Erfolg im Web:
Von der Wiener Startup-Szene lernen

Die Diskussion über die Zukunft der deutschen Webbranche hält an. Ein Blick auf die Wiener Startup-Szene hilft, Erfolgsfaktoren zu identifizieren.

WienIn der vergangenen Woche haben sowohl Marcel als auch ich die Probleme der deutschen Startup-Szene analysiert und damit für eine sehr angeregte Diskussion gesorgt. Im Nachgang fiel mir in diesem Kontext noch ein interessanter Aspekt auf, der eine nähere Betrachtung wert ist: Die aufstrebende Gründerwelt unserer österreichischer Nachbarn!

Speziell Wien scheint sich nämlich gerade still und heimlich als mögliches Silicon Valley des deutschsprachigen Raums zu etablieren. Eine wachsende Zahl junger Internetunternehmen kommt aus der österreichischen Hauptstadt.

Erst am Freitag berichtete deutsche-startups.de über Platogo, eine interessante und sehr ansehnliche Plattform für Casual Games, die dank englischer Sprache, Facebook Connect-Integration sowie eigener API alles mitbringt, was heutzutage für Onlineservices Voraussetzung für internationalen Erfolg ist.

Platogo setzt dabei die Tradition innovativer Startups aus Wien fort: Im Mai hatte ich play.fm hoch gelobt, unter anderem für seine Vielfalt bei den Login-Möglichkeiten (OpenID, Facebook, Google oder Yahoo).

Positiv aufgefallen sind uns auch tunesBag, tripwolf und 123people – alles Unternehmen aus der Mozart- Donau-Stadt, die gemeinsam haben, frühzeitig mit englischsprachigen Versionen an den Start gegangen zu sein und stark auf funktionelle sowie technische Erweiterungen zu setzen (z.B. Desktop-App von tunesBag, iPhone-Apps von tripwolf und 123peope).

Gleiches gilt auch für Soup.io, einen Dienst irgendwo zwischen Microblogging und Blogging. Die US-Konkurrenz ist mit etablierten Anbietern wie Tumblr und posterous zwar groß, aber das hinderte die Soup.io-Macher nicht daran, ihren Dienst trotzdem auf internationale User auszurichten.

Vergessen sollte man auch nicht kununu, die im deutschsprachigen Raum bekannteste Plattform zur Bewertung von Arbeitgebern. Update: Auch die lokale Empfehlungsplattform/Suchmaschine mit internationaler Ausrichtung Tupalo.com stammt aus Wien.

In der 1,6 Millionen Einwohner zählenden Stadt hat sich in den letzten Jahren eine sehr lebhafte und umtriebige Startup-Szene entwickelt, die mit der Ausnahme kununu aktiv und von Beginn an auf eine globale Nutzerschaft setzt. Viele der genannten Dienste haben es in Folge dessen auch mit Berichten in große US-Tech-Blogs geschafft, was häufig eine Initialzündung für weiteres Wachstum ist.

Ich bin mir noch nicht sicher, was der Hauptgrund für die dem Anschein nach weltoffenere Einstellung von Webunternehmen aus Österreich ist. Trotz gemeinsamer Sprache scheint man sich nur wenig auf das Potenzial des deutschen Marktes verlassen zu wollen, stattdessen fährt man von Beginn an zweigleisig.

Es könnte sich um reine Mentalitätsunterschiede handeln, oder auch an der signifikanten Zentralisierung des Landes liegen: Wien ist im Vergleich mit Berlin deutlich stärker der (wirtschaftliche) Nabel des Landes. Die Zentralisierung wiederum sorgt für eine stärkere Konzentration von Gründern, talentierten Entwicklern und Investoren – was sich bekanntlich positiv auf Kreativität, Innovation und Risikobereitschaft auswirkt. Startup-Inkubatoren wie das aus Wien stammende i5invest helfen dann dabei, die entstandenen Ideen umzusetzen.

Fakt ist: Was in Wien möglich ist, dürfte auch in Berlin, Hamburg oder München kein Problem sein. Manch ein Gründer in Deutschland sollte einmal einen Blick auf das südliche Nachbarland werfen.

