CNN und Facebook:
Obama und Du
Mehr als nur ein Livestream: Neben dem Video der Amtseinführung von Barack Obama zeigt CNN Kommentare von Facebook-Nutzern. Eine mächtige Idee.
So geht das mit dem “social web”: Der Nachrichtensender CNN zeigt auf seiner Seite nicht einfach nur den Livestream von Barack Obamas Amtseinführung, sondern daneben in Echtzeit, was Facebook-Nutzer dazu zu sagen haben. So wird die Fernsehübertragung zum Mitmachereignis. Das besondere daran: Es sind keine anonymen Kommentare, sondern die Nachrichten von Facebook-Nutzern – überwiegend richtige Namen aus einem der größten und bekanntesten sozialen Netzwerke überhaupt.
Dazu kann man sich direkt neben dem Video mit dem eigenen Facebook-Namen anmelden, Facebook Connect macht’s möglich, und der eigenen Status wird neben dem laufenden Programm angezeigt. So entsteht ein riesiges, globales Geschnatter.
Laut ReadWriteWeb haben kur vor Obamas Antrittsrede 8500 Facebook-Nutzer pro Minute per Statusnachricht kommentiert, im Schnitt sollen es 3500 pro Minute gewesen sein.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

















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Wenn alle Kommenatres waren wie die auf dem Screenshot, sehe ich den Mehrwert nicht. Die einzige Information: “its cold” – das wussten wir aber schon.
Ich finde die Idee nicht so schrecklich mächtig.
1.Es ist mir schleierhaft welchen Nutzen es haben soll wenn neben dem Fernsehprogramm ein “globales Geschnatter” mit 58 Meldungen pro Sekunde ueber den Bildschirm saust? Ich fand es eher störend und habe es nach ein paar Minuten weggeklickt.
2. Wenn jemand trotzdem global schnattern will dann macht es natürlich Sinn wenn bei FB neben den Messages zum Thema auch das Live-Programm läuft.
Umgekehrt hat das Geplapper der FB-User fuer den durchschnittlichen CNN.com Zuschauer wenig Nährwert, es ist vor allem Werbung fuer FB.
hm… ich kann mir auch schlecht vorstellen, neben einer solchen übertragung noch geschnatter zu lesen oder auch nur am rande zu beachten. schon gar nicht in der kadenz von 58 mitteilungen pro sekunde. das ist so wertlos, dass es schon fast eine beleidigung für die eigentliche sendung ist.
wenn schon hätten sie eine handvoll prominente twitterer ins publikum setzen und dann deren streams anzeigen können. oder sowas in der art.
letztlich eine typische web 2.0 furzidee: man macht es einfach, weil man es kann und weil es noch niemand gemacht hat, der nutzen ist unwichtig, die werbung für facebook ist der einzige grund, sowas zu tun.
social web? seh ich irgendwie nicht. “überwiegend richtige namen”? woher weisst du das denn?
» Torsten, Daniel und bugsierer: Es gab neben der Möglichkeit, die Kommentare _aller_ Nutzer anzusehen, auch noch ein Tab nur für die Kommentare der eigenen Facebook-Kontakte. Wer sich also von der Masse überwältigen lassen wollte, konnte das, wer ein virtuelles Fernsehsofa mit seinen Freunden wollte, konnte das auch.
@florian: ach so, na ja, das ist natürlich nicht sooo schlecht ;-)
Wer kann denn 3500 kommentare pro Minute lesen?