Twones:
Friendfeed für Musik?
Twones generiert Playlists aus angehörter Musik von verschiedensten Quellen wie YouTube, last.fm oder MySpace.
Da ist es schön, dass es Lifestreaming-Dienste wie FriendFeed gibt. Dort werden meine Musikdaten neben meinen (Micro-)Blogbeiträgen, meinen Google-Reader-Empfehlungen und vielem mehr in einen Feed eingepflegt. In dieser Fülle an Informationen tauchen also hin und wieder meine “geliebten” last.fm-Songs und favorisierten YouTube-Videos auf. Dummerweise kann ich – zumindest bislang – auf FriendFeed nicht mal eben einen Musik-Feed erstellen. Genau hier setzt das niederländische Startup Twones an.
Der noch in der geschlossenen Betaphase befindliche Streaming-Dienst beginnt direkt nach dem Installieren eines kleinen Programmes damit, die von uns angegebenen Musik-Services zu tracken. Es gibt zwei Downloads:
- einen Firefox-Tracker sowie
- einen Windows-Tracker
Während Ersteres eine Erweiterung für Firefox darstellt, mit der man die verschiedenen Onlinedienste überwachen lassen kann, kann man mit der Windows-Variante das Gleiche mit dem Internet Explorer anstellen. Das ist jedoch nicht alles: Zusätzlich kann man mit dem Windows-Tracker auch noch auf dem Rechner installierte Player wie den Windows Media Player, Winamp oder iTunes einbinden.
Auf diese Weise wird das musikalische Portfolio dann dargestellt:

Jetzt habe ich vier Möglichkeiten, mir meine gespielten Songs anzeigen zu lassen:
- music activity – Das ist der Lifestream, der mir wahlweise meinen eigenen Stream anzeigt, den meiner Freunde, oder den aller Twones-User, die zur Zeit Musik hören
- library – Die von mir in meine Bibliothek aufgenommenen Songs
- recommended – Meine Musik-Empfehlungen
- heavy rotation – Meine am meisten gespielten Songs
Klicke ich nun auf irgendeinen dieser angezeigten Songs, wird dazu eine Extra-Seite generiert, die mir nun viele Möglichkeiten bietet:
- Ich kann das Video via YouTube betrachten,
- bekomme angezeigt, wer noch dieses Lied gehört hat
- und ich kann mich auch direkt zur Quelle verlinken lassen, von welcher der Eintrag im Stream resultiert.
Auf der rechten Seite befinden sich die Links der 3rd Parties – So bekommt man von last.fm ähnliche Künstler angezeigt, eventful zeigt die passenden Konzert-Termine und Flickr Fotos der Künstler. Und bei Amazon schließlich kann man Tonträger des Acts kaufen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Songs bei Amazon als Download zu erwerben, aber da sind wir im deutschsprachigen Raum leider noch außen vor.
Somit werden nicht nur meine Hörgewohnheiten abgebildet, es entsteht auch ein zusätzlicher Mehrwert, da ich über Termine, andere Fans und Veröffentlichungen des Künstlers informiert werde.
Wer schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die mögliche Zukunft erhalten möchte, kann sich zudem mit der Applikation Tony Player auseinandersetzen, welche mit Twones zusammenarbeitet. Dank dieser Applikation auf dem Mobiltelefon und Bluetooth werde ich vom DJ inklusive meiner gehörten Tracks geortet. Von sämtlichen anwesenden Personen, die Twones aktiviert haben, erhält der DJ nun eine Liste, aus welcher er nun zielgerichtet auf den Publikumsgeschmack sein Set erstellen kann. Das passiert natürlich nur auf eigens dafür ausgerichteten Parties und die finden meines Wissens nur in den Niederlanden statt, aber wenn die technische Voraussetzung erst einmal geschaffen ist, kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis es auch in den Clubs hierzulande so oder ähnlich funktioniert.
Fazit
Die von mir oder meinen Freunden gehörte Musik wird recht schlicht, aber übersichtlich präsentiert und darüber hinaus erhalte ich mit diesem Angebot die Möglichkeit, meine auf Websites angehörten Songs wiederzufinden, runterzuladen oder als CD/DVD zu bestellen. Zusammen mit der Möglichkeit, Musik über die last.fm-Funktion oder auch von meinen Freunden empfohlen zu bekommen und auch weiterführende Informationen zur gewünschten Musik zu erhalten, schnürt uns das holländische Startup selbst jetzt in der geschlossenenen Betaphase bereits ein mächtiges Musikpaket und ich bin überzeugt, dass wir von Twones in Zukunft noch viel hören werden.













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Hört sich interessant an. Wie kommt man denn an einen Invitation-Code?
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