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Internetsperren, Firefox, Rivva, iPhone
Internetsperren
Aufruhr am Wochenende in der Blogosphäre. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hatte in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt die von Kritikern von Anfang an befürchtete Ausweitung der noch nicht umgesetzten Internetsperren angedeutet:
Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großartige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann. Wo die Würde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte für den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt.
Nach einem Sturm der Entrüstung in der Blogosphäre folgte am Sonntag eine Stellungnahme aus dem Bundesfamilienministerium, veröffentlicht auf WELT Online:
Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat klargestellt, dass sie über den Kampf gegen Kinderpornografie hinaus keine weiteren Sperren von Internetseiten befürwortet. „Der Bundesfamilienministerin geht es bei der aktuellen Sperrung von Internetseiten alleine um den Kampf gegen eine ungehinderte Verbreitung von Kinderpornografie gemäß § 184b StGB“, stellte ein Sprecher des Ministeriums am Sonntag klar.
» Internet : Von der Leyen stellt klar – keine weiteren Sperren – WELT ONLINE
Rechtsanwalt Udo Vetter hat einen sehr guten Text zum Thema Internet und dem aufkeimenden Kontrollwahn einiger Politiker geschrieben:
Mobben, beleidigen, betrügen. All das kann man im Internet tun. Genau so, wie man es im wirklichen Leben tun kann, zum Beispiel Angesicht zu Angesicht, per Brief, Fax oder Telefon. Aber egal, wie man es macht – es ist strafbar und wird verfolgt. Auch im Internet.
» law blog» Die Meinungsfreiheit als Sondermüll
Interview mit Mozilla-Entwickler
Der Standard hat den Mozilla-Entwickler Christopher Blizzard interviewt.
Bei uns gibt es diesen Satz, der sagt: “Innovation wandert von Browser zu Browser”, insofern findet man bei uns Sachen, die Safari zuerst gemacht hat, beim Internet Explorer Sachen, die wir vorher hatten, und so weiter. Wir übernehmen also immer dort Features, wo es wirklich Sinn macht.
» “Innovation wandert von Browser zu Browser” – derStandard.at/Web
Rivva
Nette Neuerung beim Memetracker Rivva, um Reaktionen auf das eigene Blog oder andere Webpublikationen zu überwachen:
Backlinks + Backtweets einmal nach Domains aggregiert. [..] Schema: http://rivva.de/http://meine.domain.de
Alle Zitatstellen sind hervorgehoben + direkt verlinkt. Auch als Atom-Feed abonnierbar.
Bit.ly
Der URL-Shortener Bit.ly plant einen Real-Time-Nachrichtendienst auf Basis der ausgewerteten Klicks auf die URLs. Epicenter hat mit dem General Manager von Bit.ly Andrew Cohen gesprochen. Man will für Zugang zu diesen Daten Geld verlangen.
Bit.ly ist zur Zeit der Default-URL-Kürzer bei Twitter. Es kommen immer wieder Gerüchte auf, Twitter könne Bit.ly übernehmen.
» Twitter URL Service Bit.ly Says No to Ads, Yes to Data-Mining News | Epicenter | Wired.com
Apple
Anil Dash in einem lesenswerten Artikel über die Opfer, die Apples Geheimniskrämerei mittlerweile fordert.
» Apple: Secrecy Does Not Scale – Anil Dash
Musikdienst Semsix
Carsten Drees über Semsix, einen neuen Musikdienst aus Deutschland:
Die Quellen dieser Songs sind in diesem Falle YouTube, MyVideo und vimeo, darüber hinaus greift man auf die Datenbanken von MusicBrainz und Discogs zu. Semsix startet direkt im Browser, man lädt also kein Tool, keinen Player oder sonst irgendwas herunter sondern kann direkt im Interface loslegen:
» zweipunktnull » SEMSIX: Noch mehr Musik in der Cloud
Musikverkäufe
Die New York Times hat die zeitlichen Verläufe der Verkaufsvolumina von Vinyl über MC bis CD und Downloads visualisiert. Die CD hatte ihren Höhepunkt 1999. Was da wohl passiert ist?
» The New York Times > Opinion > Image > Music Sales
iPhone
FreeAppAlert informiert über iPhone-Apps, welche von kostenpflichtig zu kostenlos gewechselt haben. Man kann via Email, Twitter oder RSS auf dem Laufenden bleiben.
» FreeAppAlert: Get Paid iPhone Apps For Free
Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen Entwicklungen. Hinweise auf Texte gern an tipps.netzwertig at blogwerk.com










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Das Internet scheint ein immer größer werdendes social network zu sein. so eine Sperre wird diesen natürlichen Prozess maßgeblich behindern. Interessante Diskussionen hierfür gibt es auf http://www.tamundo.de.
Wo Mozilla recht hat, hat Mozilla recht. Denn es wär unnütz einen Browser auf komplett eigener Idee zu entwicklen, denn was die Nutzer brauchen das brauchen sie auch. Man kann ihnen immer nur etwas neues bieten aber darf dabei nie die alten Featutes verlieren.
Jap kann mich dem nur anschließen, warum sollte man auch Sachen nicht nehmen oder weglassen, die die User lieben?