Zukunft der Medien in 50 Zitaten:
Journalismus ohne Zeitung
50 Zitate zur Zukunft der Zeitung und zur Krise des Journalismus: Was Journalisten, Medienmanager und Wissenschaftler in den vergangenen Monaten alles gesagt haben.
“Es wird nur ganz wenige Online-Angebote geben, die Journalismus nach den bisher gewohnten Standards auch refinanzieren können.”
“Ich denke, es wird langfristig vier bis fünf große deutsche Onlinemedien geben, die sich mit Qualität im Netz finanzieren können. Journalistische Inhalte werden einen großen Aufschwung nehmen.”
“Die Verlage sollten ihr Geld nicht nur in einzelne Internetseiten investieren, sondern auch in neue Modelle wie Glam. Die holen Inhalte von außen in das Netzwerk herein, statt sie alle selbst zu erstellen.”
“Die atomare Konsumeinheit verändert sich durch die neuen Medien, früher war es ein Album, jetzt ist es, dank iTunes, ein Song. Früher war es eine ganze Zeitung, heute ist es ein einzelner Artikel.”
“Egal ob Sie Zeitungsketten und große Verlagsimperien mögen oder nicht: Es wird ohne sie nicht gehen, denn das Geld für Investitionen muss ja irgendwo herkommen.”
“Meine Heimatzeitung wird niemand kaufen, der für sich und in seinem Sinne Meinung machen will, auch kein arabischer Scheich! Ich werde das verhindern…”
“The new journalism is solitary, poor, nasty, brutish, and short.” Der neue Journalismus ist einsam, arm, gemein, brutal und kurz.
“Journalismus im Internet ist nichts anderes als eine Dauerkonversation aller Beteiligten untereinander. Das gedruckte Medium offeriert Geschichten, die aus einem vielschichtigen Diskurs- und Produktionsprozess hervorgehen.”
“Das ängstliche Klammern an lieb gewonnene Strukturen, das den Journalismus derzeit prägt, kann angesichts der ernsten Probleme keine Antwort sein.”
“Wer als Medienunternehmen online Erfolg haben will, der muss sich den Regeln des Internets fügen, auch wenn es schmerzt.”
“You get lousy pennies on the web.” Im Internet verdient man lausige Pennies.
“Die Meldung, dass etwas passiert ist, haben die Leser einer Tageszeitung schon am Tag davor im Internet gelesen oder im TV gesehen. Der Trend geht im Print zur magazinartigen ‘täglichen Wochenzeitung’.”
“Ha-ha, your medium is dying!” Hehe, dein Medium ist am Sterben.
“Verleger müssen wie Google denken. Sie denken aber meist noch wie Yahoo, der letzte Vertreter der alten Medienunternehmen im Netz. Yahoo will die Inhalte besitzen und die Menschen dazu bewegen, auf die Yahoo-Seite zu kommen. Diesen Menschen soll dann so viel Werbung wie möglich gezeigt werden. Das ist das alte Modell. Google dagegen verteilt seine Produkte über das Internet, seine Landkarten, seine Videos und seine Werbung. Das ist das neue Modell.”
“Come here, don’t come here – macht nix. You can find Google anywhere on the web. I think that’s a great model for us.” Komm hierher, kommt nicht hierher – es macht keinen Unterschied. Man kann Google an jeder Ecke des Internets finden. Ich denke, dass das ein großartiges Modell für uns ist.
“A person who wants one day’s edition of a newspaper or is enticed by a link to an interesting article is rarely going to go through the cost and hassle of signing up for a subscription under today’s clunky payment systems. The key to attracting online revenue, I think, is to come up with an iTunes-easy method of micropayment.” – Wer eine einzige Ausgabe einer Zeitung will oder auf einen Link zu einem interessanten Artikel klickt, wird kaum die Mühsal und Kosten für eine ganze Abo-Bestellung mit den heutigen Mechanismen auf sich nehmen. Der Schlüssel zum Online-Umsatz, denke ich, liegt in einem System von Micropayment, das so bequem zu handhaben ist wie iTunes.
