Zehn Thesen zur digitalen Zukunft

Martin Weigert, 31. März 2008 08:00 Uhr, 34 Kommentare Kommentare

glaskugel.jpgImmer wieder taucht in Gesprächen die Frage auf, wie das Web in drei, fünf oder zehn Jahren aussehen wird. Ich muss dabei regelmäßig kapitulieren. Die Komplexität des Themas, die Geschwindigkeit der technischen Entwicklung sowie der Grad der Verschmelzung mit anderen Technologien haben in letzter Zeit so stark zugenommen, dass mir eine detaillierte Prognose und vor allem ein zeitlicher Ausblick schwer fällt. Statt ein Bild davon zu zeichnen, wie wir das Netz im Jahr 20xx nutzen werden, ziehe ich es vor, für einzelne Bereiche des Webs und seiner Peripherie anhand des bisher Geschehenen Thesen aufzustellen, wohin es zukünftig für die digitale Gesellschaft gehen könnte.

Ich habe den Sonntag dafür genutzt, mir zehn solcher Thesen einfallen zu lassen, die nach meiner heutigen Auffassung für die weitere Entwicklung des Internets Gültigkeit haben werden. Die einzelnen Punkte sollen zur Diskussion anregen und auch dazu einladen, sie mit schlagfertigen und überzeugenden Argumenten zu widerlegen. Jeder Ausblick in die Zukunft birgt Risiken und kann sich am Ende komplett oder in Details als falsch herausstellen. Es deshalb aber gar nicht erst zu versuchen, wäre dann doch schade.

1. Print als Massenmedium stirbt
Ein viel diskutiertes Thema, bei dem für mich nur noch die Frage offen ist, wann es passieren wird, nicht ob. Print als Massenmedium hat keine Zukunft. Die Web-Vorteile geringer Produktions- und Distributionskosten, hoher Flexibilität, entscheidender Aktualität und signifikanter Nähe zum Leser werden Inhalte weiterhin und mit zunehmender Geschwindigkeit vom Papier ins Netz verlagern.

2. Social Networks werden Kommunikationstool für jedermann
Social Networking ist kein temporärer Hype. Soziale Netzwerke werden langfristig für jeden Menschen zum täglichen Kommunikations- und Informationswerkzeug, auf das man von überall Zugriff hat.

3. E-Mail verschwindet nicht
Die E-Mail als das einfachste, praktischste und schnellste Kommunikationsmittel im Web wird nicht verschwinden, aber verstärkt mit Elementen des Social Web verschmelzen.

4. “The Winner takes it all”-Theorie behält Gültigkeit
Einzelne Bereiche des Internetgeschäfts werden weiterhin von einem (oder wenigen) großen Anbieter dominiert. Für Nischenanbieter lässt es sich aber auch im Long Tail gut leben.

5. Personalisierte Werbung wird zum Standard
Im Netz brauchen sich Werbetreibende keine Streuverluste mehr zu leisten. Das Ausliefern von maßgeschneiderten Anzeigen, basierend auf den soziodemografischen Daten und Präferenzen des Users, entwickelt sich zum allgemein akzeptierten Standard.

6. E-Commerce steigt zu populärem Geschäftsmodell auf
In Zukunft gerät das Verkaufen von realen und virtuellen Gütern verstärkt in den Blickpunkt von Anbietern, die heute noch nichts mit Handel im Netz zu tun haben. Die Erzielung transaktionsbasierter Umsätze macht Webanbieter unabhängiger vom Schwankungen unterworfenen Werbemarkt.

7. Bezahlte Inhalte erleben Renaissance
Der momentane Trend, sämtliche Inhalte im Web kostenlos anzubieten, wird abflauen. Gerade für Qualitätsangebote, die auf hohe Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit setzen, kann sich das Bereitstellen von Content gegen Gebühr als (wirtschaftliches) Erfolgsrezept erweisen. Anzunehmen, dass sämtliche digitalen Inhalte, für die bisher bei physischer Distribution bezahlt wurde, in Zukunft durch Werbung finanziert werden könnten, ist Illusion.

8. Marketing wird erheblich komplizierter
Dank der allgegenwärtigen Möglichkeiten zum Abrufen und zum Erstellen von weltweit verfügbaren Informationen lassen sich Konsumenten nicht länger durch leere Werbeversprechen täuschen. Verbraucher werden zu Prosumenten, die die Kunde von guten oder schlechten Produkterlebnissen sofort im Netz weitertragen. Dieses Phänomen wird sich in den nächsten Jahren noch deutlich verstärken.

