Cloud Computing:
Die Google App Engine unterstützt jetzt Java

Markus Spath, 8. April 2009 20:12 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die Google App Engine kommt dem eindringlichsten Wunsch vieler Entwickler nach und unterstützt neben Python nun auch Java.

Seit Google vor etwa einem Jahr die Entwicklungsplattform Google App Engine veröffentlicht hat, haben 150.000 Entwickler etwa 50.000 Anwendungen dafür geschrieben. Die Popularität der Plattform, auf der Webanwendungen von Google gehostet betrieben werden können, erklärt sich einerseits durch die nahezu beliebige Skalierbarkeit der Rechenleistung, vor allem aber durch die Kosten: Für die allermeisten Anwendungen ist die Nutzung kostenlos.

Im Vergleich zu Amazons Angebot im Bereich Cloud Computing hat die App Engine zwar noch einige andere Grenzen – Daten müssen etwa in Googles Datastore gespeichert werden, aber die größte Einschränkung dürfte die Beschränkung auf die Programmiersprache Python gewesen sein.

Google App Engine und Java
Google App Engine und Java

Auf der “Google Campfire”-Veranstaltung hat Google gestern bekannt gegeben, dass nun auch Java unterstützt wird.

Python hat zwar viele Fans und ist besonders bei Universitäten und im wissenschaftlichen Bereich sehr beliebt, doch Java ist derzeit wohl die verbreitetste Programmiersprache. Und vor allem: Es gibt – vor allem im Bereich Geschäftsanwendungen – Unmengen von Java Code, der nur darauf wartet, auf die Google App Engine portiert zu werden.

Der Aufwand dafür dürfte sich in Grenzen halten. Zwar muss auch hier der Persistenzmechanismus und das User Management an die APIs der App Engine angepasst werden, doch Google offeriert ein sinnvolles Mapping mit den bestehenden Java-APIs. Googles Datastore kann etwa via Java Data Objects (JDO) oder über die Java Persistence API (JPA) angesprochen werden.

Ein Nebeneffekt ist, dass über Java das Hintertürchen für eine Palette an anderen Programmiersprachen wie Groovy, Scala oder JRuby geöffnet wird, die alle in der Java Virtual Machine laufen können.

Eine Einführung in die technischen Details und ein Tutorial für die erste Anwendung gibt es hier.

Derzeit gibt es nur 10.000 Plätze, bei Interesse kann man sich hier anmelden.

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1 Kommentar

  1. RH
    schrieb am 21. April 2009 um 01:08 Uhr (#)

    Ich bin begeistert! Danke für den Tipp. Ich frage mich nur, ab wann Google dafür Kohle sehen will. Aktuell sind die der billigste Webhoster, da kostenlos.

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