Und aus:
Schade um die netten Leser
Doch mit etwas Aufmerksamkeit wird die Einstellung von medienlese.com bedacht – sogar Zeitungen berichten. Denen wir übrigens nie etwas Böses wollten.
Noch viel mehr freut es mich, dass sich schon 50 Leser von „6 vor 9“ gefunden haben, die nicht auf Ronnies morgendliche Presse- und Blogschau verzichten wollen und dabei sind, Geld zu sammeln. Sie haben schon mehr als die Hälfte der Summe zusammen, finden sich noch ein paar mehr, geht‘s weiter bis Ende Oktober.
Nur einem Eindruck möchte ich dann doch entschieden entgegentreten: Ich habe mich nie als Antagonist der Zeitungen verstanden. Wie auch? Ich lese Zeitungen, ich lese Zeitungsinhalte im Internet, nicht zuletzt schreibe ich manchmal für Zeitungen. Erst am Sonntag habe ich am Kiosk wieder fast 15 Euro für Printprodukte gelassen.
Selbst wenn einer unserer Autoren mitunter rhetorisch ordentlich eingeschenkt hat: Es ging uns doch nicht darum, den Zeitungen hämisch zu begegnen und ihr Ende herbeizusehnen. Vielmehr haben wir auf den Medienwandel geschaut und ihn mit einer gewissen Dringlichkeit beschrieben. Weil wir zum Beispiel wissen, was für eine wichtige Rolle Zeitungen in einer Demokratie spielen.
Man mag es nun für einen Treppenwitz halten, dass wir, die wir vom Medienwandel und vom Internet so viel geschrieben haben, auch kein tragfähiges Geschäftsmodell gefunden haben. Wobei wir Autoren uns herausgehalten haben aus Verlagsgeschäften, nicht nach Werbekunden und zusätzlichen Klicks geschielt haben. Stattdessen haben wir einfach geschrieben und ausprobiert.
Dass nun ein Prestigeobjekt ohne große Chancen auf Vermarktung in einer Wirtschaftskrise eingestellt wird – bedauerlich, aber sicher kein Desaster.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.













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Naja, welche Rolle spielen Zeitungen denn in einer Demokratie? Missinformationen und Zurückhalten von Informationen, um eine politische Richtung zu forcieren.
Seit es Blogs gibt, lese ich keine Zeitungen mehr. Ich möchte wissen aus welchem Kulturkreis Intensivtäter kommen. Ich möchte auch nicht dauernd hören wie toll Barrack Obama ist. Mich interessiert auch wie viel Lösegeld für dumme Touristen gezahlt wurde (von meinen Steuern) und ich möchte auch mal lesen, wenn die Gewalt von linken Kriminellen zunimmt. In deutschen Zeitungen wird man viel zu einseitig und nur halb informiert, in so fern finde ich es schade, wenn wieder ein Blog stirbt
@Werner Blank: Wenn es für diese Themen so viele Leser gibt, würde ich doch glatt eine Zeitung machen, in der das alles drinsteht. Die müsste ja laufen wie geschnitten Brot.
Na, das kommt jetzt aber reichlich spät. Vieles war interessant hier. Aber zu bestreiten, dass vieles (Jarchow!) ein reiner Hohn über Medien, Entlassungen bei Medien, Vorhersagen von Entlassungswellen war – das geht nicht. Und sowas, ehrlich gestanden, hats in anderen Branchen auch nie gegeben. Hat Microsoft die Schreibmaschinenherstellen verhöhnt? Dell die Papierindustrie? Das zeugte immer schon von Null-Selbstbewußtsein und war schade und hat Euch viele viele Leser gekostet. Das niemand das sieht: der erfolgreiche Medienblog wäre einer, der die eine Welt nicht gegen die andere ausspielt.
Das interessiert mich jetzt.. Halbwissen und Krawallsucht? Du meinst damit doch nicht etwas uns..? Noch dazu ohne Verlinkung.
Übrigens: Ich mag Halbwissen. Journalisten sind Halbwissende per Definition.
