Samstag App Fieber:
uberelectron, Rabattschlacht
und mehr

Markus Spath, 11. Oktober 2008 17:23 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: uberelectron – eine Video-Suchmaschine für Couch-Potatos; artition – ein soziales Netzwerk für Künstler; conespra – eine Plattform für Fragen und Antworten zu Produkten; und Rabattschlacht – eine Live-Shoppingseite mit verdeckten Preisen und Preiszeitfenstern.

uberelectron

uberelectron
Unter dem wunderschönen Namen uberelectron startet Sascha Kluger eine Video-Suchmaschine mit durchaus innovativem User-Interface. uberelectron indiziert Videocasts und andere öffentlich zugängliche Medien-Feeds und macht deren Videos webbasiert verfügbar.

Nach eigenen Angaben orientiert es sich dabei an der Metapher des klassischen Fernsehens, wobei die Kanäle dynamisch je nach Suchanfrage zusammengestellt werden. Im Idealfall gibt man das Thema des eigenen Interesses ein, lässt sich die Playlist generieren, lehnt sich im Sofa zurück und geniesst ohne weitere Klicks, was kommt. Kleiner Hinweis: Nützliche Keyboard-Shortcuts sind die Eingabetaste, mit der man die Ansicht der Grösse des Videos toggelt, und die Pfeile links und rechts, mit denen man zum vorigen respektive nächsten Video springt.

artition

artition
Mit artition gibt es ein neues soziales Netzwerk für Künstler. Diese können sich mit einem Profil vorstellen, ein Blog führen, Videos und Fotos ihrer Werke raufladen und gegebenenfalls verkaufen.

Die anderen Mitglieder der Community können in den Beständen browsen, Werke bewerten und kommentieren, sich zu Netzwerken zusammenschliessen, die üblichen Social Networking Features halt. Trotzdem ist es erfreulich, einmal in diesem Vertikal etwas Bewegung zu sehen. Ein paar künstlerspezifische Features wie Wettbwerbe sind geplant.

conespra

conespra
Fragen, Antworten und Tipps zu jedem Produkt gibt es auf conespra. Das Prinzip dabei ist, dass man Fragen zu Produkten stellen kann. Falls es noch keine korrespondierende Anwort gibt, kommen andere User oder Mitarbeiter des Produkts ins Spiel, über deren Antworten man per Email oder via RSS informiert werden kann.

Ganz interessant dabei: Firmen können ihr Produkt ‘übernehmen’ und die Antworten betreuen. conespra fungiert dann als eine Art crowdgesourcte und webbasierte Kundendienstlösung, die man mit FAQs ergänzen und mit einem Widget in den eigenen Webauftritt zurückspiegeln kann.

rabattschlacht

rabattschlacht
Last not least hat sich Rabattschlacht konzeptionell erneuert. Die nach dem Prinzip der verdeckten Preise operierende Shoppingseite hat eine neue zeitliche Dimension, der Einsatz von 90 Cent vermindert nicht nur den Preis für einen Artikel um 50 Cent, sondern lässt den Benutzer auch eine Minute lang live mitverfolgen, wie sich der Preis entwickelt.

“Entscheidend wird sein, wieviele Leute ihre Kontenguthaben auffüllen und regelmäßig an einer Schlacht teilnehmen.” sinniert Betreiber Jens Kunath über die Erfolgsaussichten in diesem doch gedrängten Markt, und das könnte tatsächlich entscheidend sein.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Alex

    schrieb am 12. Oktober 2008 um 11:12 Uhr (#)

    Artition finde ich interessant. Wenn als Ergebnis so eines Portals die Werke von Künstlern und Kunststudenten besser verfügbar gemacht werden, dann könnt es etwas werden.

    Das Prinzip von Conespra ist doch schon in diversen Varianten umgesetzt worden. Es hat bisher noch nie richtig funktioniert - schon gar nicht als Geschäftsmodell. Das sieht so noch sehr langweilig aus.

    Zu Rabattschlacht habe ich gestern etwas auf unserem Blog geschrieben. http://blog.kassenzone.de/2008/10/10/rabattschlachtde-losbude-20/

  2. wolfgang

    schrieb am 12. Oktober 2008 um 17:41 Uhr (#)

    Naja. Artition erfüllt ja tatsächlich jedes Klischee der Webzwonull-Welt inclusive gespiegeltem “Logo”, Coverflow und Beta-Prilblume. Die Coverflow-Geilheit bei Webanwendungen werde ich eh nie verstehen. Das nervt eigentlich immer. Schlimmstes Beispiel ist Zoomer.


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