Webdienste:
Apps, die wir täglich nutzen (Teil 1)

Martin Weigert, 8. Januar 2010 13:40 Uhr, 19 Kommentare Kommentare

Webdienste gibt es Tausende. Doch nur wenigen nutzen wir täglich. Hier kommt eine Übersicht über die Anwendungen, die wir Tag für Tag einsetzen (Teil 1).

Apps, die wir täglich nutzen
Apps, die wir täglich nutzen
Michael Arrington hat bei TechCrunch seine jährliche Liste der von ihm täglich eingesetzten Web- und Softwareprodukte veröffentlicht – eine Idee, die wir gerne aufgreifen. Ich mache heute den Anfang, die Favoriten des restlichen netzwertig.com-Teams folgen in den nächsten Tagen.

Hier kommen 23 Tools, ohne die mein Internetalltag derzeit nicht vollständig wäre:

Bei Aardvark kann man beliebige Fragen stellen, die von anderen Nutzern mit zum Thema passender Kompetenz beantwortet werden. Aardvark kommt bei mir über einen Instant Messenger sowie über das iPhone zum Einsatz. Ab und an stelle ich Fragen und bekomme meist innerhalb weniger Minuten qualitative Antworten. Zwei- oder dreimal am Tag erhalte ich Fragen anderer User, die ich dann zu beantworten versuche.

Digsby ist nicht nur mein bevorzugter Twitter-Client für den PC, sondern bringt auch Facebook und eine ganze Reihe von Instant Messengern auf den Desktop. Trotz einiger Schwächen und eines vergleichsweise begrenzten Funktionsumfangs konnte mich bisher keine andere Desktop-Twitter-App von Digsby abbringen.

Diigo ist ein innovativer Social-Bookmarking-Dienst, den mir Marcel vor rund einem Jahr empfahl. Alle Artikel, die ich für spätere Recherchen zentral speichern möchte, landen dort.

Doit.im ist ein kostenloses Task-Management-Tool für den Desktop auf Adobe AIR-Basis. Der Service ist sicherlich nicht der umfangreichste im Bereich von ToDo-Listen, konnte mich aber durch seine übersichtliche Oberfläche und seinen äußerst geringen Ressourcenbedarf überzeugen. Doit.im stammt aus China und kann eine optische Nähe zum Mac-Task-Manager Things nicht leugnen – mich als PC-Nutzer stört das jedoch nicht weiter. Während es bereits eine App für Android-Geräte gibt, müssen iPhone-Besitzer noch auf eine mobile Variante warten.

Dropbox habe ich schon oft genug gelobt: Mit dem in der Basisversion kostenlosen Dienst synchronisiere ich Dateien zwischen meinem privaten und meinem beruflichen Rechner sowie meinem iPhone. Auch eignet sich Dropbox vorzüglich zum Hosten von Downloads jeder Art, da sämtliche im Ordner “Public” abgelegten Dateien einen eigenen http-Link erhalten.

Facebook kommt bei mir täglich zum Einsatz, erhält allerdings deutlich weniger Aufmerksamkeit als Twitter.

Foursquare schickt sich an, einer der heißesten Dienste im neuen Jahr zu werden. Nutzer checken an Orten ihrer Wahl ein, informieren ihre Freunde über den aktuellen Standort und sammeln Punkte, um zum “Mayor” (Bürgermeister) eines Orts zu werden. In den USA erhalten Mayor bei einigen Restaurants und Bars sogar schon Rabatte. Ich checke zwar nicht täglich ein, aber erhalte über mein iPhone mehrmals am Tag Meldungen über die Checkins meiner Freunde.

Probleme mit der Geschwindigkeit von Firefox haben mich nach der Veröffentlichung von Chrome zu Googles Browser getrieben. Bereut habe ich den Umstieg nie. Chrome ist einfach unglaublich schnell und leichtfüßig. Mit dem neuen Extensions-Feature ist auch der größte Nachteil gegenüber Firefox mittlerweile eliminiert.

Google Docs ersetzt bei mir mittlerweile vollständig Microsoft Office und kommt täglich zum Einsatz.