“Wir sind über die Maßen erfolgreich, kriegen nur kein Geld dafür.”
“Tägliche Nachrichten auf Papier zu bringen, ist schlicht absurd.”
“Könnte ein Blatt wie die New York Times sich nicht auf ähnliche Weise finanzieren wie das Mobilfunkbetreiber heute schon tun? Indem sie ein subventioniertes Gerät fast oder ganz verschenkt, dann aber für die Lieferung der Inhalte eine Gebühr verlangt?”
“Informationsvermittlung an sich wird künftig über das Internet stattfinden, da sind wir einfach unschlagbar, alleine durch das Tempo.”
“Es ist unvorstellbar, eine Welt ohne Zeitung zu haben, das hieße, eine Welt ohne neugierige Menschen zu haben.”
“Nachrichten zu drucken ist nicht einfach teuer und ineffizient – es ist lächerlich teuer und ineffizient.”
“Ich entdecke morgens an normalen Tagen extrem wenig Neues in der Zeitung. Das ist das Problem der Zeitungen, das die Zeitungen lösen müssen.”
“Right now there is no business model in news. We are between platforms. We understand the factors that are ending the current model, but nothing has changed yet.” – Im Moment gibt es kein Geschäftsmodell für Nachrichtenjournalismus. Wir befinden uns in einer Übergangsphase. Wir verstehen, welche Faktoren das herkömmliche Modell vernichten, aber wir haben noch nicht begriffen, was sich wirklich ändert.
“Ich glaube nicht, dass sich die Zeitungsbranche selbst retten kann.”
“I already bought an island.” – Ich habe mir schon eine Insel gekauft.
“Es gibt Sumpfblüten, die schnell wieder verschwinden, und es gibt ein paar wichtige Blogs. Aber ich würde all das nicht als Journalismus bezeichnen.”
“In theory, a reader who stops paying for the physical paper but continues to read the content online is doing the publisher a favor.” – Theoretisch tut ein Leser, der aufhört, für die gedruckte Zeitung zu bezahlen, aber ihren Inhalt weiterhin online liest, dem Verleger einen Gefallen.
“Wir glauben nicht, dass es sinnvoll ist, immer schneller immer mehr aktuelle Nachrichten zu produzieren, vor allem dann nicht, wenn die relevanten Themen ausgehen.”
“Was Google macht, ist illegal.”
“Man ist nicht Tageszeitung, Wochenzeitung und Fernsehkanal zugleich. Man muss aufpassen, dass es nicht zum ‘Imperial Overstretch’ kommt.”
“Das Hamburger Abendblatt wird ab sofort nicht mehr als Zeitung geführt, die einen Online-Auftritt bietet, sondern als Online-Angebot, das auch eine Qualitätszeitung im Portfolio hat.”
“Viele Seiten haben ihre Klickzahlen durch Bildergalerien oder Suchmaschinenoptimierung in die Höhe getrieben. Wir haben uns unsere User nicht gekauft, wir haben sie durch unsere Inhalte und unsere Communities an uns gebunden.”
“Es gehört nun mal zum Internetjournalismus, dass Qualitätskontrolle schwieriger ist als in Zeitungen.”
“Die guten alten Zeiten sind vorbei, in denen man in einer stabilen Organisation eine Position ausfüllen konnte – das gibt es in der heutigen Medienwelt nicht mehr. Journalisten müssen lernen, unternehmerischer zu denken, eigene Unternehmen zu gründen und allein oder in kleinen Gruppen zusammenzuarbeiten.”
“Um auch nur ansatzweise zu erkennen, wie schnell sich die Welt um uns herum entwickelt und verändert, sollte man ein Gespräch mit 12 bis 14-jährigen Schülern suchen [...] Diese heranwachsende Generation versteht nicht, warum man um 20.15 Uhr einen Film im Fernsehen schauen sollte, wenn man den Film doch auch um 19.17 Uhr im Internet abrufen kann, sie versteht nicht, warum das Tauschen von Musik illegal sein sollte und sie versteht nicht den Mehrwert von gedrucktem Papier mit den Nachrichten von gestern.”