9. Physische Distribution von Musik und Film ist bald Geschichte
In wenigen Jahren werden Musik und Filme nur noch digital über das Netz verkauft und vertrieben. Die Zeit optischer Datenträger ist dann abgelaufen.

10. Lineares Fernsehen wird sich (vorerst) behaupten
Die On-Demand-Konsumtion von visuellen Inhalten nimmt zwar zu, aber die mit herkömmlichen Fernsehen verbundene Möglichkeit zur vollständigen Passivität des Zuschauers sichert klassischen TV-Sendern mit starrem Programmschema vorläufig die Existenz. Selbst der größte Freund der digitalen Revolution genießt es noch gelegentlich, sich auf der Couch für einen Augenblick passiv berieseln zu lassen.

Foto via Flickr/Isobel T

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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34 Kommentare

  1. Jan S.
    schrieb am 31. März 2008 um 10:17 Uhr (#)

    Ich stimme eigentlich in allen Punkten zu, nur im Punkt, dass Print als Massenmedien aussterben habe ich meine Differenzen.
    Ich bin zwar auch der Meinung, dass der Zeitungsmarkt weiter abfallen wird, aber der Zeitschriftenmarkt wird weiterhin, mit gerinen Einbußen, bestehen bleiben. Besonders in Deutschland genießen Zeitschriften eine enge Bindung zu ihren Lesern und das Thema Aktualität spielt hierbei keine große Rolle.
    Deinem Punkt, dass lineares TV bestehen bleibt stimme ich voll und ganz zu. Der Zuschauer hat schließlich gar keine Lust sich ständig das Programm selber aussuchen zu müssen.

  2. klisch
    schrieb am 31. März 2008 um 11:33 Uhr (#)

    These 11.) Videotheken all over the world, Das haptische Erleben bleibt bestehen

  3. Widget
    schrieb am 31. März 2008 um 12:27 Uhr (#)

    Hallo,
    nicht schlecht die Thesen. Mir fehlt noch eine Auseinandersetzung mit der Aufgabe des so genannten semantischen Webs. Wenn all diese schönen Inhalte und Produkte nicht gefunden und Inhalte nicht vernünftig miteinander verknüpft werden (und ich meine nicht die jetzt mehr schlecht als recht funktionierende Suche über Google), werden wir in Zukunft in einem unermesslichem Teich an Informationen fischen und ich meine fischen im Trüben.

  4. Michael
    schrieb am 31. März 2008 um 13:24 Uhr (#)

    Ist personalisiertes lineares Fernsehen auch lineares Fernsehen? ;-)

  5. Severin
    schrieb am 31. März 2008 um 13:48 Uhr (#)

    Also erst einmal zu Print hab ich einen Artikel verfasst http://dinablog.de/?p=9

    Martin, ich stimme dir bei einigen Dingen für die nähere Zukunft zu.

    Auf längere Sicht wird das www. wie es aktuell existiert verschwinden. Meiner Ansicht nach wird es immer mehr auf einzelne Anwendungen herauslaufen die mit dem Internet verbunden sind. Sehr innovativ finde hier ich z.B. Joost.

    Noch weiter wird es auf das Web 3.0 Herauslaufen, das bedeutet das einzelne Produkte, wie Staubsauger, Handy, Auto miteinander und mit dem Internet vernetzt werden. Ein gutes Beispiel ist dieses neue Microsoft Surface das geht in diese Richtung. In meinem Artikel hab ich schon darüber geschrieben, dass das E-Paper auch kommt.

    Diese ganze Entwicklung ist natürlich fließend, also es gibt jetzt schon “Web 3.0″ Geräte, aber bis der Schwerpunkt hier liegt dauert es noch eine Weile.

    mfg Severin

  6. Martin Weigert
    schrieb am 31. März 2008 um 14:29 Uhr (#)

    @ Jan

    Ich habe ja absichtlich keinen Zeitrahmen für diese Prognose genannt. Das Schrumpfen des Printbereichs wird in Etappen ablaufen, zuerst Produkte mit hohem Aktualitätsanspruch, eher später Belletristik etc. Zunehmend wird die Entscheidung der Anbieter von Print zu Online eine ökonomische sein. Ab einem bestimmten Zeitpunkt wird es dann meiner Ansicht nach kaum noch eine Rolle spielen, ob einzelne Personen noch immer Papiermedien bevorzugen. Entweder sie gewöhnen sich um oder sie müssen sich mit dem immer kleiner werdenden Angebot an Gedrucktem zufrieden geben.