Ich bin überzeugt davon, dass der frühzeitige internationale Ansatz für viele Dienste einen entscheidenden Erfolgsfaktor darstellt. Dieser funktioniert natürlich nicht bei simplen Kopien US-amerikanischer Services, sondern er erfordert zumindest einen gewissen Anteil eigener Innovation, um im globalen Web konkurrenzfähig zu sein. Dieser Zwang nach weltweiter Wettbewerbsfähigkeit ist es, was in Deutschland auch im Netz gebraucht wird.

Mehr zu Startups aus Österreich auch hier.

Foto: Wikimedia Commons

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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27 Kommentare

  1. Ich musste sofort an FM4 denken. Wenn man als Jugendlicher mit englischsprachigen Nachrichten aufwächst und Interviews von englischsprachigen Künstlern konsequent nicht übersetzt werden, baut das evtl. Hürden ab?

  2. Blumen für die Österreich-Startup-Szene aus Deutschland – das ist eine Premiere :). Dank für das Posting, Martin!

    Tatsächlich hat sich gerade in den letzten beiden Jahren in Wien viel entwickelt. Nicht nur die i5invest-Projekte 123people, tupalo, tripwolf, email charity und, seit letzter Woche, Dealhamster sorgen für Dynamik in der Szene und haben auch – teils beachtlichen – kommerziellen Erfolg. soup.io etwa sorgte in der internationalen Startup-Szene ja schon für einiges Aufsehen.

    Vielleicht ist ja gerade der winzige österreichische Markt für österreichische Gründer ein Vorteil. Er zwingt jedes ernsthafte Startup ja förmlich dazu, von Beginn an international zu agieren. Nur so können realistische Revenue-Szenarien etabliert werden.

  3. Detailkorrektur: Wien ist nicht die Mozart-Stadt, das ist Salzburg. :)

    Zum inhaltlichen: Es scheint vor allem der sehr kleine Markt zu sein, der Start-Ups ins Ausland drängt. Nur wenige können ein rein-österreichisches Start-Up aufbauen, dadurch bleibt eigentlich keine andere Chance, als sofort zu expandieren.

  4. Darf ich in diesem Zusammenhang auf das Startup Wiki aufmerksam machen? Es dient zur besseren Vernetzung der Gründer. http://startupwiki.at/

  5. @ Sebastian
    Autsch, das war peinlich ;) Danke, “Donau-Stadt” tut’s auch.

    @ all
    Ja klar ist der Zwang zur Internationalisierung da. Aber man könnte es sich ja auch einfach einfach machen und lieber erst mal die deutschsprachige Schweiz und Deutschland einnehmen wollen. So ist ja die Vorgehensweise vieler (nicht aller!) Startups in Deutschland. Die Frage ist also, warum dies als Alternative nicht attraktiv genug scheint.

  6. @Martin Weigert. Keine Sorge, Wien ist auch “Mozartstadt” (neben Salzburg und – Achtung – Augsburg; siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Mozartstadt) – nur wird in 99.999% aller Fälle Salzburg als Mozartstadt bezeichnet. Die Unsympathen (mit der Gefahr mir Feinde zu machen ;-)) von Red Bull Salzburg werden zB “die Mozartstädter” genannt.

  7. Ich glaube Erfolg oder Misserfolg hat nichts damit zu tun wie “global” agiert wird. Das Problem bei den meisten Services ist das die ins Netz gestellt werden, und dann wird auf die User gewartet. Nur kommen die halt nicht von alleine.

    Die kommen nur nach harter Marketing-Arbeit.

    Die “großen” Sites, auch die amerikanischen, sind aus einem lokalen Service gewachsen (z.B. Facebook), oder aus einer sozialen Gruppe (on- oder offline) heraus entstanden (z.B. bei delicious, Twitter).