“Noch hoffen viele, dass Jugendliche, die Zeitungen bislang ignorieren, später doch die Lust am Gedruckten entdecken.”
“Wenn man die ganze Heuchelei über die Revolution des neuen Mediums Internet einmal abzieht, regiert die Blogger letztlich alle der Wunsch nach Einfluss und finanziellem Erfolg. Das zieht eine bestimmte Sorte Mensch an – besessen, getrieben und nie zufrieden.”
“We were the place Obama chose to blog when he won.” – Wir sind die Plattform, auf der zu bloggen sich Obama entschieden hat, nachdem er die Wahl gewann.
“Die Milliardenverluste des Medienimperiums von Rupert Murdoch und die fatale Lage der New York Times zeigen eindrücklich, dass es für den Print wirklich Matthäus am letzten ist.”
“Das Blatt ist betulich und hinkt oft der Aktualität hinterher. Die Redaktion jedoch verklärt die eigene Langsamkeit gern als unaufgeregte Reflexion. De facto aber ist die Langsamkeit oft nur Bequemlichkeit. Allzu häufig hält das Blatt mit dem Tempo einer sich immer schneller drehenden Informationsindustrie nicht mehr mit.”
“Wer auf Print-Online-Verzahnung setzt und Blogs einsetzt (Sie wissen schon, diese crazy Internettagebücher für junge Leute!), der sollte nicht der Blog sagen. Das dürfen nur Duden-Redakteure, die sich morgens erst einmal zu einer Tasse Filterkaffee das Internet ausdrucken.”
“Presse verändert sich, Strukturen sind nicht unantastbar. Doch die Demokratie braucht Leitmedien, die genug Mittel haben, um ihren Job gut zu machen, und das scheint nicht mehr auf Dauer garantiert.”
“In den Medien war die technische Entwicklung in den letzten Jahrzehnten recht langsam, aber das Internet ist eine disruptive Welle, die den alten Riesen kaum eine Chance lässt, weil die neuen Strukturen der Medienwelt fundamental anders sein müssen. So eine Veränderung kann kaum eine Firma schaffen.”
“Das Hauptproblem der Branche ist nicht die drohende Anzeigenflaute, sondern die Einfallslosigkeit.”
“Diekmann hat erkannt, was schon lange Fakt ist: Dass Leser nicht nur Information lesen, sondern auch welche besitzen – und dass darunter auch Information ist, die für Journalisten interessant sein könnte.”
“Klar muss dabei sein: Der Stellenabbau ist unvermeidlich.”
“Die Gewinner sind jene, die die Software entwickeln und die Infrastruktur verwalten. Innerhalb der kapitalistischen Verhältnisse ist das keine große Verschiebung, ein Industriezweig verliert, der andere gewinnt. Aber derzeit sind die Journalisten oder Kulturproduzenten die Verlierer.”
“zeitungen werden nicht wegen dem internet oder der wirtschaftskrise oder wegen dem boulevardesquen schrott mit dem sie ihre leser langweilen untergehen. sie werden untergehen, weil sie — oder genauer ihre macher — ihre leser tief im inneren für dumm halten und ihnen das auf eine zwar verlogen-verdeckte art, aber doch mit einem colgate-lächeln direkt ins gesicht sagen.”
“Even now, papers often display a ‘not invented here’ mentality, treating their sites as walled gardens, devoid of links to other news outlets. From a print perspective, that’s understandable: why would you advertise good work that’s being done elsewhere? But it’s an approach that makes no sense on the Web.” – Sogar heute noch legen die Zeitungen eine Ablehnung an den Tag, indem sie ihre Online-Angebote als umzäunte Gärtchen behandeln, die keinerlei Links zu andern Angeboten aufweisen. Aus der Perspektive eines Printmediums ist das verständlich: Warum sollte man Werbung für gute Arbeit machen, die woanders geleistet wurde? Aber es ist ein Ansatz, der im Web keinerlei Sinn macht.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

















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Ich sehe noch keinen Shirky. Daher das Angebot: Shirky zu Micropayment:
Clay Shirky, adjunct professor at NYU Interactive Telecommunications Program, Autor, Berater. Dieses Zitat aus: “Why small payments won’t save publishers.”
was für eine sammlung. ganz grosses tennis.
