll einen Investor zu haben (Kontakte, Beziehungen in der Branche und auch Kapital), um entsprechend schnell und effektiv voran zu kommen. Aber natürlich sollte man es dann nach dem Start auch irgendwann schaffen komplett auf eigenen Beinen zu stehen und sich vorwärts zu bewegen, gerade bei Unternehmen, die durch ihr Business Modell direkt Geld einbringen. Viel Erfolg weiterhin!

  7. Marc
    schrieb am 1. März 2010 um 14:33 Uhr (#)

    Wie gut ist Jimdo? Auf den ersten Blick finde ich die Webseiten ansehnlich und Preis/Leistung gut. Welche Alternativen gibt es?

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