Xing irritiert Iren

Xing setzt in Emails an irische Nutzer Irland mit dem UK gleicht.
Als der deutsche Bookmarking-Dienst Mister Wong vor einem Jahr in die USA expandierte, fing er sich mit seinem Logo, das einen klischeehaften Chinesen zeigte, einen mittleren Skandal ein, den man anschließend mit einer Entschuldigung und einem Logocontest gekonnt zu einem glimpflichen Ende bringen konnte.
Nun hat Xing einen nicht ganz so schwerwiegenden Fehler begangen. Nichtsdestotrotz macht man sich mit einem solchen Vorgehen weder Freunde noch begeisterte Kunden.
Der bekannte irische Techblogger Tom Raftery vermerkte auf Twitter zu einer erhaltenen Mail von Xing:
Xing email: “Invite your friends in the UK and get free months!” Premium membership if you invite British friends. V. insulting to the Irish

Wie Stowe Boyd zu recht anmerkt, impliziert die Xing-Email zwei Möglichkeiten:
- UK-Bürger zählen mehr als Iren oder
- Irlands Einwohner werden mit in den UK-Pool geworfen
Angesichts der nicht gerade einfachen Vergangenheit zwischen den beiden Ländern eine heikle Angelegenheit.
Sicher eher ein kleiner Fauxpas von Xing, zeigt dieser Vorfall wie seinerzeit der Mister-Wong-Logo-Fall aber doch, wieviele Fallstricke die Internationalisierung bereit halten kann.
Zeit, die Länder-Einstellungen anzupassen, werte Xinger.















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Hm, das liegt wohl daran, dass die meisten Iren nicht ihre Landessprache Gälisch sondern UKisch, ähem Britisch, ähem Englisch sprechen und XING wohl nur nach Sprachen aber nicht nach Ländern gefiltert hat. Was natürlich in diesem Fall wirklich peinlich ist.
Und da das irische Englisch in der Schriftform nicht viel anders als das britische Englisch ist werden sie halt in der Sprachauswahl “English – UK” angeben.
Wir Österreicher müssen – genauso wie die Schweizer, die Südtiroler, die deutschsprachigen Belgier und die Luxemburger – auch damit leben, dass wir auf vielen Websites nur die Option “German (Germany)” haben und dann manchmal auch als “Deutsche” bezeichnet werden.
Stimmt, das geht in die ähnliche Richtung. Ist aber nicht ganz so konfliktbeladen, oder? :)
so ein unsinn. xing hat einfach eine aktion, bei der es für neue nutzer aus dem uk prämien gibt – die läuft auch in deutschland und hat sicher überhaupt nichts damit zu tun, dass man bei xing nicht wusste, dass uk & irland zwei verschiedene länder sind. solche aktionen gab es auch schon mit anderen ländern.
vielleicht erst recherchieren & nachdenken bevor man sowas zum pseudoskandal aufbläst.
laues lüftchen im wasserglas, das interessiert niemanden und es regt niemanden auf, ausser einige typen, die immer alles besser wissen…
Ob so etwas tatsächlich nötig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
‘schreibfaul’ als SEO-Keyword? Ernsthaft? URL gelöscht. Marcel Weiss
[Edit: Kommentar und Link gelöscht. Für Werbung sind die Display Ads oben und rechts da, nicht die Kommentare.]
Also ich bin nun wirklich kein Xing-Fan, ganz im Gegenteil, ich finde es immer wieder verwunderlich, welche Informationen die Teilnehmer in Ihren Profilen veröffentlichen. Wie kann man sich nur so “ausziehen”? Und auf der anderen Seite sind das die Leute, die sich am lautesten in Sachen mangelhaften Datenschutz beschweren.
Aber zurück zum Thema: Wo gearbeitet wird und Menschen am Werk sind, werden nun mal Fehler gemacht. Ok, wenn ich Ire wäre, würde ich mich vielleicht auch aufregen (vielleicht aber auch nicht). Aber ich kann über so einen “Skandal” nur müde lächeln.
@haiku
Das ist nicht nur kein Skandal, das ist einfach mangelndes Nachdenken: Xing hat Iren und Briten nie gleichgesetzt, sondern eine (im Übrigen nicht nur in Irland laufende) Aktion gestartet, bei der es für neue UK-Nutzer einen Bonus gibt. Das hatten die auch schon mal mit Franzosen und ist überhaupt kein Skandal, sondern einfach eine vom Autor dieses Artikels nicht verstandene (weil einfach nicht recherchierte) Tatsache.
Auf eine Richtigstellung des Artikels werden wir aber wohl noch ein paar Tage warten müssen.
Jan& Haiku, ich habe den Vorfall nicht als Skandal bezeichnet.
Zur Klärung, ob es sich um national ausgerichtetes Werben um neue Nutzer oder eine internationale Aktion handelt, habe ich Xing eine Mail geschickt und warte auf Antwort.
Selbst wenn es eine internationale Aktion ist, so ist es zumindest nicht sonderlich klug, das in dieser Form auch in Irland zu machen.
Ist das ein Skandal? Nein, mit Sicherheit nicht. Ist es etwas ungünstig für Xing in Irland? Schon eher.
Nur weil der Konflikt und die jüngere Geschichte der Region nicht in unseren Köpfen präsent ist, heißt es nicht, dass das an Ort und Stelle nicht so ist. Vielleicht wäre es verständlicher gewesen wenn es um Pakistan/Indien oder Palästina/Israel gegangen wäre.
Nochmal: Ich halte es auch nicht für einen Skandal und habe das auch nie so behauptet. Heikel ist es aber allemal.