Michael Arrington und manch ein anderer Tech-Blogger haben sich mittlerweile von Googles RSS-Reader zu Gunsten von Twitter, Twitter Lists oder anderer Aggregatoren verabschiedet. Für mich ist Google Reader mehr denn je Dreh- und Angelpunkt meiner Onlineaufenthalte – sowohl auf dem Notebook als auch über das iPhone. Zudem hat der Einsatz der Shared Items-Funktion den Service für mich noch einmal deutlich aufgewertet.

Gowalla ist ein Konkurrent von Foursquare. Zwar liegt Foursquare in den USA in der Gunst der Nutzer vor Foursquare, aber hier in Schweden z.B. ist es umgedreht. Derzeit nutze ich Gowalla und Foursquare parallel und werde das so lange fortsetzen, bis einer der zwei Dienste (oder ein anderer) als Sieger im Kampf um die Marktführerschaft bei Location Based Services hervorgegangen ist

Ich gucke gerne Filme. Ohne die Internet Movie Database (IMDb) von Amazon geht es daher gar nicht. Unterwegs greife ich über die iPhone-Applikation Movie Genie auf IMDb zu.

Die Übersetzungsmaschine von Linguee ist neben Xing und Rivva der einzige Webdienst aus dem deutschsprachigen Raum, den ich so gut wie täglich einsetze. Wer eine Deutsch-Englisch-Übersetzung braucht und gerade nicht am Rechner sitzt, kann Linguees kostenlose iPhone-Anwendung nutzen.

Beim Thema E-Mail bin ich konservativ und bevorzuge eine Desktop-Applikation. Thunderbird aus dem Hause Mozilla bringt als kostenloser Mail-Client alles mit, was man braucht – bis auf eingebauten Support für (Google) Kalender vielleicht. Das lässt sich jedoch mit den Addons Lightning und Provider for Google Calender lösen. Leider gibt es die beiden Addons noch nicht für die neuen Thunderbird-Version 3, weshalb ich mit der Aktualisierung noch abwarte.

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass ich bei play.fm vorbeischaue und neben der Arbeit einen aus 15.000 kostenlosen DJ-Mixen anhöre.

Rivva gibt mir täglich einen schnellen Überblick über das, was gerade in der deutschsprachigen Blogosphäre diskutiert wird. Über den Rivva RSS-Feed erscheinen alle von Rivva als relevant eingestuften Artikel im Google Reader. Und angesichts des neuen sozialen Twitter-Aggregators (Beispiel) werde ich 2010 wahrscheinlich noch etwas mehr Zeit mit Rivva verbringen als bisher.

500 Millionen Nutzer können nicht irren. Skype ist eine der drei essentiellen Webapps, wenn nicht die wichtigste von allen. Neben kostenlosen Chats und VoIP-Gesprächen mit andere Skype-Usern verwende ich auch SkypeOut (Telefonate ins Fest- oder Mobilnetz) sowie SkypeIn (Festnetznummer gekoppelt an mein Skype-Konto).

Meine Präferenz für den schwedischen Musikstreaming-Service habe ich häufig genug kundgetan. Spotify läuft bei mir täglich. Neuigkeiten zu einem eventuellen Deutschlandstart gibt es momentan leider nicht – der nächste Expansionsschritt ist ein Launch in den USA.

Während viele iPhone-Nutzer auf Tweetie 2 schwören, gefällt mir Tweetdeck für das iPhone besser. Und kostenlos ist es auch.

Ohne Wikipedia geht es nicht. Daran kann auch die leidige Relevanzdiskussion nichts ändern. Vom iPhone aus greife ich über Wikiamo auf die Inhalte der Wikipedia zu.

Xing hat mir vor Jahren nicht nur zu einem neuen Job verholfen, sondern für mich auch das herkömmliche Branchenbuch ersetzt. Suche ich einen Freelancer im Bereich Medien/Marketing/Journalismus, geschieht dies bei Xing.

Im Büro kommt Outlook zum Einsatz – und wer Outlook benutzt, sollte Xobni installieren. Das kostenlose Plugin erleichtert und effektivisiert das E-Mail-Management mit Outlook ungemein. Einen Büroalltag ohne Xobni kann ich mir nicht mehr vorstellen.