  8. Interessante Frage: Was gelingt in Wien, was in Berlin noch nicht läuft?
    Ist es die Zweigleisigkeit, direkt auf dem internationalen Markt aktiv zu werden? Die Konzentration der Innovativen in der Hauptstadt Wien – da höre ich schon in Berlin einige aufschreien? Die österreichische Mentalität?
    Für mich wäre wichtig zu erfahren, wie Start-ups in der Öffentlichkeit in unserem Nachbarstaat wahrgenommen werden. Wie schon in der erwähnten Diskussion von Marcel, krankt es in Deutschland doch sehr an der allgemeinen Begeisterung für Gründungen. Was machen die Österreicher in diesem Punkt anders als wir? Wie berichten die Medien, welche Formen der Unterstützung und Vernetzungen gibt es? Oder gibt es KEINE Hilfen im eigenen Land, so dass Jungunternehmer direkt internationale Vorbilder und Kontakte suchen?
    In Zukunft werde ich das allg. Gründungverhalten in Österreich intensiver beobachten. Vielen Dank für den wichtigen Impuls.
    Verena

  9. @ Michael
    Glück gehabt ;)

    @ Thomas
    Nein, Misserfolg ist nicht direkt daran gekoppelt, ob man nun global agiert oder nicht. Aber wer global agiert, schaut auf Konkurrenten im Ausland und sieht sich dazu gezwungen, sich von diesen abzuheben. Wer nur auf den deutschen Markt schaut, kann dagegen ganz einfach kopieren. Diese Strategie erscheint für viele am Anfang einfacherer, ist jedoch langfristig bei den meisten Webservices das Ticket in die Unbedeutenheit.

    Sprich: Der globale Fokus kann sich letztlich positiv auf die generelle Wettbewerbsfähigkeit auswirken. Und an diese ist der Erfolg u.a. gekoppelt.

  10. Das ist so das typische dumme (verzeiht) Deutsche denken:

    ****
    Fakt ist: Was in Wien möglich ist, dürfte auch in Berlin, Hamburg oder München kein Problem sein.
    ****

    Nur weil wir die gleiche Sprache sprechen (mehr oder weniger) haben wir teils komplett unterschiedliche Maerkte, Anforderungen, Vorlieben etc.

  11. Es scheint, dass netzwertig als größten Erfolg eines Startups eine Meldung bei Techcrunch US sieht… ein wenig traurig.

    Lieber ein Artikel über die lebendige und sich prächtig entwickelnde Szene in Wien schreiben und die Firmen präsentieren und deren erfolgreichen Strategien, anstatt gleich einen einseitigen Vergleich zu machen ohne Fundierung.

    Dann sage ich einfach mal Leipzig ist das neue Silicon Valley in Europa. Unister hat 130 offene Stellen [1] bei 500 Mitarbeitern… da sollte man Lehren daraus ziehen und nicht von zweigleisigen halbherzigen frühzeitigen Internationalisierungsstrategien oder weiteren Produktfeatures wie OpenId…

    Grüße aus Berlin,
    Cornelius

    [1] http://www.unister.de/meldungen.html

  12. @ Tami
    Naja, schieß mal nicht gleich mit dem Kopf durch die Decke vor lauter Arroganz. Klar haben Berlin, München oder Hamburg viel Potenzial. Freu dich, dass Wien hier als positives Beispiel herangezogen wird und lass bitte die Provokation.

    @ Cornelius
    Ich hab es zwar im Zusammenhang mit anderen Artikel schon zig Mal erklärt, aber ich mach es noch mal: Natürlich gibt es erfolgreiche Webunternehmen in Deutschland. Aber wir schauen gerne auf deren langfristige Innovationsfähigkeit. Auf deren “Sexyness”. Und da mangelt es. Unister ist vielleicht eine Erfolgsgeschichte, aber von da kommen keine Innovationen. Da werden sichere Nischen besetzt und 1A-Domains gekauft, um von vorn herein Traffic zu sichern – alles innerhalb von Deutschland. Betriebswirtschaftlich ist das sicher klug, aber aus Sicht von Webtechnologie und Innovation nicht das, worauf wir bei netzwertig.com aus sind. Was nicht heißt, dass Unister keine Relevanz im Web hätte.

    Anyway, Spreadshirt kommt auch aus Leipzig. Auch in Leipzig scheint was zu gehen.

