Web 2.0 Expo Pitchcamp:
Wie man sein Startup richtig pitcht

Auf dem Pitchcamp während der Web 2.0 Expo haben namhafte VCs, Angelinvestoren und Journalisten aus ihren jeweiligen Perspektiven aufgezeigt, was sie in einem Pitch für richtig und wichtig halten. Wir fassen die wichtigsten Punkte zusammen.

Zunächst wurden die offensichtlichen Punkte angesprochen, die man als Vertreter eines Startups bei der Präsentation eines Pitchs beachten sollte:

Man muss eine klare Vorstellung vom eigenen Business haben und diese kommunizieren können. Je nach Publikum ist der Pitch, wenig überraschend, anzupassen. Es macht einen wesentlichen Unterschied, ob man einem Journalisten pitcht oder das eigene Startup einem Investor schmackhaft machen will.

Vor einem Pitch sollte man sich selbst folgende Fragen beantworten und die Ergebnisse in die Präsentation einbauen:

  • Was sind die Unternehmensziele meines Startups?
  • Wer ist meine Kundenzielgruppe?
  • Welche Probleme wird mein Produkt lösen?

Bei den Zielen sollte man unterscheiden und ansprechen:

  • Die nächsten drei Monate – die kurzfristige Perspektive
  • Die nächsten neun bis zwölf Monate – der nächste Meilenstein des Unternehmens
  • Die langfristige Perspektive

Bei den verschiedenen Arten des Publikums ist zu beachten:

Investoren: Angelinvestoren und institutionelle Investoren haben unterschiedlich ausgeprägte Risikobereitschaften und bringen sich auf verschiedene Arten in das Unternehmen ein.

Partner (Medienpartner, Konzerne, andere Startups): Auf welche Art und Weise kann der mögliche Partner von einer Partnerschaft profitieren?

Medien: Will man den Medien das eigene Startup für einen Artikel schmackhaft machen, sollte man in der Kontaktaufnahme sich auf die Punkte konzentrieren, die das jeweilige Publikum der anvisierten Publikation am ehesten interessieren könnten. Auch hier wieder gibt es starke Unterschiede zwischen Journalisten und Bloggern.

Was einzelne Investoren und Journalisten zum erfolgreichen Pitchen sagten:

Angelinvestor Rob Schiller und Simon Levene von Accel Venture Partners achten besonders auf den Charakter und den Ehrgeiz bei Gründern.

Matt Marshall von Venturebeat hat die eigene Rolle als Filter betont. Wenn ihn Startups anschreiben, will er besonders wissen, was das jeweilige Startups von den Mitkonkurrenten unterscheidet. Was macht das Startup, was andere nicht machen? Das  interessiert ihn am meisten. Marshall spricht auch noch einen wichtigen Punkt für heutige Webstartups an: Die Messlatte liegt heutzutage mittlerweile höher als noch vor kurzem.

Mike Butcher von Techcrunch UK will nicht über Skype oder Twitter angepitcht werden. Er bevorzugt es, über Email kontaktiert zu werden. Die Vorteile von Emails für ihn: sie sind archivierbar und durchsuchbar. Außerdem sollten sich Startups vor Kontaktaufnahme mit ihm die folgende Frage stellen und darauf die Mail ausrichten: Wie sollte die Überschrift zu einem Artikel über mein Startup ausschauen?

Marshall von Venturebeat als auch Butcher von TC UK bevorzugen, auch wieder wenig überraschend, über Stealth-Startups zu schreiben, welche vorher noch keine Berichterstattung erhalten haben. Marshall ist besonders an der Technologie interessiert, der “secret, magical sauce”.

Reshma Sohoni von Seedcamp möchte, das Startups in ihren Pitches besonders folgende Fragen beantworten: Warum sollten ‘echte Menschen’ das Produkt benutzen? Was macht es wichtig?

Hier noch ein paar Hinweise, wie man als Startup am besten netzwertig.com kontaktiert:

  • Wir bevorzugen Email.
  • Als Email-Adresse für Pitches bitte desk.netzwertig at blogwerk.com benutzen. Nicht die persönlichen Emailadressen der Autoren und auch nicht tipps.netzwertig. Diese Adressen sind nicht für diese Art von Kontaktaufnahme bestimmt. Jede Mail, die nicht an desk.netzwertig geht, aber eigentlich an alle Autoren gehen sollte (also Pressemitteilungen, Pitches), erhöht den internen Koordinationsaufwand (und nervt).
  • In der Email, wie oben von anderen Bloggern und Journalisten empfohlen, herausarbeiten, was das eigene Startup von Mitkonkurrenten unterscheidet.

Buchempfehlungen zum Thema:

  • Geoffrey A. Moore – Crossing the Chasm
  • W. Chan Kim und Renee Mauborgne – Blue Ocean Strategy

(Foto ist nicht auf dem Pitchcamp geschossen worden und ist von D’Arcy Norman)

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3 Kommentare

  1. Ted Shelton
    schrieb am 22. Oktober 2008 um 23:21 Uhr (#)

    Thanks for coming to pitch camp – I used Google Translate to read your post — thanks for posting a summary for German readers. Unfortunately my German ends at “Ich bin ein Berliner!” which yes, I know, is about being a jelly roll…

    I hope you found the session helpful yourself! Please feel free to send comments and criticisms so we can make it even better the next time

    best

    Ted Shelton

  2. Jeff Jones
    schrieb am 30. Oktober 2008 um 03:43 Uhr (#)

    Hallo Marcel,

    Ich bin auch Amerikanisch, aber kann ich (naturlich :D ) ein bisschen Deutsch sprechen. Fur zwei Wochen, habe ich fur deutsche technologische blogs gesucht. Dieser Blog ist perfekt. Ich have viele Ideen und Sie haben in viele Wege mir geholfen! Tut mir leid, kann ich keine umlauts benutzen. Ich weiss nicht wie mit diesem Keyboard. Ja mit einzige dingen bin ich noch ein “noob.” Ich lese ihr blog immer, und erwarte ich fur den Nachsten. Gut gemacht!

    JJ

  3. Krista26
    schrieb am 19. Dezember 2009 um 02:13 Uhr (#)

    Yeah assuredly very
    favorable for the lector it was pleasant to read about this good topic! If you need to get a great job firstofall you need resume. Study and don’t forget – if you have to work and study at the same time, there areprofessionals who are ready to advice you with your resume when you under time pressure and looking for a great job.

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