Untersuchung zu Web-Geschäftsmodellen:
Werbefinanziert auf Platz 1,
Freemium auf 2

Chris Anderson, Autor von The Long Tail und dem kommenden Buch Free, verweist auf seinem Blog auf eine Untersuchung der eingesetzten Geschäftsmodelle der Webware 100 Top Web Apps von 2008.

Wenig überraschend landet “Werbefinanziert” ungeschlagen auf Platz eins mit 34 Prozent der Startups, die auf Werbung setzen. Auf Platz zwei mit 12 Prozent folgt das Freemium-Modell, welches auf eine Kombination von kostenlosen Basis-Accounts und kostenpflichtigen Premium-Accounts mit mehr Funktionalität setzt. Als weitere Ansätze folgen etwas der Verkauf von virtuellen Gütern auf z.B. Facebook (acht Prozent) oder der typische E-Commerce mit dem Online-Verkauf von physischen Gütern (fünf Prozent).

Die Legende zu dieser Darstellung findet man hier.

Zum Thema passend noch ein Linktipp: der Blogger Rob Diana hat eine gute Übersicht über Ausprägungen von Geschäftsmodellen für das Monetarisieren von Webapplikationen zusammengestellt.

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4 Kommentare

  1. Andi
    schrieb am 30. März 2009 um 09:09 Uhr (#)

    Diese Grafik hilft nur in einer Hinsicht: sie bestätigt was sowieso alle schon wissen. Was aber wirklich interessant wäre zu kennen, wäre der Anteil des Umsatzes der aus den in der Grafik erfassten Geschäftsmodellen generiert wird. Zudem wäre es aufschlussreich obige Untersuchung nur mit profitablen Startups durchzuführen.

  2. Schreibt hier auf dem Blog Marcel Weiss
    schrieb am 30. März 2009 um 12:00 Uhr (#)

    Andi, das ist beides richtig. Eine Gewichtung nach Umsatz und eine Untersuchung nur profitabler Startups wäre interessant. Interessant wäre auch, die gleichen Startups ein Jahr später erneut zu betrachten und zu sehen, ob sich in der Aufteilung etwas geändert hat.

  3. Oliver Springer
    schrieb am 30. März 2009 um 15:40 Uhr (#)

    Zu sehen, worauf viele Firmen setzen, ist eine Sache. Ob sich die Hoffnungen bestätigen aber halt eine ganz andere.

    Das große Problem mit den vielen kostenlosen Diensten ist: Haben sich die Nutzer erst einmal daran gewöhnt, etwas kostenlos zu bekommen, breitet sich geradezu die Vorstellung aus, ein Anrecht darauf zu haben, das immer gratis zu bekommen.

    Aktuelle Beispiele sind da die Reaktionen auf das für die meisten Länder neue Abo-Modell von last.fm oder heftige Reaktionen auf Gerüchte, wenn seitens Facebook oder Twitter über kostenpflichtige Dienste nachgedacht wird.

    Bei der Gelegenheit möchte ich auch noch einmal kritisch anmerken, dass es so etwas wie kostenlose Dienste nicht gibt. Die Nutzer zahlen entweder mit Aufmerksamkeit (und damit auf jeden Fall einem Stück Lebenszeit), was bei gut passender Werbung nicht einmal schlecht ist. Ich mag Werbung.

    Zunehmend bezahlen die Nutzer allerdings auch mit der Aufgabe ihrer Privatsphäre. Sicher, im Web 2.0-Zeitalter brauchen wir neue Vorstellungen davon, was privat sein sollte und was man mit vielen oder jedem zu teilen bereit ist.

    Wie gläsern möchten die Menschen wirklich sein, nur um ein paar Euro im Monat zu sparen? Zahlen die User in Wahrheit nicht einen viel zu hohen Preis?

    Und schließlich, nur weil wir gerade dabei sind: Irgendwer bezahlt die Werbemaßnahmen schon, etwa die Käufer von Produkten.

  4. Schreibt hier auf dem Blog Marcel Weiss
    schrieb am 30. März 2009 um 15:56 Uhr (#)

    Niemand hat je behauptet, dass es so etwas wie kostenlose Dienste gibt. Das behaupten nur Leute, die statt des gesamten Angebotsbündels nur die kostenlose Komponente betrachten.
    Dass die Kunden bei einer sehr spürbaren Preiserhöhung auf die Barrikaden gehen, ist normal. In welchem Wirtschaftszweig ist das nicht so?

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