TechCrunch:
Die CrunchBase bekommt ein API

Markus Spath, 16. Juli 2008 14:00 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

TechCrunch spendiert der CrunchBase ein API. Strukturierte Informationen zu Tausenden von Startups können nun programmatisch abgefragt und weiterverwendet werden.

Das US-Blog TechCrunch bedarf wohl keiner Vorstellung. Auch wenn es nicht ganz stimmt, in der allgemeinen Wahrnehmung wird die Entwicklung des Web gerne durch die Brille von TechCrunch gesehen, für Startups ist die Berichterstattung auf TechCrunch eine Art Ritterschlag und Garant für 15 Minuten des Ruhms und ein paar Tausend neue User.

Dass dieser TechCrunch-Effekt von vielen Startups bei weitem überschätzt wird, ist eine anderes Thema. Auch Mega-Blogs wie TechCrunch helfen in den seltensten Fällen beim nachhaltigen Aufbau einer Userbasis. Die via TechCrunch vermittelten Allestester sind üblicherweise genau so schnell wieder weg, wie sie gekommen sind. Doch zumindest ist man – auch für Investoren etc. – auf der Map.

In den letzten 6 Monaten ist die CrunchBase zu einer umfassenden Datenbank für Informationen rund um Tausende von Startups, Tools und beteiligte Personen geworden. Die gesammelten Informationen zu Produkten (zum Beispiel Twitter auf Crunchbase) etwa beinhalten eine Kurzbeschreibung, Kontaktdaten, Meilensteine der Entwicklung, die wichtigsten beteiligten Personen, Finanzierungsrunden, Traffic-Analysen, zusätzlich kann kommentiert werden und die wichtigsten Meldungen dazu werden aggregiert.

Heute hat TechCrunch für die CrunchBase ein API veröffentlicht, über das man auf diesen Fundus an Informationen programmatisch zugreifen kann. Alle Daten stehen unter einer “Creative Commons By Attribution “-Lizenz, können also auch von kommerziellen Anwendungen verwendet werden, vorausgesetzt die Quelle wird genannt.

The CrunchBase API is read-only and uses JSON for output. There are no developer accounts to sign up for and no throttling of requests. Just point your browser to a special URL like this one (or curl it from the command-line), and you’ll receive pretty-printed JSON of all the data found on a normal page. The data includes company descriptions, geocoded offices, acquisitions, executive boards, competitors, and much more.

Das ist doch ziemlich cool, auch wenn es wohl noch ein paar technische Kinderkrankheiten gibt (es fehlt etwa ein Callback-Mechanismus für die API-Aufrufe, ohne den JSON um einiges weniger nützlich ist). Interessant dabei auch: in den Kommentaren kündigt Michael Arrington an, dass die Daten regelmässig mit Freebase, dem Projekt mit dem ambitionierten Ziel eine strukturierte und öffentlich zugängliche Datenbank des gesamten Weltwissens zu sein, abgeglichen werden.

Für den deutschen Raum vergleichbare, allerdings API-lose Angebote sind das Startupverzeichnis von deutsche-startups.de und das im Januar ‘08 an den Start gegangene Startup-Wiki.

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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Christoph Möller

    schrieb am 17. Juli 2008 um 00:32 Uhr (#)

    Witzig, habe heute über Twitter direkt von dem Semantic Web Experten, der gerade daran arbeitet, davon erfahren:

    Benjamin Nowack: starting work on an RDF parser for the TechCrunch API JSON

  2. FFD

    schrieb am 17. Juli 2008 um 12:31 Uhr (#)

    Was meinst du mit Callback-Mechanismus?

  3. David G.

    schrieb am 17. Juli 2008 um 12:50 Uhr (#)

    Interessant - so langsam kommt das Semantic Web in Bewegung.

    [yaabu - News & Social Bookmarking]


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