Alles muss raus:
eBay schickt Skype 2010 an die Börse

Nach StumpleUpon wird auch Skype wieder ein eigenständiges Unternehmen werden. eBay plant für den Chat- und VoIP-Dienst einen Gang an die Börse für 2010.

Die lang kursierenden Gerüchte haben sich heute bestätigt: Nach StumbleUpon wird sich eBay auch von Skype trennen. Die offizielle Bekanntgabe findet man hier. Skype wird ebenfalls wie StumbleUpon ein eigenständiges Unternehmen. Im Gegensatz zu StumbleUpon, welches (zurück) in die Hände von Investoren und der wieder investierenden ursprünglichen Gründer geht, wird Skype an die Börse gehen. eBay hat den Börsengang für 2010 bekanntgegeben.

Bereits nach der Bekanntgabe, StumpleUpon wieder auf eigene Füsse zu stellen, hatten wir uns über die Beweggründe von eBay gewundert und uns gefragt, ob eBay gerade seine Zukunft verkauft.

Dass eBay Skype an die Börse schickt, dürfte darauf hindeuten, dass die Angebote, die man für Skype erhalten hat, unter den eigenen Erwartungen zurück blieben. Das schließt dann auch das Angebot des ehemaligen Skype-Gründers für den Rückkauf von Skype mit ein.

Ob das Vorgehen, mit Skype an die Börse zu gehen, klug ist, wird sich zeigen müssen.

Warum eBay sich ausgerechnet jetzt von den Startups löst, bleibt unklar. Mir scheint, der aktuelle eBay-Chef Donahoe will eine Strategie fahren, die sich auf eBays Kerngeschäft konzentriert, und das weltweit. Erst vor zwei Tagen wurde bekannt, dass eBay für 413 Millionen Dollar sich 32,5 Prozent an Gmarket Inc gesichert hat, einem eBay-Konkurrenten auf dem koreanischen Markt.

Für weitere Gedanken zu eBays Vorgehen siehe auch Martins Artikel zum Thema.

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1 Kommentar

  1. ben
    schrieb am 16. April 2009 um 10:35 Uhr (#)

    Ich glaub eBay möchte sich eher gegen zukünftige Verluste absichern und wenn sie Skype jetzt an die Börse bringen verdienen sie mehr, dazu können sie sich ja als Aktionäre beteiligen und jederzeit aussteigen.

    Denn was hat Skype für ne Zukunft? Das einzige was mir spontan einfällt, sind Gebühren für Fest und Mobilnetz Verbindungen.

    Aber in den nächsten Jahren kommen die mobilen Datenflatrates und dann ist die Change gross das sich die ganzen SIP-Provider ihre Netze öffnen. Denn die meisten Provider erlauben Voip Verbindungen nur innerhalb ihres Netzes!! plus natürlich kostenpflichtig aufs Fest und Mobilnetz.

    Würden die ganzen künstlichen Barrieren der Provider nicht bestehen könnte ich einfach ne voip-adresse (gleiches format wie email) in meinen client eingeben und mich mit jedem anderen Voip User verbinden, und mit ENUM existiert sogar ein Domain-Telefonnummern-Mapping. Somit währ ich dann auf der ganzen Welt über eine Nummer erreichbar.

    Ein SIP-Server zu beitreiben ist warscheinlich nicht etwas womit man viel Geld macht, eher ein Bestandteil des Angebots eines Internetproviders oder EMail-Anbieters.

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