@Dose
Mit Halbwissen kannst du nicht gemeint sein. Du hast einen Artikel kritisiert, den du nicht gelesen hast. Das ist Nullwissen.
@ David: Quatsch – das ist ‘Allwissen’.
;-)
Jetzt hast du mich gezwungen, deinen Gähn-Artikel doch noch zu lesen. Und für was? Nur um zu sehen, dass wir mit unserer Vorhersage doch genau ins Schwarze getroffen haben?
Ich fasse daher, speziell für dich David Bauer, Redaktor im Ressort mir-doch-egal der SOZ zusammen:
Nullwissen + richtige Vorhersage = Prophezeihung
Also entweder sind wir seit Jesus die ersten wahren Propheten, oder den Rest kannst du dir selber denken.
Tipp: Benutze dazu Wörter wie: Berechenbarkeit, Berechenbarkeit, Berechenbarkeit, Berechenbarkeit und Berechenbarkeit.
Die Jesus-Theorie gefällt mir. Gerademal 12 Follower und ein Leichtgewicht, das sogar über Wasser gehen kann.
(Gelöscht, siehe #153, Peter Hogenkamp.)
…ehe hier das Licht ausgeht..
(Rest gelöscht, langsam nervt die Dauerwerbesendung, siehe #153.)
Turi 2 – oder wie man mit dem Holzhammer wirbt.
Na, wie Turi hier und in anderen Posts Werbung macht, da scheinen sie ja eine hohe Meinung von der Medienlese und ihren Lesern zu haben… :-)
Klaus, nochmal, mail uns an!
Nö.
[Edit: Verschwörungstheorien bitte ins eigene Blog und nicht hier in die Kommentare, Danke!]
[Edit: Gelöscht.]
Also, kurz Stellung dazu bezogen. Ehemaliger Mitarbeiter von Medienlese ist in meinem Fall ziemlich übertrieben, ich habe im Sommer an einem kleinen Special zu den Olympischen Spielen mitgearbeitet. In der Medienbranche ergibt es sich, dass man im Laufe der Zeit für verschiedene Medien schreibt, und genauso kommt es vor, dass man ab und an über andere Medien schreibt. Solche “Kollisionen” kann es also geben – es ist am Journalisten, damit angemessen umzugehen. Wer mir Befangenheit vorwerfen möchte, soll doch bitte inhaltlich argumentieren und nicht rein administrativ.
@David Bauer
Gerade in solchen Fällen ist das Administrative ein Indikator für das Inhaltliche – und damit meines Erachtens durchaus angebracht.
Und die Frage nach Mitarbeiterschaft ist nicht so sehr eine Frage des wie lange oder der Prozente – sondern des Ob. Schafft es doch eine Bindung, die im Nachhinein zumindest eine grosses Mass an Selbstdisziplin und Selbstkritik erfordert um noch von sowas wie Neutralität sprechen zu können. Wenn man jemanden persönlich begegnet über eine Zeitraum – dann schreibt man über ihn/Sie/Es auch anders. Das ist keine Frage die man anschliessend verschnupft und/oder beleidigt abweisen kann.
Ich hab mir jetzt doch den Artikel in der Sonntagszeitung angesehen – und für mich ist das Fehlen von kritischem Nachfragen durchaus auffällig. In der Art hätte es von Medienlese auch direkt kommen können.
[edit: dann zensiere ich mich halt selber, ätsch]
Ich verwahre mich ausdrücklich hier gegen den Vorwurf der Verschwörungstheorie. Wenn einem ein Kommentar nicht passt, dafür gibt es Hausrecht. Das ist schliesslich gutes Recht der Betreiber. Aber es ist alles andere als eine Mässigung, den Kommentaren einen Ettikett anzuhängen, dass in keinster Weise dem gelöschten Kommentar gerecht wird.
Ich habe aus Überzeugung gespendet (so quasi als Abogebühr).
Und jetzt bin ich überzeugt: Ich hätte die Kohle besser verbrannt. So viel gehässiges Bashing und Löschen von Kritikern verdient keinen einzigen Cent.
Ärgere mich gerade grauenhaft … na ja, man bezahlt immer mal im Leben Lehrgeld …