    @ Widget

    Wohl wahr. Mal sehen, was sich in diesem Bereich tut.

    @ Michael

    Ich würde sagen, ja ;)

    @ Severin

    Ich sehe das wie du: Das klassische “www” wird durch mit dem Web verbundene Applikationen, die stationär und mobil genutzt werden können, abgelöst.

    1. stephan
      schrieb am 31. März 2008 um 16:55 Uhr (#)

      Print stirbt? Die These höre ich ungefähr, setdem ich Redakteur bin (doch – schon länger ;) ).
      Tatsächlich ist es so: Die Auflagen gehen zurück, was ich gar nicht so sehr auf das Internet zurückführe, sondern der Gleichförmigkeit der Angebote. Die wiederum kommt von aus Marktforschung resultierender Windschnittigkeit her. Ein Teufelskreis, dass man eben nicht die Nischen bedienen mag, sondern die Masse.
      Schlimmer aber: Die Werbetreibenden gehen ins Web. Das bricht vielen Zeitschriften und Zeitungen das Genick.

      Das Sterben wird sich aber noch hinziehen. Solange ich noch nix gleichwertiges wie eine Zeitung in den Zug, die UBahn, die Toilette, etc mitnehmen kann, wird es Print geben. Zudem: Schon mal versucht einen langen Artikel auf dem Bildschirm zu lesen? Die Absprungrate des Lesers dürfte online wesentlich höher sein, als beim Papier.

      Das Web hat und auch die Anzeigegeräte (Notebooks, IPods, etc) haben also noch einiges aufzuholen.

      Geld für Inhalte im Web? Ja, das wäre so schöööön. Ein Traum, dass der Konsument wieder den Wert eines Textes erkennen würde, die Arbeit, die dahinter steckt. Angenehmer Effekt: Die Googleoptimierung wäre nicht mehr alles, sondern die Qualität der Inhalte würde wieder steigen… ein wunderbarer Traum in einer Welt, in der ich dreimal einen Wikipedia Eintrag richtigstellen musste – wo die Masse arbeitet, entsteht eben Durchschnitt.

  7. Georg Krüger
    schrieb am 31. März 2008 um 14:58 Uhr (#)

    sehr gute punkte…in denen ich mit dir zu 100% übereinstimme…WIE LANGWEILIG :D
    abre den print-medien…gebe ich noch noch ne Weile. es ist einfach kulutrell zu stark verankert und einfach ungeheuer angenehm eine zeitung zu lesen anstatt in de röhre zu glotzen…

    und jetzt komm mir nicht mit dem amazon kiddle :D

  8. Martin Weigert
    schrieb am 31. März 2008 um 15:00 Uhr (#)

    Aber es gibt doch da diesen Kindle… ;)

    Ich gebe den Printmedien auch noch ein paar Jahre. Aber wohl nicht mehr als 10 bis 15.

  9. Daniel Thomaser
    schrieb am 31. März 2008 um 15:54 Uhr (#)

    Über die personalisierte Werbung:

    Unterschätze nicht die Trägheit/Inkompetenz/Zeitnot vieler Werbetreibender.
    Oft wird die Möglichkeit des Targeting gar nicht wahrgenommen und Streuverluste achselzuckend in Kauf genommen. Oft werden die Entscheidung über Media-Etats von, sagen wir höflich – semi-professionellen -, Kunden getroffen. Intelligente und integrierte crossmediale Kampagnen sind eher die Seltenheit.

    Gerade Internetwerbung steckt noch so in den Kinderschuhen, dass in meinen Augen ein “Standard” noch Lichtjahre entfernt ist…

    Und zu 9.: Auch darauf wirst du noch sehr lange warten müssen =)

  10. Matthias Zellmer
    schrieb am 31. März 2008 um 16:09 Uhr (#)

    Okay … die Thesen stehen und sollen kommentiert werden:

    Das Print kein Massenmedium mehr sein wird, da könnte etwas dran sein. Ich erwische mich immer mal wieder, wie ich vor Zeitschriften-Regalen stehe und einfach nichts finde. Wenn dann doch mal ein Magazin meine Aufmerksamkeit erregt, dann sind es oft solche mit hochwertigen Fotografien (ja, ja bzw. nein, nein … ich denke dabei eher an Architektur-Zeitschriften o.ä.). Für Print gilt somit, dass wenn es eine Chance haben will, dass es sich seiner Stärken bewusst werden und diese dann gezielt ausspielen muss. Ähnliches gibt auch fürs Fernsehen, sowie fürs Radio. Apropos Radio, dieses Massenmedium fehlt in den Thesen übrigens. Ich denke mal, dass auch die Entscheider in den Funkhäusern schwer am Schwitzen sind.

