txtr-Reader für 320 Euro
ab Anfang Dezember

Der lang erwartete txtr-Reader ist ab 1.12. im Handel erhältlich. Mit 320 Euro wird der E-Book-Reader allerdings für viele zu teuer sein.

Auf der Buchmesse in Frankfurt wurde der lang erwartete E-Book-Reader der in Berlin ansässigen Dokumentenplattform txtr vorgestellt. Ab 1.12. wird er im Handel verfügbar sein, für 320 Euro. Zusätzlich fallen 12 bis 15 Euro monatlich für die Anbindung an die txtr-Plattform an, wenn man Dokumente und Webseiteninhalte synchronisieren will.

heise zu den Daten:

Bei einer Größe von 151 mm × 131 mm × 12 mm wiegt der Txtr Reader 281 Gramm. Das Gerät läuft mit einer ARM11-CPU (532-MHz) und 64 MByte RAM. Ein Flashspeicher ist nicht eingebaut, stattdessen bootet der Reader über die 8 GByte große mitgelieferter MicroSD-Karte, auf der auch die Dokumente abgelegt werden. Als Schnittstellen nutzt der Reader neben Mobilfunk Micro-USB, WLAN (802.11b/g), Bluetooth und ein 2,4-GHz-Funkmodul.

Der txtr-Reader kann sowohl PDFs als auch das E-Book-Format EPUB lesen. Aktuell bietet txtr in seinem Store 10.000 Ebooks an von unter anderem Holtzbrinck und O’Reilly. Bis Anfang Dezember soll die Zahl auf 20.000 anwachsen. Laut heise wäre das dann das in Deutschland größte Angebot an EPUB-Dokumenten.

Alles in allem sehen die Daten des txtr-Readers nicht schlecht aus. Nur der zu hohe Preis drückt ihn eine kleine Nische. Mit 320 € wird ein E-Reader nicht Mainstream.

Spannend dagegen wird die künftige Einbindung des Readers in die Plattform. Vielleicht kann darüber besonderer Mehrwert geschaffen werden.

Genau vor einem Jahr ging die txtr-Plattform an den Start.  Im Januar wurden die Pläne für einen eigenen E-Book-Reader bekannt.

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8 Kommentare

  1. hathead
    schrieb am 14. Oktober 2009 um 17:57 Uhr (#)

    Na toll, und was mach ich dann mit meinem überaus dekorativen Bücherregal?

  2. Paul
    schrieb am 14. Oktober 2009 um 20:19 Uhr (#)

    Bücher sind mir lieber. Ich hoffe das sich so ein Müll nicht durchsetzten wird.

  3. Moritz
    schrieb am 14. Oktober 2009 um 21:28 Uhr (#)

    Schade. Die erhoffte *habenwill* Stimmung stellt sich da nicht so richtig ein. Von einem Unternehmen mit so 2nulligem Namen und dem an sich richtigen Ansatz hätte ich irgendwie ein wenig mehr erwartet.
    Wir werden sehen was die ersten Praxisberichte und die Abo-Details usw. bringen.

  4. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 15. Oktober 2009 um 10:20 Uhr (#)

    In einem halben Jahr dürfte der Preis deutlich gesunken sein. Und dann könnte txtr auch den Mainstream erreichen.

  5. Mathias
    schrieb am 15. Oktober 2009 um 15:04 Uhr (#)

    Also schöner als der Kindle ist der txtr-Reader ja schon mal.

  6. Lioman
    schrieb am 16. Oktober 2009 um 08:19 Uhr (#)

    320!!! Viel zu teuer. Nach einer Umfrage in den USA würden die Amerikaner für ein solches Gerät nicht mehr als 98$ (65€) ausgeben. Davon ist dieser (und alle anderen) echt zu weit entfernt.

  7. mds
    schrieb am 18. Oktober 2009 um 15:41 Uhr (#)

    Der Preis für den Reader mag hoch sein, aber E-Books sind ja auch sehr teuer – man zahlt normalerweise (fast) den gleichen Preis wie für gedruckte Bücher, obwohl ein E-Book für den Verkäufer deutlich weniger Kosten verursacht … leider zeigt das Beispiel digitaler Musik, dass sich Mondpreise (knapp 1 Euro pro Lied) etablieren können.

  8. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 18. Oktober 2009 um 22:15 Uhr (#)

    Ich halte den Gerätepreis für ein Nicht-Kriterium. Nicht nur, weil sich beispielsweise mein Kindle allein durch die elektronischen Abos von NYT und WSJ binnen dreier Monate amortisiert hat (elektronische Abos kosten rund 20% des Papier-Frühzustellungspreises), sondern weil Buch- und Zeitungsverlage und vor allem Giganten wie Amazon und B&N die Hardware bald genau so subventionieren werden wie Telkos die Mobiltelefone.

    In einer monatlichen online-Abogebühr sehe ich hingegen einen absoluten Dealkiller. Auch da zeigt Amazon, wo’s lang geht: Über die 10 Cent, die ein Dokument kostet, das ich via E-Mail auf meinen Kindle schicke, denke ich nicht nach.

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