Zu YouTube gibt es wohl nichts weiter zu sagen – klar, dass kein Tag vergeht, ohne dass ich zumindest einmal bei Googles Videoportal lande.

Welche weiteren Dienste setzt ihr täglich ein?

In Teil 2 stellt Markus Spath die bei ihm täglich zum Einsatz kommenden Tools vor.

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19 Kommentare

  1. Heiner
    schrieb am 8. Januar 2010 um 14:03 Uhr (#)

    Für Twitter nutze ich auch Echofon http://echofon.com/

    Heise.de hat ne tolle Iphone-App, die ich lange nicht kannte .

    Iphone App von Twitpic

    Iphone App Kindle/Amazon

    Gowalla bevorzuge ich, da es GPS-basiert ist und es in Georgien noch keine Karten in Google-Maps gibt.

    Die NYTimes App ist klasse ! Ebenso die Huff Post App.

    Animoto.com für kleine musikalische unterlegte Videos zum Selbermachen.

    Die Mashable I-Phone-App, (da gibt es 2)

    Die kostenlose Iphone-App des Louvres

    und den RSSRunner finde ich auch nicht schlecht.

    Beste Grüße, euer treuer Leser Hans Heiner
    @artclubcaucasus

  2. Goo
    schrieb am 8. Januar 2010 um 14:05 Uhr (#)

    Google Calendar unterstützt doch CalDAV! Provider for Google Calendar wird daher schon länger nicht mehr benötigt!

  3. Michael Völker
    schrieb am 8. Januar 2010 um 14:15 Uhr (#)

    In den ersten Wochen nach dem Umzug habe ich jeden Tag eine Einsatzmöglichkeit für Qype Radar gefunden. Supermarkt, Baumarkt, Frisör oder sonstwas zu finden, wenn man sowieso schon irgendwo unterwegs ist, ist extrem praktisch und hat mir viel Arbeit gespart.

  4. Mario
    schrieb am 8. Januar 2010 um 16:30 Uhr (#)

    Matching 6/23 ;)

  5. Ulrike Langer
    schrieb am 8. Januar 2010 um 17:41 Uhr (#)

    Klasse. Vielen Dank für diese nützliche Liste!

  6. Phil v. Sassen
    schrieb am 8. Januar 2010 um 20:31 Uhr (#)

    Sehr feine Liste. Es fehlt jedoch Feedly.com. Ein unschlagbares Werkzeug, wenn es um das Lesen von RSS-Feeds geht.

    PS:
    Matching 13/23

  7. Nico
    schrieb am 8. Januar 2010 um 23:14 Uhr (#)

    Schöne Liste, deckt sich weitgehend mit meinen Anwendungen. Für Notizen nutze ich noch Evernote, für Aufgaben setze ich Remember the Milk ein (deren iPhone App ist auch klasse, insbesondere aufgrund der Push Funktion). Für die Musik ist bei mir (noch) iTunes zuständig – bleibt zu hoffen, dass Spotify bald in Deutschland startet.

  8. Bernd
    schrieb am 9. Januar 2010 um 00:16 Uhr (#)

    Für das Thema Film darf ich noch auf die größte deutschsprachige Filmdatenbank hinweisen. http://www.ofdb.de

    Chrome hat zwar theoretisch die Möglichkeit auf Extensions, aber praktisch scheint mir das noch nicht so fortgeschritten wie beim Fuchs. Auch gibt es noch massig Addons für den FF, die es für Chrome (noch nicht) gibt.

    FF bleibt das leider mittlerweile etwas träge Schweizer Taschenmesser unter den Browsers.

  9. MacMacken
    schrieb am 9. Januar 2010 um 01:27 Uhr (#)

    Chrome hat zwar theoretisch die Möglichkeit auf Extensions, aber praktisch scheint mir das noch nicht so fortgeschritten wie beim Fuchs. Auch gibt es noch massig Addons für den FF, die es für Chrome (noch nicht) gibt.