    Die E-Mail-These … hmmm … gewagt. Vielleicht wird es auch direkt andersrum. Die SocialNetwork-Messages werden E-Mail-fähig. Jedoch werden (bzw. tun es schon heute) wahrscheinlich Instant Messenger wie Skype und Co. einiges an Traffic von der Mail-Kommunikation wegnehmen.

    Zur den Winner-takes-it-all kann man noch hinzufügen, dass er es aber auch recht schnell wieder viel verlieren kann, wie man derzeit bei eBay sieht.

    Besonders interessant finde ich die These mit den Bezahl-Inhalten. Ich glaube, dass es hierbei eine stetige Wellenbewegung geben wird. Aus dem einfach Grund, dass es immer wieder lukrativ erscheinen wird, schon direkt mit den Inhalte Geld zu verdienen. Und für einige Inhalte wird es funktionieren und für andere wiederum nicht. Ich denke, dass vor allem der Mehrwert eine Rolle spielen wird und da würde ich eher auf Bezahl-Services als auf Bezahl-Inhalte setzen.

    Soviel fürs Erste von mir … :-)

  11. xconroy
    schrieb am 31. März 2008 um 17:16 Uhr (#)

    Mal sehen…
    zu #1: Sehe ich auch so, was den Nachrichtenbereich, die “großen” daily news betrifft. NY Times, Spiegel etc. verlagern ihre Aktivitäten mehr und mehr ins Netz, schätze das wird sich noch verstärken.

    Was die regionalen/lokalen Sachen betrifft, wird das wohl nicht unbedingt so schnellpassieren (auf lange Sicht aber wohl auch), denn die werden in vielen Orten durch kostenlose Anzeigenblätter,in denen viele lokale News, Veranstaltungshinweise und teils sehr eigenständige journalistische Artikel stehen, sehr gut abgedeckt.

    Bei Zeitschriften sehe ich das auch anders, speziell bei solchen, die inhaltlich ansprechend sind und nur zb. 1x monatlich erscheinen. In den Laden gehen und sich freuen, daß die neue “Juice” oder “Galore” endlich da ist, hat für mich schon einen Charakter, den eine Website nicht ohne weiteres ersetzen kann. Das mag aber reine Gewohnheit sein, und wer jetzt aufwächst, wird andere Gewohnheiten entwickeln.

    zu #3: denke auch, daß der klare Untershcheid zwischen eMail, SMS, SN-Nachricht und Instant Message (zzgl. Twittergedöns, aber wenn man sich mal außerhalb der webbegeisterten Freakosphäre umhört erfährt man erstaunlich schnell, daß zwar jeder MyStudiBook kennt, aber keine Sau Twitter ;-)) verwischt und eMail zwar nicht ausstirbt, aber “assimiliert” wird.

    zu #5: schätze, das wird noch paar Anläufe brauchen. Wenn erst mal die Ernüchterung darüber kommt, daß man via Werbung wohl doch nicht alles finanzieren kann, wird das wohl kaum ein Anreiz sein, sich auf diesen Bereich zu konzentrieren.
    Ne andere Sache ist das Datenschutzbewußtsein. Das ist bei Menschen, die nicht im Internet leben, ähnlich ausgeprägt wie die Kenntnis von Twitter, aber das kann sich durchaus ändern. Und da kann personalisierte Werbung das erste Opfer werden.

    zu #7: ja, aber erst dann, wenn sich amazons geniales 1-Click-Konzept durchsetzt oder etwas Vergleichbares. Sowas wie ein OpenID für Bezahldienste. Ich würde ja durchaus für dieses und jenes zahlen, aber die Einstiegsschwellen werden unnötig hochgelegt. Hier neu registrieren, dort PayPal, drüben brauchste ne Kreditkarte, woanders blickt man bei den Zahlungsmodalitäten überhaupt nicht durch. Das ist abschreckend.

