Linkwertig:
Musikindustrie und ihre Ansichten

Marcel Weiss, 25. April 2008 10:45 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Anlässlich des morgigen Tages des geistigen Eigentums (was es nicht alles gibt) hat die Musikindustrie heute einen offenen Brief in FAZ, SZ und TAZ veröffentlicht. Und das nur, um allen nochmal ins Gedächtnis zu rufen, dass die Musikindustrie auf keinen Fall etwas mit dem 21. Jahrhundert zu tun haben will. Wie zuvorkommend.

Abgesehen von leicht derber Sprache ist die Antwort von Rene auf Nerdcore auf diesen offenen Brief lesenswert. Er fasst einen Großteil der Argumente, die gegen das Amoklaufen die Strategie der Musikindustrie sprechen, zusammen. (Allerdings gibt es da so viele Argumente, dass ein umfassender Artikel doppelt so lang sein könnte.)

Es tut mir ja leid, dass die Zeiten vorbei sind, als Sie darüber bestimmten, wie und wann Musik gehört wurde. Get over it!

Eben. Wegezoll war auch mal ein einträgliches Geschäftsmodell. Es hat sich aber nicht halten können. Weil die Gesellschaft ohne es wesentlich besser dran war.

Letzten Endes ist das aber alles vergebene Liebesmüh. Eine Industrie, der nach 10 Jahren eines veränderten Marktes immer noch als einzige Antwort nur das Verklagen ihrer Kunden einfällt, hat es schlicht nicht verdient, zu überleben. Punkt.

Den offenen Brief der Musikindustrie findet man unter Anderem auf heise. Die Antwort auf Nerdcore hier:

» Offener Brief der Musikindustrie an die Kanzlerin zum Tag des geistigen Eigentums – und meine Antwort – Nerdcore

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!

Dieser Text ist mir was wert:

Weiterempfehlen

Mehr lesen

Musik: Erfolg mit Netaudio

1.3.2010, 6 KommentareMusik:
Erfolg mit Netaudio

Entertainment For The Braindead ist ein weiteres Beispiel, wie Musik künftig online Verbreitung erfahren kann und die Künstler mit wenigen Mitteln eine Fanbasis aufbauen können.

Medienwandel: Warum sich die Filmindustrie keine Sorgen machen muss

15.1.2010, 32 KommentareMedienwandel:
Warum sich die Filmindustrie keine Sorgen machen muss

Anders als die Musikbranche kann die Filmindustrie relativ zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Amanda Palmer über Twitter und co. als Tools für Musiker

6.10.2009, 7 KommentareAmanda Palmer über Twitter und co. als Tools für Musiker

Amanda Palmer und die Mitglieder der Band Georgia Wonder über die Möglichkeiten von Musikern, online mit Fans in Kontakt zu treten.

3 Kommentare

  1. Semikolonne
    schrieb am 25. April 2008 um 14:14 Uhr (#)

    Sehr interessant dies bezüglich, der Wechsel von Madonna von Warner zu Live Nation.
    Mehr muss man dazu nicht sagen.

  2. c3p
    schrieb am 26. April 2008 um 15:59 Uhr (#)

    nerdcore spricht mir aus der seele!

  3. Marvin
    schrieb am 27. April 2008 um 19:54 Uhr (#)

    Wirklich sehr interessant, einem sterbenden Riesen zu beobachten. Wie lang wird’s wohl noch dauern?

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.