  13. @Martin
    Aka-Aki, toksta, sponsorpay sind sexy, international und innovativ, Plazes war es auch, um mal wieder mit Beispielen anzufangen, aber aus unternehmerischer Sicht würde ich dem Sexyness-Faktor nicht zu viel Bedeutung beimessen. Sag doch dann lieber es geht um Reichweite im Endkundenbereich (und der damit verbundenen Hoffnung auf internationale Verankerung und Mitbestimmung im Markt). Darüber lassen sich natürlich tollere Artikel schreiben… Von wirklich erfolgreichen Firmen hört man halt auch nix mehr bei Techcrunch, was ja auch ok ist, siehe Salesforce.

  14. Von welcher “Provokation” sprichst du?

    Ich sagte lediglich, dass du DE und AT nicht vergleichen kannst und hab dich nur darauf hingewiesen, besser zu recherchieren.

    Wenn Du deine mangelende Information/Dein mangelndes Wissen als Provokation siehst, dann verzeih.

  15. Warum Wien? 3 gute Gründe…

    1. Ganz einfach – wer in Österreich auf Mitarbeitersuche geht tut sich in Wien viel leichter. Auch deshalb haben wir unser Hauptbüro von Innsbruck nach Wien verlegt.

    2. Außerdem: In Wien sammeln sich viele Kulturen und Sprachen, es fällt leicht ein international buntes Team aufzustellen.

    3. Wien ist auch deshalb ein guter Boden für Gründer, da man recht einfach an gute Förderungen herankommt. Ich bin überzeugt, dass wir (Wiener) sehr bald zu der Stadt mit der höchsten Startup-Dichte im deutschprachigen Raum aufsteigen werden!

  16. Toursprung (Bikemap, Maptoolkit etc) ist mit seiner kompletten Entwicklung auch in Wien, wenngleich wir eine deutsche GmbH sind.

    Förderungen sind für uns (anders als bei Johannes) kein Thema gewesen, sehr wohl aber die leichte Mitarbeitersuche und die extrem gute Vernetzung der Szene dort.

  17. Warum in Wien kreative und innovative Start-Ups entstehen hat u.a. sicherlich auch mit dem wirklich guten Fördersystem zu tun. Beispielsweise sind einige der genannten Start-Ups von http://www.departure.at gefördert worden.

    In Wien (d.h. für Wiener Gründer und Unternehmen) gibt es neben den bereits genannten Aspekten wie gut ausgebildete, kreative und motivierte Mitarbeiter auch entsprechend innovative Förderungen/Förderstellen bei denen die Innovation und Kreativität der Einreichungen ein besonderes Augenmerk bei (Förder)Jury-Entscheidungen einnehmen.

  18. Wir haben in Deutschland auch eine Startup-Szene. Mir fehlt jetzt irgendwie der Teil, wo Du jetzt auf Wiener Besondersheiten eingehst.

  19. @Martin

    Innovationen sind nur dann wirkliche Erfolge, wenn sie den Nutzern einen Mehrwert bringen.

    Und diesen Mehrwert kannst Du auch messen – nämlich im wirtschaftlichen Erfolg der Innovatoren.

    Nur weil es in Wien eine Vielzahl von Neugründungen gibt, heisst es noch lange nicht, dass Wien dadurch innovativer ist als z.B. Buxdehude.

    Die Tatsache, dass es in Deutschland mittlerweile Start-Ups gibt, die weit über 500 MA beschäftigen, zeigt doch deutlich, dass diese Unternehmen mit ihren Innovationen auch den Nutzern einen Mehrwert bringen, welcher sich für die Unternehmen in wirtschaftlichen Erfolg umwandeln läßt.

    Eine bunte Seite mit einem total tollen Dienst mag zwar toll sein, aber ob es eine Innovation ist, zeigt erst die Überlebensfähigkeit am Markt.
    Und genau dort trennt sich die Spreu vom Weizen.

    Wir brauchen uns in Deutschland, was Technologien, Fachleute und Innovationen angeht wahrlich nicht verstecken.

