Amazon CloudFront:
In der Cloud Inhalte publizieren

Mit CloudFront ergänzt Amazon das eigene Cloud-Portfolio um ein weiteres Puzzlestück. Beliebige Daten können damit in hoher Verfügbarkeit und mit hohen Durchsatzraten ausgeliefert werden.

CloudFront ist das neue Content Delivery Angebot von Amazon. Fotos, Videos, Podcasts und beliebige andere Daten können damit einfach und kostengünstig ausgeliefert werden.

Während Amazon’s Simple Storage Service (S3) primär Webdiensten eine neue Möglichkeit gab, grosse Mengen an – oft User generierten – Inhalten zu speichern, komplementiert CloudFront dieses Angebot und gibt Publishern die Möglichkeit, populäre Inhalte an Massen von Benutzern gleichzeitig auszuliefern. Publisher könnten zwar auch schon bisher via S3 Inhalte zum Download anbieten, aber CloudFront ist etwas günstiger und für diesen Anwendungsfall optimiert.

Amazon betreibt ein globales Netzwerk von Knoten, die Inhalte werden an den Enduser vom geographisch günstigsten Ort ausgeliefert. Auch Engpässe bzgl. der Download-Raten, die sich durch Traffic-Spitzen ergeben, werden damit Amazons Problem.

Neben professionellen Anbietern könnte CloudFront auch für Blogger, Podcaster und andere private Publizierer interessant sein, weil sich billige bestehende Hostinglösungen auf einfache Art aufpeppen lassen. Unter der Last eines Links von der Startseite von Digg oder dem Spiegel zitternde Server könnten jedenfalls ein Problem von gestern sein.

Wie bei allen anderen AWS-Diensten basiert das Preismodell alleine auf der tatsächlichen Benutzung. Monatliche Grundgebühren oder Mindestvertragslaufzeiten gibt es nicht. Die ersten 10 TB kosten 0,17$ pro übertragenem GB. Danach wird es etwas billiger, ab 150 TB kostet das GB 0,09$.

Es ist sicher nicht die billigste Möglichkeit, um grosse Datenmengen auszuliefern. Der (versprochene) Vorteil von CloudFront aber liegt in der Skalierbarkeit, der Verfügbarkeit, der Geschwindigkeit und der vergleichsweisen Einfachheit der Benutzung.

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6 Kommentare

  1. Thomas Mergen
    schrieb am 19. November 2008 um 17:43 Uhr (#)

    Gibts schon Beispiel-Anwendung, wie man Cloudfront einsetzen kann.

    Tom

  2. Schreibt hier auf dem Blog Markus Spath
    schrieb am 19. November 2008 um 22:25 Uhr (#)

    Wenn du Seiten meinst, die es schon verwenden: ich glaube nicht, es ist eben erst gestartet.

    Wenn du Beispiele meinst, wie es funktioniert: checke den Getting Starter Guide, da ist alles schön beschrieben.

  3. Nikolai Raitsev
    schrieb am 20. November 2008 um 00:14 Uhr (#)

    Hallo Markus,

    Du hast Dich wohl auf dem Thema Cloud Computing spezialisiert. Könntest Du vielleicht auch 10gen ein wenig beleuchten? Es ist ein Open Source Gegenstück zu Google Apps, sowie ein vergleichbarer Service-Anbieter.

    Gruß,

    Nikolai

  4. Richard Metzler
    schrieb am 20. November 2008 um 11:00 Uhr (#)

    John Resig, der Author von JQuery hat neulich die JQuery Seite auf Cloudfront portiert.

    http://twitter.com/jeresig/status/1011421948

    Jede Menge Web 2.0 Seiten, die irgendwas bei AWS hosten (z.B. hat Twitter dort die Avatare liegen) werden wohl auch in den nächsten Tagen nachziehen, falls sie sich sicher sind, dass alle wichtigen Clients weiterhin funktionieren.

  5. Schreibt hier auf dem Blog Markus Spath
    schrieb am 21. November 2008 um 16:41 Uhr (#)

    @Nikolai danke für den Tipp. Ich kenn es, für netzwertig ist es allerdings noch etwas zu sehr alpha.

    @Richard danke für den Hinweis, yep, glaub ich auch.

  6. Jeff Paul
    schrieb am 23. Dezember 2008 um 10:22 Uhr (#)

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