Sex-Werbung:
Heise hat’s nötig

Deutschlands geilstes Portal, der Heisetreff? Nicht ganz – aber das kostenlose Anzeigenportal aus dem Haus der c’t wirbt für eine “kostenlose Sex-Community”.


An einem Sonntagnachmittag sieht die Website des Heisetreffs schon aus wie Bild.de spät nachts: Erotik-Werbung in Text und Bild prangt am rechten Seitenrand, das Angebot ist eindeutig – so eindeutig wie viele der Kontaktanzeigen auf der Plattform.

Nicht, dass Erotik-Werbung und Kontaktanzeigen jetzt etwas Verwerfliches wären. Machen andere ja auch. Dass aber ausgerechnet eine Seite aus dem Hause Heise Medien Gruppe sich in diesem Geschäftsfeld tummelt, scheint zunächst unpassend zu sein. Computerbibel, Telefonbücher, IT-News – ein hochseriöses Geschäft. Wie würde man reagieren, wenn die NZZ nebenbei einen Internet-Treff für Seitensprünge betreiben würde? Und man das erst zwei Jahre später merkt? So lange gibt es den Heisetreff schon.

Wahrscheinlich ist das Geschäft aber einfach zu gut: IT-Nerds und Internet-Sex, das passt schon.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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14 Kommentare

  1. Matthias
    schrieb am 25. Januar 2009 um 22:54 Uhr (#)

    Und dass ihr hier Google-Werbung für Seitensprünge schaltet, ist bei dem Thema auch nicht weiter verwunderlich ;-).

  2. Schreibt hier auf dem Blog Philip Hetjens
    schrieb am 26. Januar 2009 um 00:12 Uhr (#)

    Danke Matthias für deinen Einwand. Wir haben die Google-Anzeigen natürlich sofort bei diesem Artikel entfernt.

  3. Name
    schrieb am 26. Januar 2009 um 09:16 Uhr (#)

    Eigenartige Nachrichten aus einer fernen Welt, in der es keinen Werbeblocker gibt.

  4. Kai Tromp
    schrieb am 26. Januar 2009 um 09:23 Uhr (#)

    Spießer

  5. köbi buenzli
    schrieb am 26. Januar 2009 um 16:46 Uhr (#)

    dafür scheint medienlese seit einiger zeit werbefrei zu sein…

  6. Mark S
    schrieb am 26. Januar 2009 um 18:41 Uhr (#)

    “Wie würde man reagieren, wenn die NZZ nebenbei einen Internet-Treff für Seitensprünge betreiben würde?”

    Komische Frage. Sie deutet an, Heise würde das auf “Heisetreff” beworbene Angebot selbst betreiben. Dabei ist es lediglich ein recht freizügiges Werbebanner. Und der “Heisetreff” scheint ja wohl eine harmlose Anzeigenplattform zu sein. Wie spießig seid Ihr eigentlich in der Bogwerk AG??

  7. Hans H.
    schrieb am 26. Januar 2009 um 21:20 Uhr (#)

    Jetzt hab Ihr aber einen Scoop gelandet! Wen interessiert es denn bitte, ob leicht bekleidet Mädels auf einem Werbebanner posieren. Da war die FA Werbung in der 80er Jahren zur mittäglichen Sendezeit auf den Öffentlich-Rechtlichen TV Sendern ja noch freizügiger. Und das ganze mit GEZ-Gebühren finanziert. Oder schauen wir uns doch mal arte oder 3sat an: Hier wird Pornografie einfach als Kunst deklariert und das ganze auch noch mit GEZ-Gebühren finanziert.

    Also was ist bitte daran so verwerflich, wenn ein Kleinanzeigenportal (das im übrigen seine Dienste kostenlos anbietet) sich in irgendeiner Weise durch Werbung refinanzieren will. Hier darf man im Übrigen auch gern mal einen Blick auf die anderen Kleinanzeigenportale werfen, die ja auch ach so seriöse Verlage und Medienunternehmen im Hintergrund haben. Auch hier blitzen die blanken Brüste, dass es in der Kirche nur so wackelt…. aber naja….

    Also warum pickt Euch hier ausgerechnet Heise raus….? Gibt es da noch ein persönliches kleines Rachegelüst, was befriedigt werden will?

    PS: Journalistisch besonders schön gelungen ist Eure Negierung: “Nicht, dass Erotik-Werbung und Kontaktanzeigen jetzt etwas Verwerfliches wären….” ;-)

  8. gaerfield
    schrieb am 1. Februar 2009 um 16:17 Uhr (#)

    Hej, genauso habe ich auch hierher gefunden. Und die tolle “Seitensprung”werbung nachts bekomme ich ebenfalls nie mit, nicht einmal abseits von Heise. Denn wie es schon xterm(9) erwähnt: Ad-Blocker…
    Wahrscheinlich nutzen die alle Heise-Redakteure auch selber und die wissen daher vll nicht einmal mit welcher Werbung Einnahmen erzielt werden die sich dann in Ihren Gehältern wiederfinden.

  9. SchallUndRauch
    schrieb am 1. Februar 2009 um 21:02 Uhr (#)

    Das Problem habe ich schon einmal auf einer anderen Seite erlebt. Die Sache ist einfach die, daß die für die Werbung Verantwortlichen nicht jedes einzelnes Banner im Vorfeld sehen und absegnen (können), sondern nur Verträge mit Marketing-Firmen über die Schaltung eines Banners in x00*y00 über a Tage für b Euro schließen.

  10. Bernd
    schrieb am 3. Februar 2009 um 07:10 Uhr (#)

    Was ist denn das für ein Quark? Heise hat eine Online-Kleinanzeigenplattform und da sind auch Erotikanzeigen bei? Na und, die hochalternative Craigslist hatte auch immer Erotikanzeigen dabei. Und wird momentan per Spam beworben. Sicher ebenso ungewollt, wie Heise den Banner vermutlich nicht extra bestellt hatte und für die Anzeigen nix kann. Oder wollt ihr, dass Heise seinen Lesern die Erotikanzeigen wieder untersagt? Haben sie m.W. lang genug gemacht.

    Habt ihr speziell was gegen Heise? Es weiß doch wohl jeder, dass solche Banner nicht manuell plaziert werden. Hat Spiegel online es hier z.B. nötig?

    http://heise.de/tp/r4/art…22/22022/22022_1.jpg

    Oder habt ihr nur ein Sexproblem?

    “No Sex please, we’re Swiss”?

    Oder hat Herr Reißmann von Spiegel Online, für die er ja hauptberuflich arbeitet, auch wenn er hier ebenfalls noch Chef ist (wie geht das überhaupt zusammen?), einen persönlichen Auftrag, mal eben die lästige Konkurrenz ein bisschen anzusägen?

  11. Schreibt hier auf dem Blog Florian Steglich
    schrieb am 3. Februar 2009 um 09:58 Uhr (#)

    » Bernd (12.): Hier gilt, was ich so ähnlich schon hier schrieb: Verschwörungstheorien bitte bei Heise oder sonstwo diskutieren. Danke.

  12. Ben
    schrieb am 4. Februar 2009 um 14:07 Uhr (#)

    Gott ist das selbstgefällig hier. Bin auch schon wieder weg…

  13. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 26. Januar 2009 um 00:43 Uhr (#)

    Danke für den berechtigten Hinweis. Das Feature gab es bisher nicht, wurde aber von Philip sofort implementiert. Wir werden nun bei allen heiklen Themen die Ads deaktivieren.

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