    Ja, das geht mir auch so – aber Mozilla Firefox hat bezüglich Erweiterungen einige Jahre Vorsprung … :)

  10. Stefan Wolpers
    schrieb am 9. Januar 2010 um 13:31 Uhr (#)

    Diigo macht in der Tat einen guten Eindruck; vielen Dank für den Tipp!

    Noch eine Empfehlung meinerseits: Wer zeitversetzt twittern (oder Facebook- bzw. LinkedIn-Status updaten) möchte, dem sei Hootsuite.com empfohlen.

  11. Valentin
    schrieb am 9. Januar 2010 um 17:57 Uhr (#)

    Zum Thema Lightning und gmail empfiehlt sich folgender Beitrag von loadblog habe dies bei mir so eingerichtet und es läuft. Für die Kontakte empfiehlt sich übrigens noch Zindus – Zindus synchronisert deine Kontakte mit Thunderbird und gmail und wenn du ein IPod oder IPhone hast auch dieses.

    Lg – Valentin

  12. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 10. Januar 2010 um 11:58 Uhr (#)

    Danke für eure Vorschläge und Hinweise!

  13. Max
    schrieb am 10. Januar 2010 um 14:21 Uhr (#)

    Ich würde vielleicht dict.leo.org noch hinzufügen bzw. bevorzugen. Was ist außerdem mit WordPress, was ja auch ziemlich viele von uns nutzen? Last.fm würde ich durchaus auch noch hinzuzählen.

  14. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 10. Januar 2010 um 17:12 Uhr (#)

    dict.leo.org verwende ich persönlich seit dem Launch von Linguee seltener. WordPress stimmt, ganz vergessen. Last.fm scrobbelt bei mir zwar fleißig mit, aber aktiv genutzt wird es von mir nur selten.

  15. Thomas Television
    schrieb am 10. Januar 2010 um 21:52 Uhr (#)

    Ich finde die Liste ebenfalls nützlich. Habe mir einige der Tools angeschaut, keines konnte mich 100 Prozent überzeugen, Diigo jedoch habe ich mal installiert, da ich ohnehin noch einen weiteren Bookmarkdienst für die genau hier auch beschriebenen Aufgaben gesucht habe.

  16. Jan
    schrieb am 11. Januar 2010 um 16:23 Uhr (#)

    Gute Liste! Einige Anwendungen kannte ich noch nicht und werde sie mir jetzt mal genauer anschauen.

    Ich nutze noch Sunbird als Kalender.

    Ein Tipp, um die vielen Passwörter, die sich so ansammeln, sicher zu verwalten ist KeePass , was auch als portable Version erhältlich ist.

  17. Dominik
    schrieb am 11. Januar 2010 um 19:00 Uhr (#)

    Hey,
    klasse Liste, werde mir gleich mal ein paar Apps genauer anschauen!!

    Ein tool, das ich noch täglich nutze und ohne das ich im Büro wirklich aufgeschmissen wäre ist Lookeen!!

    Ich bin begeistert von dem kleinen Ding, weil ohne das würde ich wahrscheinlich im E-mail Chaos versinken, aber auch der shared index und die GPOs erleichtern vor allem in Firmen die Arbeit mit E-mails gewaltig!!

  18. rp
    schrieb am 20. Januar 2010 um 13:31 Uhr (#)

    Beim Verfassen von Texten greife ich oft auf das gute alte Portal “Wortschatz Leipzig” zurück: http://wortschatz.uni-leipzig.de/ Das listet aus der Online-Presse gesammelte Anwendungsbeispiele für Wörter auf und hilft beim Finden von Synonymen. (Ich habe es bei manchem Textchef im Einsatz gesehen.) Es ist aber ein rein deskriptives Wörterbuch. Habe ich Fragen zu Rechtschreibung und Grammatik und der Duden ist nicht zur Hand, schaue ich eher unter http://www.canoo.net/ nach – eine für mich unverzichtbare Website.

  19. Labertasche
    schrieb am 26. April 2010 um 11:35 Uhr (#)

    Gute Liste. Zur einfachen Übersetzung nutze ich noch zusätzlich woerterbuch.info und als Twitter-Client echofon.

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