Linkwertig:
Crack für Nachrichtenmacher
Robert Scoble noch einmal über die anschwellende Diskussion rund um Signal-Noise-Ratios in unserer Welt des Informationsüberflusses und warum er den Lärm liebt:
The news is in the noise. Which is why Twitter is crack for newsmakers. There’s no better place to find noise, er news, than on Twitter.[..]
The problem with both Google News and Techmeme? New ideas and new people won’t get onto the page easily. You have to convince multiple people who control these sites that your stuff is important. In Google News’ case you’ll probably have to publish your news on a site that already is added to Google News’ database. [..]
If you’re looking for new faces and new conversations that haven’t yet gotten to be important enough to get onto Google News or Techmeme, then FriendFeed and Twitter are far better places to hang out.
Das ist ein wichtiger Punkt, den er hier anspricht. Je weiter vorn man als Journalist, Blogger oder sonstwie gearteter Informationbroker sein will, desto mehr muss man gewillt sein, den Kampf mit dem Lärm aufzunehmen. Nur in diesem, ausgerüstet mit gestählten Effizienzwaffen, gewinnt man die entscheidenden Wissens- und Zeitvorteile. Nur dort, wo die Durchlässigkeit hoch ist und institutionalisierte Schranken nicht existieren, sieht man Trends und Entwicklungen vor allen anderen. So, genug Pathos für Montag früh.
» Scobleizer — Tech geek blogger » Blog Archive Why Google News has no noise «
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!











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Auch genug Eigenwerbung für den Montagmorgen. Und eine Frage noch: Sind Blogs schon tot? Oder warum taucht Technorati wohl nicht in der Reihe “FriendFeed and Twitter” auf?
Hab gerade eine gedruckte Zeitung gelesen.
Damit bin ich dann wohl drausen.
Stimme 100 Prozent zu. Auf deutsche Verhältnisse gebracht, heisst das: Eine Nachricht, die auf Rivva oder der Yigg Startseite landet, ist eine alte Nachricht. Natürlich kann man diese immer noch um seinen eigenen Blickwinkel erweitern, und damit Wert schaffen.
@HM: Zu Unterhaltungszwecken ist eine totes-Holz-Zeitung sicherlich geeignet. Wenn es ein gutes Papier ist, auch für Hintergrundinformationen und Analysen. Aber für aktuelle News? Hmmm…
Informationstheoretisch geht der Wert von Rivva stark gegen null … denn Informationen sind eigentlich nix mehr wert, wenn sie jeder hat. Von daher ist meine Vermutung, dass Rivva noch den größten Mehrwert für jene bietet, die nicht die Zeit finden, täglich Hunderte von Blogs zu sichten.
Hab ja schon getwittert, dass mir das Scoble-Posting auch sehr gefallen hat.
@Frank: Ich wollte mit meinem Kommentar keineswegs dein Baby angreifen. Ich mag Rivva sehr und nutze es gerne, um zu sehen, ob mir wichtige Sachen durch die Lappen gegangen sind – was zwangsläufig passiert. Nur wenn man brandaktuelle Infos will, muss man woanders suchen.
No worries, Thomas. Ich weiß ja um Rivvas Schwächen, da ich die Seite vorrangig für mich selbst baue – ist praktisch mein automatisiertes Linkblog ;)
Eine Tatsache, die sich nicht mehr leugnen lässt, ist z.B., dass die Konversation die Blogs verlassen hat. Diese Veränderung ist so grundlegend, dass mir gerade die Grundmauern vorn und hinten einfallen.
Robert Scoble hat den wunden Punkt getroffen …
Ah! Wie war das, private vices, public benefits? Solltest Du noch mehr so schöne Eigennutzprodukte haben: Bitte öffentlich machen ;)
Ben_: “genug Eigenwerbung”? Der imgriff.com-Link? Tut doch niemandem weh. :)
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HM: sieht so aus. ;)
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Thomas Frütel: Ja, es kommt halt immer drauf an. Twitter ist schneller als die meisten Blogs. Ein einzelnes gutes Blog ist schneller als Rivva, das ist noch allemal schneller als eine Onlineausgabe einer MSM, die ist, wenn es gut ist, wiederrum (marginal) schneller als Google News, was wiederrum schneller als eine Printausgabe ist. usw.
Ist halt immer die Frage, wo man gern stehen möchte und was man dafür in Kauf nehmen will.
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Frank: Ich sehe nicht, dass Rivvas Wert informationstheoretisch gegen null geht. Eben weil es Teil der oben beschriebenen Kette ist und da mittendrin und nicht am Ende steht. Und selbst wenn, hätte es immer noch einen Nutzen (Nicht alle in der Bevölkerung sind Infobroker, und haben dementsprechend vershciedene Ansprüche an Newsangebote).
Frank, ist es tatsächlich so schlimm um Rivva und die Konversation in den Blogs bestellt?
War es in der dt. Blogosphäre nicht schon immer so, dass man gern über die Möglichkeiten des Bloggens geschwurbelt hat, aber niemand sie auch wirklich genutzt hat? Ich habe erst im letzten Jahr erste zaghafte öffentliche Diskurse gesehen in dt. Blogs. Und das waren auch noch teilweise die, aus denen netzwertig.com entstanden ist.
Die dt. Blogosphäre war schon vor Twitter in einem traurigen Zustand.
(Ich glaube übrigens auch, dass es nicht hilft, wenn Du auf Rivva englishcsprachige Blogs mehr und mehr mit reinnimmst. Das finde ich immer komisch, wenn die da auftauchen ohne in dt. Blogs verlinkt worden zu sein.)
Ich müsste tatsächlich mal ein statistisches Bild zeichnen, doch von dem, was ich hier sehe, haben die Vitalfunktionen und der Verlinkungsgrad dramatisch abgenommen. Selbst große Themen schwappen einfach nicht mehr hoch. Das liegt jedoch an vielen Faktoren, können Twitter nicht die gesamte Schuld dafür zuschieben.
Die englischsprachigen Blogs tauchen eigentlich erst auf, wenn die deutschsprachige Warteschlange völlig leergelaufen ist. Wie man leicht an der “Meist gelesen”-Box ablesen kann, interessiert das Zeug wirklich nicht viele Leute. Mein persönlicher Anspruch ist allerdings, dass die Seite irgendwo auch ein repräsentatives Bild abliefert. Bisher war das leider nicht möglich, ohne die englischen Feeds mit ins Raster zu nehmen.