mufin player verlässt Beta:
Musikstartup setzt auf
Freemium-Modell

mufin, die “Musikentdeckungsmaschine” aus Berlin, veröffentlicht die finale Version ihres kostenlosen Desktop-Tools mufin player mit neuen Funktionen. Außerdem bietet man ab sofort eine kostenpflichtige Pro-Version.

mufin
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Freemium ist dabei, sich für einen Großteil der Webanbieter als bevorzugtes Geschäftsmodell durchzusetzen. Neu dabei im Club der kostenlosen Dienste mit Premium-Komponente ist mufin, die Berliner “Musikentdeckungsmaschine“, über die wir bisher viel Positives zu berichten hatten.

Nach knapp einem halben Jahr entlässt das Startup heute seine Desktop-Software mufin player aus dem Beta-Stadium und spendiert der Anwendung nicht nur diverse neue Funktionen, sondern stellt ihr auch eine Premium-Variante zur Seite.

Der mufin player ist ein vollwertiger, direkt an die mufin-Website angeschlossener Musikplayer für den Windows-Desktop, der es ermöglicht, die eigene Musiksammlung nach Klangmerkmalen zu sortieren. Zum Einsatz kommt dafür eine zusammen mit dem Fraunhofer Institut entwickelte Technologie, um anhand von klanglichen Charaktermerkmalen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Songs zu erkennen.

Mit der heute veröffentlichten Version 1.0 erhält der mufin player eine gehörige Portion sozialer Funktionen, um das eigene Hörerlebnis mit anderen zu teilen. Neben einer Last.fm-Unterstützung lassen sich mit der Software abgespielte Titel nun über Twitter und Facebook veröffentlichen. Sofern im mufin-Archiv enthalten, können Kontakte und Follower den jeweiligen Titel direkt über Twitter bzw. Facebook anhören.

Eine weitere Neuerung ist die Fähigkeit des integrierten Browsers, darauf hinzuweisen, wenn eine besuchte Website Musikdownloads enthält. Heruntergeladene Titel werden automatisch in die eigene Musiksammlung übernommen.

Wer noch mehr von der mufin-Technologie profitieren möchte, kann den mufin player pro erwerben. Hauptunterschied zur Gratis-Version ist neben einigen kleineren Optionen zur bequemeren Verwaltung der eigenen Musiksammlung das so genannte “interaktive 3D-Klanguniversum”. Dabei werden sämtliche Songs auf der Festplatte anhand ihrer klanglichen Eigenschaften visualisiert. Je näher Titel in der frei navigierbaren Darstellung beieinander liegen, desto ähnlicher klingen sie. Für die Anordnung können Klangparameter wie Stimmung, Tempo oder Gesang gewählt werden.

Die pro-Version des mufin player
Die pro-Version des mufin player

Mit einmalig 19,99 Euro hat das mufin-Team einen recht angemessenen Preis gewählt, der Premium-Nutzern nicht nur zusätzliche Möglichkeiten zur Erforschung ihres digitalen Musikarchivs eröffnet, sondern ihnen auch das gute Gefühl gibt, ein innovatives Startup zu unterstützen.

Beim Einsatz des Freemium-Modells den richtigen Preis für das kostenpflichtige Angebot zu finden, kann einiges an Experimentieren erfordern. Es ist nicht auszuschließen, dass ein niedrigerer Preis (z.b. 9,99 Euro) am Ende zu höheren Erlösen führen würde, weil das Unterschreiten einer psychologisch wichtigen Preisgrenze überproportional viele User zum Portemonnaie greifen lässt. Gerade bei iPhone-Applikationen lassen sich da interessante Zusammenhänge erkennen.

Der mufin player kann ab sofort in der kostenlosen und kostenpflichtigen Version von mufin.com heruntergeladen werden.

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4 Kommentare

  1. Sabine
    schrieb am 27. August 2009 um 16:07 Uhr (#)

    Klingt wirklich interessant. Wenn Fraunhofer dahintersteckt, bin ich besonders neugierig, der Player wird sofort ausprobiert.

  2. music lover
    schrieb am 31. August 2009 um 14:03 Uhr (#)

    Nun ja,

    der Mufin-Player ist ganz nett (playlists bauen nach
    Audioanalyse) – wenn auch z.b. last.fm oder iTunes mit “Genius” wesentlich mehr bieten (playlists bauen nach Social-Kriterien funktioniert einfach besser in der Praxis).

    Aber das ganze als “Startup” zu bezeichnen ist doch sehr gewagt:
    Es handelt sich um Firma Magix, ein börsennotiertes
    Unternehmen mit fast 20-jähriger Geschichte :)

  3. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 31. August 2009 um 14:14 Uhr (#)

    Definitionsfrage. mufin fungiert als rechtlich eigenständiges Unternehmen, mufin GmbH, insofern denke ich schon, dass man das als Startup bezeichnen kann.

  4. Petar
    schrieb am 1. September 2009 um 11:06 Uhr (#)

    @music lover: Also das ist sicherlich Geschmacksfrage, jedes Empfehlungssystem hat seine Vor- und Nachteile. Das Feedback was wir von unseren Nutzer (und der Presse) speziell hinsichtlich der Playlisten bekommen ist aber sehr, sehr positiv. Ein Nachteil von Genius ist bspw das es nicht für jeden Song ein entsprechende Playliste liefern kann…

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