Google Reader:
Neues Feature entfernt Sprachbarriere für Feeds

Der Google Reader kann ab sofort automatisch RSS-Feeds übersetzen. Ein Schritt hin zu einer noch besseren Völkerverständigung (im Netz).

Wir bei netzwertig.com lieben RSS-Feeds. Sie helfen uns dabei, stets schnell und mit minimalem Zeitaufwand eine große Menge an Nachrichtenquellen und Blogs zu verfolgen. Die Grenze der RSS-Technologie liegt allein in der Zahl der Feeds, die ein User verarbeiten kann, bevor ihn die Informationsüberflutung zum Aufgeben zwingt. Bis zum heutigen Tag stellten auch unterschiedliche Sprachen ein mögliches Hindernis für eine vollkommen freie RSS-Nutzung dar. Man konnte sich zwar in seinem RSS-Reader mit internationalen Feeds eindecken, doch ohne die entsprechende Sprachkenntnis war dies wenig sinnvoll.

Google Reader, der beliebte RSS-Reader des Internet-Alleskönners, trägt nun mit einem neuen Feature zur noch besseren Völkerverständigung bei: Ab sofort werden Feeds in fremder Sprache automatisch in die Muttersprache des Nutzers übersetzt. Dazu muss der jeweilige Feed lediglich importiert werden. Anschließend reicht es, während des Betrachtens eines Feeds aus, auf “Feed-Einstellungen” und “In meine Sprache übersetzen” zu klicken. Fortan werden sämtliche Artikel auf einigermaßen verständlichem Deutsch angezeigt.

Übersetzungs-Feature in Google Reader
Übersetzungs-Feature in Google Reader

Bereitgestellt wird die neue Funktion unter Einsatz von Googles Übersetzungstool Translate. Sämtliche dort unterstützten Sprachen sollten damit fortan für die Übersetzung von Feeds innerhalb des Google Reader zur Verfügung stehen.

Zwar war es auch bisher schon möglich, einzelne RSS-Feeds zu übersetzen. Allerdings bedeutete dies einiges an Aufwand und manuelle Arbeit. Eine Ein-Klick-Lösung, wie sie Google jetzt anbietet, öffnet allen RSS-Freunden eine völlig neue Dimension dieser ohnehin schon mächtigen Technologie. Wer wie ich statt dem Google Reader Bloglines Beta zum RSS-Management einsetzt, wird es abgesehen von den gelegentlichen Ausfällen von Bloglines in Zukunft noch schwerer haben, dem nach Perfektion strebenden Google-Produkt zu widerstehen.

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3 Kommentare

  1. immermeer
    schrieb am 13. November 2008 um 22:44 Uhr (#)

    Auf die Übersetzungsfunktion kann getrost verzichtet werden. (zumindest was “Englisch > Deutsch” betrifft) Ein Beispiel gefällig?

    Hier eine Auswahl von 6 (aus ca. 10) aktuellen Schlagzeilen des Fachmagazines “AdvertisingAge”:

    - DVD-Sets freuen weniger als besonderen Urlaub in der Nähe von

    - Für Netzwerk-TV, Erfahrung Trumpf für jetzt ändern

    - Dobrow Wetten, dass Jack ist zurück

    - Werbung muss auf Vertrauen Fragen

    - Studie: multikulturelle Bemühungen Mangel Finanzierung, interne Unterstützung

    - Bartle Bogle tritt Heineken Roster

    ….everything crystalclear?! :)

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 13. November 2008 um 22:48 Uhr (#)

    Was Englisch betrifft, ist das für Sprachkundige wie uns sicher so. Aber in Bezug auf all die anderen netten Sprachen wirst vielleicht auch einmal dankbar sein, einen (mäßigen aber doch verständlich) übersetzten RSS-Feed zu haben ;)

  3. ff-webdesigner
    schrieb am 18. November 2008 um 14:32 Uhr (#)

    na werd ich mal testen…find ich schon sinnvoll die Funktion.

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