Frisch kopiert:
studiVZ startet öffentliche Profile à la Facebook

Die studiVZ-Gruppe lässt sich einmal mehr von Facebook “inspirieren” und startet mit Edelprofilen eine Möglichkeit für Unternehmen und Organisationen, öffentliche Profile bei studiVZ und meinVZ anzulegen.

studivz
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Ende 2007 führte Facebook einen neuen Typ von Profilseiten an, der sich direkt an Unternehmen, Organisationen sowie bekannte Persönlichkeiten richtete: Pages. Anfang März diesen Jahres wurde das Pages-Konzept von Facebook gründlich überarbeitet und läuft seitdem unter dem passenderen Namen “Public Profiles”.

Es hat fast anderthalb Jahre gedauert, aber nun zieht die studiVZ-Gruppe nach und bestätigt mit der neuen Funktion “Edelprofile”, dass sie das Kopieren von Facebook-Funktionen nicht verlernt hat. Edelprofile sind keine Premiumversion herkömmlicher Nutzerprofile, sondern das studiVZ-Pendant zu Facebooks Public Profiles. mehrblog.net macht auf das neue Feature aufmerksam.

Inhalte auf Edelprofilen können flexibel gestaltet und angeordnet werden. Jedes Profil hat eine Gruppe und eine Pinnwand. Anders als bei Userprofilen kann man Edelprofile nicht als Freunde hinzufügen, sondern die Option “Finde ich gut” auswählen – diese entspricht der “Fan werden”-Funktion bei Facebook. Teile der Edelprofile, die vorerst nur für studiVZ und meinVZ verfügbar zu sein scheinen, sind außerdem auch für Anwender ohne Mitgliedschaft in den beiden Social Networks möglich.

Die Edelprofile von studiVZ sind damit fast identisch mit Facebooks Public Profiles. Wer auf einem Edelprofil die Option “Finde ich gut” wählt, zeigt anschließend diese Präferenz in einer entsprechenden Box auf seinem Profil. Während des “Finde ich gut”-Prozesses erfahren Nutzer auch, dass sie fortan immer mitbekommen, wenn es auf dem Edeprofil etwas Neues gibt. Wie dies ablaufen soll, wird aber nicht deutlich, denn ein wichtiges Element der Facebook-Variante fehlt bei studiVZ nach wie vor: der Newsfeed, der Updates der eigenen Kontakte und bevorzugten Profile zentral aggregiert.

Die Edelprofile von studiVZ und meinVZ findet ihr hier. Ab wann jeder ein solches Edelprofil erstellen können, wie der Einrichtungsprozess aussehen und ob die Erstellung kostenpflichtig sein wird, ist derzeit unklar. Wir haben mit studiVZ Kontakt aufgenommen und aktualisieren den Beitrag, wenn wir mehr wissen.

Update: Ein Kommentator verweist darauf, von studiVZ-Vermarkter iq media marketing erfahren zu haben, dass für Edelprofile eine monatliche Pauschale von rund 3000 Euro geplant ist. Es wäre nicht verwunderlich, wenn das noch immer in den roten Zahlen befindliche studiVZ versuchen würde, mit Edelprofilen eine weitere Erlösquelle aufzutun. Facebooks Public Profiles sind hingegen kostenlos.

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13 Kommentare

  1. webby
    schrieb am 4. April 2009 um 16:31 Uhr (#)

    Hab mir mal den Kommentar in diesem absolut qualitativ peinlichem Video von studivz angeschaut, ist ja ober unsympatisch was dieser typ da ablässt. Die können ja nicht mal einigermaßen erklären, was sie da von FB kopieren. So hat man wenigestens mal einblick in diesen Saftverein.

  2. Timon
    schrieb am 4. April 2009 um 16:39 Uhr (#)

    Ich hab mich mal bei ihrem Werbevermarkter iq erkundigt und die sagen, dass ein Edelprofil wahrscheinlich ca. 3000€ Monatlich kosten wird. Dazu kommen noch sachen wie das das Profil auf der Startseite gefeatured wird.

  3. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 4. April 2009 um 16:47 Uhr (#)

    Timon, danke für den Hinweis! Sehr interessant.

  4. bulldrinker
    schrieb am 4. April 2009 um 16:48 Uhr (#)

    3000 € für ein Profil in einem Netzwerk? Und wer würde das ernsthaft bezahlen?

  5. Anton
    schrieb am 4. April 2009 um 18:23 Uhr (#)

    @bulltrinker

    .. na niemand, es ist ja nicht nur, dass auch wenn jemand sowas bucht, erst mal unter den millionen Profilen gefunden werden muss.