    Nicht umsonst ist Deutschland Heimat der Top-Technologie-Unternehmen weltweit…

    Nicht jeder ist so ein Freak (im positiven Sinne) wie Du, Martin!

    Die meißten Menschen wollen einen echten Benefit. Die wenigesten können sich über fragwürdige Eintagsfliegen mit bunten Seiten begeistern….

  20. Die Leut von meep sind zwar nicht alle in Wien, aber es ist für’s erste der Fokus.

  21. Erst gestern ging der Relaunch eines – Wiener – Startups online – http://www.prooms.com

    Wien hats in sich ;)

  22. Wir sind zwar auch ein Startup aus dem Großraum Wien, aber dennoch kann ich diese positive Einschätzung von Wien als Silicon Valley der DACH Region NICHT teilen.

    Wenn man sich die Projekte genauer anschaut, sind fast alle international erfolgreichen in irgendeiner weise von i5invest co-finanziert. Ausnahme ist hier platogo.

    Was i5invest macht ist sehr gut, keine Frage. Aber für eine richtige “Startup Szene” fehlt noch einiges. Da brauchen wir sowohl mehr Startups selbst, als auch mehr Investoren, Vordenker und Business Developer.

    Aus meiner Sicht ist heute Berlin das Silicon Valley der DACH Region.

  23. Innovationen sind nur dann wirkliche Erfolge, wenn sie den Nutzern einen Mehrwert bringen

  24. Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt warum das Silicon Valley nicht San Francisco ist?
    Vor ein paar Jahrzehnten wurde dort wo heute die Wiege der Start up Kultur gefeiert wird noch Obst angebaut.
    Es gab und gibt dort genug Freiraum für kreative Ideen.
    Wo ist dieser Freiraum in Wien?
    Es lohnt sich ein Blick ins DREAMICON VALLEY. Freiraum für eure kühnsten Start up Träume.

  25. Toller Bericht über die Gründerszene in Wien!

    Aber auch die zweite österreichische Donaumetropole Linz beheimatet eine gut vernetzte, auf Internationalität ausgerichtete Gründerszene – Projekte wie runtastic, devstrom, isiQuiri, … haben es in sich. Leider fehlen noch internationale Investoren und VC!

    Ein genauer Blick auf das in Linz Entstehende ist auf jeden Fall eine Anektdote bzw. ein Bericht wert.

    lg aus Linz

  26. Ich darf an dieser Stelle auch auf INiTS aufmerksam machen. INiTS ist ein Business Inkubator für innovative Early Stage Start-ups mit Sitz in Wien. Generell muss man sagen dass sich seit 2002 einiges in der Start-up Szene getzan hat und viele Gelder aus öffentlichen Mitteln jungen Unternehmern zugute gekommen sind. Das gilt nicht nur für Wien sondern für ganz Österreich. In fast jedem Bundesland gibt es Inkubatoren aus dem AplusB Programm (www.aplusb.at) die die Start-up Szene in Ö nachhaltig beleben.

  27. Super Bericht über die österreichische Gründerszene. Finde es sehr gut, dass auch gezeigt wird, dass in Österreich sehr gute Start-Up Projekte entstehen. Nicht zuletzt war eine Veranstaltung “Startup Vienna” eine sehr gute Möglichkeit, neue Personen für seine eigene Idee zu motivieren.
    Nichts desto trotz ist der Werdegang eines Gründers in Österreich nicht immer als einfach zu bezeichnen. Bürokratische Hürden, 35.000€ Stammeinlage bei der GmbH Gründung auch für Jungunternehmer und meist eine große Vorsicht von Banken, Investoren uvm. ist gegeben.

    Freue mich sehr über diesen Artikel und würde es begrüssen die Start-Up Szene weiter in den Augen zu behalten!

    Beste Grüße aus Linz

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  1. [...] letzten Jahren eine sehr lebhafte und umtriebige Startup-Szene entwickelt”, diagnostizierte netzwertig.com bereits vor zwei Jahren. Und das war deutlich vor Garmz, Soup (Version 2), Qriously oder [...]

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