Schöne Zitate. Aber: Wo kommt eigentlich diese Geilheit auf den Untergang her?
@ mark: na ja, wenn der untergang des klassischen mediengefüges so unmittelbar vor der tür steht, ist das schon etwas besonderes. eine spannendere zeit in sachen medien und politik hat es ja noch kaum je gegeben. insofern schon irgendwie geil, das selbst miterleben zu dürfen.
meine lieblingszitate sind:
“You get lousy pennies on the web” (Hubert Burda , Feb. 09)
und:
“Wir sind über die Massen erfolgreich, kriegen nur kein Geld dafür” (Christoph Keese, über web 2.0 bei Axel Springer Feb. 09)
Burda wie Keese sind beide sehr nah am Geschehen. Keine Schwätzer und keine Angsthasen. Was sie ausdrücken, ist die brutale, die Entwicklung bestimmende Wahrheit.
Drum bin ich als gelernter Holzmedialist und gleichzeitiger web-user überhaupt nicht so bang. Die Lösung liegt in der Vernüpfung, nirgendwo sonst. Sicher nicht im Entweder / Oder, wie es in den meisten der 50 Zitate durchschimmert
Man sollte mal das amerikanische Geschwätz etwas assortieren. Ich glaube wirklich, wir Europäer sind insgesamt besser aufgestellt. Die Medienvielfalt ist sehr viel grösser. Das eröffnet auch sehr viel mehr Möglichkeiten, als sie in den USA zur Verfügung stehen.
Die Amerikaner konzentrieren sich immer nur auf ein System, und zwar zu 120%. Und wenn das nix wird, geraten sie in Schwierigkeiten und müssen alles völlig umkrempeln Wir werden es erleben – haben es schon erlebt.
Die Geschichte ist voller Beispiele. Die Eisbahn wuchs im 19.Jahrhundert in den USA explosionssartig. Die gesamte Wirtschaft wurde auf das neue Verkehrssystem ausgerichtet. Alles redete, wie heute vom web, nur noch von Eisenbahn. Und dann peng! kam das Auto und die US-Eisenbahn war tot. Heute ist sie ein Schrotthaufen. Ins Sachen Bahn sind die langsameren Europäer heute vorne dran, mit modernsten Systemen. Die Amerikaner wären heute froh, sie hätte ein paar davon.
2.Beispiel: Das US-Business kennt nur ein einziges Modell: das des Share holder value. Ist das ernsthaft angenackst, wie jetzt, ist gleich die ganze Wirtschaft radikal davon betroffen. Europa kennt sehr viel mehr ganz unterschiedliche Business-Modelle, kann besser ausweichen. Darum ist die europäische Wirtschaft derzeit sichtlich weniger angeknackst als die amerikanische. Warum es in Europa trotzdem zu Problemen kommt? Weil der amerkanische (Export-)Markt total eingebrochen ist. Nicht umgekehrt.
Kurz: In der Vielfalt der Modelle liegt die Zukunft trial an error, und dann wieder korrigieren und weiter. Niemand hat die Patentlösung.
Und sorry: Am Schluss muss es sich einfach rechnen. Sonst ist es dead end…
hier noch ein Zitat, um die Ecke gedacht.
Wie die Onlinemedien (Internet) alles aufsaugt, was auch im Print geht, so hat Phil Rosedale (CEO von Linden Lab) gesagt:
“Wir werden im 3D Internet alles aufsaugen”
Damit ist gemeint, dass das 3D Internet alles darstellen kann, was es im 2D-Internet gibt. Genauso ist es mit den Online-Medien. Sie können alles und noch viel mehr, als Print.
Wirklich ausgezeichnete Zusammenstellung – gratuliere!
Ich betrachte die Problematik in zwei Stufen.
1. In Phasen wie diesen gehört apokalyptische Rhetorik ja beinahe schon zum “guten Ton”. Sich während der Fianzkrise als Mahner zu erweisen ist scheinbar en vogue.
