Opera Unite:
Jeder Rechner ein Server

Mit Opera Unite kann man den eigenen Browser zum Webserver machen.

Der Browser-Hersteller Opera hat heute ein neues Feature seines gleichnamigen Browsers vorgestellt, das potentiell das Internet verändern kann.

Opera Unite erweitert Opera in der kommenden Version 10 um einen Webserver. Statt wie sonst üblich auf Webanwendungen auf Servern zuzugreifen, können Browser mit Unite direkt mit anderen Browsern kommunizieren. Im Prinzip eine Weiterentwicklung von P2P vom reinen Filesharing mit speziellen Clients hin in Richtung Browser und allgemeiner Webeinsatz.

Einsatzmöglichkeiten von Opera Unite sind zum Beispiel:

  • Filesharing
  • Webserver
  • Mediaplayer
  • etc.

Mit Opera Unite wird es ein Kinderspiel, sogenannte Darknets einzurichten. Die Dienste können öffentlich oder mit beschränktem Zugang ausgestattet werden.

Völlig losgelöst ist Unite dabei nicht: Opera Unite funktioniert über einen Proxy, bei dem sich der Browser anmeldet und seine Unite-Anwendungen bereitstellt. Die Verbindung wird also über die Opera-Server hergestellt. Entwickler können eigene Dienste für Opera Unite schreiben, aber:

Opera behält sich aber eine Überprüfung der bereitgestellten Dienste und Anwendungen vor, um eine grundlegende Fehlerfreiheit zu gewährleisten – man übernehme aber keine Garantie für die Inhalte der von Dritten bereitgestellten Unite-Anwendungen oder für deren Funktionen.

Laut Gizmodo findet man bereits eine Menge öffentlich zugängliche Musikstreams über Unite. Opera Unite könnte also ohne weiteres der nächste Urheberrechts-GAU werden.

Weitere Links zum Thema:

» heise online – Opera Unite: Der Browser wird zum Server

» Gizmodo – Opera Unite: Your Browser Is Now an All-Purpose Server – Opera Unite

» TechCrunch: That Reinvention Of The Web Thing Opera Was Talking About? It’s Called Opera Unite

» Opera Unite frequently asked questions

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6 Kommentare

  1. cek it out
    schrieb am 16. Juni 2009 um 22:28 Uhr (#)

    ph ja, klingt interessant. aber dass es über opera läuft, gefällt mir nicht. passt auch gar nicht zu der propagierten philosophie.

  2. hathead
    schrieb am 16. Juni 2009 um 22:36 Uhr (#)

    Gau heißt, doch größter anzunehmender Unfall… Ich unterstelle da eher Absicht ;-)

  3. Ulf
    schrieb am 17. Juni 2009 um 09:47 Uhr (#)

    Die Verbindung über die Opera-Server hat ihren Grund: User, die hinter einer Firewall sitzen, könnten den Dienst sonst überhaupt nicht nutzen. Des Weiteren kann Traffic mittels UPnP durchaus direkt ablaufen. http://unite.opera.com/support/#tech_location

  4. Tamara Bettoni
    schrieb am 17. Juni 2009 um 14:18 Uhr (#)

    Also Opera bleibt nichts anders übrig als neue Wege zu gehen. Ich hätte eher gedacht sie entwickeln mehr in richtung Mobile Phones..

  5. sphere
    schrieb am 17. Juni 2009 um 20:38 Uhr (#)

    @Tamara: Naja, das ist es ja auch, womit Opera Geld verdient – Lizenzen für Mobilbrowser. Der Desktop-Opera ist mehr ein Technology Showcase.

  6. FERNmann
    schrieb am 21. Juni 2009 um 12:43 Uhr (#)

    Also mir hätte eine eigenständige Hintergrund-Applikation besser gefallen, quasi ein Web- und Fileserver für Einsteiger. Operas Stärke war, alles fürs Surfen, Mailen und Chatten in einem Programm zu vereinen, aber man kann auch übertreiben.

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