    Was kostet das denn bei Facebook und buchen das dort Unternehmen?

  6. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 4. April 2009 um 18:43 Uhr (#)

    @ Anton
    Nichts. Gratis.

  7. Timon
    schrieb am 4. April 2009 um 21:37 Uhr (#)

    @bulltrinker: Die gleichen Firmen, die jetzt auch 30.000€ Pro Monat für ein Gruppe bezahlen.

    @Anton: Gefunden wird sowas über Begleitende Werbemaßnamen (genau wie bei den Gruppen): Links auf der Startseite für einen Tage kosten 7.500 € und bringen ca. 70.000 Nutzer in eine Gruppe, das kann auch bei Profilen funktionieren.

  8. Martin
    schrieb am 5. April 2009 um 16:15 Uhr (#)

    naja, ob man nach so langer Zeit noch von “Kopieren” sprechen kann *grins*
    Anscheinend fällt Holtzbrinck wenig ein. Ich denke, Facebook hat Studivz längst überholt, wenn ich mir anschaue, welche Promis zB bei Facebook sind, ist studivz echt klein dagegen. Erst gestern taten wieder zwei Promis im TV freiwillig kund, dass sie sich über Facebook Nachrichten schreiben (MDR Riverboat) — würde sich jemand hinstellen, und das über studivz sagen? Ich denke nicht. Das ist das Ergebnis der gewollten PR-Skandale: Die öffentliche Wahrnehmung ist da, der totale Durchbruch wir aber nicht gelingen. Facebook ist besser.

  9. Paul
    schrieb am 5. April 2009 um 19:16 Uhr (#)

    Fieser Admin hatte vor einiger Zeit einen Dreiteiler zu den Sozialen Netzwerken geschrieben. Inhaltlich waren sie korrekt und spiegelten die unterschiedlichen Bedürfnisse der Benutzer sowie das Potenzial aller Netzwerke wieder. Allerdings waren die Formulierungen nicht wirklich professionell.

  10. icke
    schrieb am 6. April 2009 um 00:23 Uhr (#)

    @8. martin “Ich denke, Facebook hat Studivz längst überholt, wenn ich mir anschaue, welche Promis zB bei Facebook sind, ist studivz echt klein dagegen.”

    diese aussage impliziert eine falsche aussage, denn studivz lag noch nie _vor_ facebook ;)

    mit anderen worten: studivz ist und bleibt eine schlechte facebook kopie und wird nie dem original das wasser reichen können. es ist nur ne frage der zeit bis facebook studivz und co schluckt.

    was wurde eigentlich aus den (urheber)rechtlichen streitigkeiten zwischen VZ und FB…?

  11. Facebook User
    schrieb am 6. April 2009 um 17:56 Uhr (#)

    Das wirklich Ärgerliche an der ganzen Sache ist und bleibt einfach, dass studiVZ mittlerweile viel zu groß geworden ist. Das Netzwerk beinhaltet so viele Nutzer, die einfach nicht (mehr) zu Facebook wechseln werden, dass man sich über die dreisten Kopien fast schon freuen muss.

    studiVZ’s Vorgehensweise ist stümperhaft. Die Internationalisierung ist man falsch angegangen, Neuerungen oder gar Innovationen sind die absolute Ausnahme. Unternehmen oder Projekte (wie z.B. Podcasts, Blogs, usw.) haben gar keine Chance sich ordentlich zu präsentieren, während es in den USA schon Gang und Gäbe ist, sich als Fan eines solchen einzutragen und so zu einem viralen Werbeeffekt beizutragen.
    Wer-kennt-wen.de, das ja mittlerweile studiVZ in den Nutzerzahlen überholt hat, kann jedoch genauso wenig mit wirklichen Verbesserungen aufwarten.

    Traurig, traurig. Dann brauch sich aber auch keiner wundern, dass die Finanzierung nicht funktioniert, obwohl satte 3000 Euro mit Sicherheit auch kleinere kommerzielle Projekt abschrecken wird.

  12. Shredder Blog
    schrieb am 18. April 2009 um 15:34 Uhr (#)

    [...]wird es stellenweise zum EdelVZ verwandelt. Mir erschließt sich[...]

  13. Stefan Martens
    schrieb am 19. Januar 2010 um 15:50 Uhr (#)

    Inzwischen hat sich einiges geändert – Neben Edel- und Politikerprofilen, sieht es so aus, als könnten auch bald Nutzer-Profile öffentlich werden: http://bit.ly/5WnmPb

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