Dass Zeitungen von US-Verlagshäusern einzustellen drohen, heisst nicht, dass dies auch hier geschehen muss. Es fällt ja auf, dass die Mahner vorwiegend aus der Medienbranche stammen. Einige (wenn nicht gar die meisten) dieser Personen sind/waren wohl selber am Konzentrations-Prozess der Verlage mitbeteiligt.
2. Auffällig sind die angegebenen Gründe die vorgetragen werden. Klar, das Inserate-Volumen sinkt zur Zeit. Der wohl plausibleste Grund zum prophylaktischen Mahnen. Gegenargument : das InserateVolumen sinkt auch in den E-Medien. Eine Verlagerung in andere Medienformen ist also unabhängig des Budgets.
Die Vorteile des Printmediums werden kaum noch erwähnt, nur die der E-Medien. Und diese beschränken sich eintönig auf “Verfügbarkeit”.
Leider lassen diese Mahner ausser acht, dass das Printmedium auch in einer solchen wirtschaftlichen Phase als Vorteil genutzt werden könnte. Man proklamiert einerseits “Konkurrenzfähigkeit” und “Vielfalt”, positioniert sich aber vorschnell auf eine Seite. Wo bleiben da all die Marketing-strategischen Weisheiten?
Die Medienleute lassen ihre Kernprodukte ja gleich selber fallen! Sie prognostizieren ähnliche Entwicklungen wie sie die Digitalisierung/”Internetisierung” der Musik und die Fotografie erfuhren. Nun soll der Print-Journalismus als Nächstes dran sein.
Nun : die Regale der Zeitungen und Zeitschriften an den Kiosken sind zum Überlaufen voll. Gratiszeitungen erfahren grosse Beliebtheit und dass nicht weil die Leute kein Geld für Zeitungen ausgeben wollen, sondern weil sie Zeitungen lesen wollen! Schreibt euch das mal hinter die Ohren, werte Konzern-CEO’s der Zeitungsbranche . . .
(als würden diese diese Zeilen je lesen; na ja)
Zudem : Zeitungen/Zeitschriften werden hierzulande preisgünstig produziert. Die vergangenen Konzentrationsprozesse und Investitionen in Infrastrukur haben das Produzieren von Zeitungen/Zeitschriften noch rentabler gemacht. Geringere Personalkosten, effizientere & flexiblere Produktionsprozesse trugen dazu massgeblich bei.
Potenziale für Printmedien sind also nach wie vor vorhanden. Aber man kann sich ja auch gleich selber abschaffen; etwas gar ambivalent, wenn dies dazu noch aus Profilierungsucht geschieht . . .
Wie wäre es damit?
“Sind Journalisten die Robbenbabys des Jahres 2009?”
Homer Simpson: “The internet? Is that thing still around?”
Sehr coole Zusammenstellung!
Ich fände es sehr interessant, wenn man in ein oder zwei Jahren noch einmal Zitate zu diesem Thema sammeln würde. Es wäre ein guter Vergleich. Wer weiß schon was es bis dahin wieder neues gibt?
Ich finde erschreckend, dass erst jetzt allgemein erkannt wird, dass rein advertising basierte Online-Angebote selbstverständlich nicht die komplette “klassische” Struktur für Content-Produktion & Overhead tragen werden.
Ebenso erschreckend ist die Einfallslosigkeit bei der Suche nach ergänzenden Geschäftsmodellen. Affiliate-Modelle bzw., um ein buzz word zu verwenden, Lead Generation, wird IMO nicht ein ausreichend signifikantes Volumen erreichen.
Ich habe Doktor Helmuth Jungbauer, Herausgeber und langjähriger Geschäftsführer des Fränkischen Tags, zum Gesprächgetroffen. Das Unternehmen gibt drei Tageszeitungen heraus, die sich zu einer Tagesauflage von knapp über 100.000 summieren.
Ich habe ihn zur Zukunft der klassischen Zeitung und speziell zum Umgang mit dem Internet befragt.
http://www.hingesehen.net/?p=944