    PS: was bin ich froh, daß Audio-Extraction-Tools offenbar noch nicht sehr bekannt sind… zumindest was Musik angeht braucht man heute kein Filesharing mehr, um kostenlos und legal (noch…) so ziemlich alles zu kriegen ;-)

    zu #10: klar, klassisches Berieselungs-TV wirds wohl immer geben. Möchte ich auch nicht drauf verzichten. Internet ist Aktivität, sollte man nicht vergessen. Einfach mal da sitzen und passiv sein ist entspannend.
    Was noch ausbaufähig ist ist das Web aufm TV-Schirm. Gemütlich auf der Couch surfen ist doch schöner als am Schreibtisch hocken. Zumindest was (längere) Filme, Streaming etc. angeht.

    # sonstiges: jo, das “Netz der Dinge” wurde ja schon vor zig (?) Jahren prophezeit, vllt kommt es jetzt auch. Wär ja nicht das Schlechteste, wenn ich via Handy schon mal den Backofen vorheizen kann oder dergleichen.
    Überhaupt sind mobile Anwendungen noch n ziemlich unerschlossenes Gebiet, da ließe sich einiges noch entwickeln (wird wohl auch), mittels Geotagging usw…

    Wir schauen dann mal in 5 Jahren, wenns dieses Blog dann noch gibt ;-)

  12. Andi
    schrieb am 31. März 2008 um 17:25 Uhr (#)

    Sehr interessanter Beitrag. Folgende Bemerkungen:
    1) Wie einige andere Kommentatoren denke ich, dass das Verschwinden der Printmedien die unwahrscheinlichste These ist. Dazu sehe ich auch aus der jüngsten Generation der Konsumenten zu viele, die sich trotz Internet noch Zeitschriften kaufen. “Handfeste” Nachrichtenmedien scheinen trotz Radio, Fernsehen und Internet ein Grundbedürfnis zu sein.
    2 und 3) stehen im Zusammenhang. Es wird spannend sein, ob ein anderes Medium Email ablöst – als Kommunikations- und Spammedium.
    Den anderen Thesen stimme ich weitgehend zu. Im Blick auf Musik und Video nutze ich schon heute fast nur noch digitale online Angebote oder Videoaufnahmen ab PC/TV-Karte, die im Haus mit 8 Bewohnerinnen und Bewohnern über Netzwerk verteilaber sind auf Analoge Fernseher und PCs.

  13. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 31. März 2008 um 17:31 Uhr (#)

    Spannende und ausführliche Reaktionen, toll!

    @ Daniel

    Früher oder später wird hoffentlich auch der trägeste Werber die neuen Möglichkeiten erkennen und mit ihnen experimentieren.

    @ Matthias

    Radio habe ich absichtlich nicht erwähnt, weil ich mir dabei selbst noch nicht so im Klaren bin, wo es damit hingehen wird. Ich habe leider die Quelle nicht zur Hand, aber letztens las ich einen Artikel, nachdem Radio so stark genutzt wird (durchschnittliche Hördauer) wie noch nie zuvor. Das zwar größtenteils passiv im Hintergrund, aber dennoch.

    Was E-Mail betrifft – klar, kann auch in diese Richtung gehen. Hatte dazu vor einiger Zeit mal etwas im Zusammenhang mit Facebooks Mailfunktion geschrieben.

    @ xconroy
    Die von dir genannten Nischenmagazine mit besonderem und einzigartigem Leseerlebnis werden, sofern es sich wirtschaftlich lohnt, sicher noch eine Weile existieren. Andererseits ist es wie du richtig anmerkst, alles nur eine Sache der Gewohnheit (und natürlich abhängig von der Verbreitung fähiger und funktioneller E-Paper-Gadgets).

    Bezüglich Datenschutz: Ich vermute eher, dass sich auch dabei nach und nach an die bisher nicht gekannte Zugänglichkeit der eigenen Personendaten im Netz gewöhnt wird, was allerdings einen verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Daten erfordert (und das bewusste Nicht-Veröffentlichten wirklich sensibler Informationen). Möglich, dass dies bei älteren Generationen nicht mehr passiert. In fünf Jahren checken wir das ;)

    @ Andi

    Ist das Verschwinden von Print als Massenmedium die unwarscheinlichste These oder nur die, für deren Eintreten noch am meisten Jahre vergehen müssen? ;)

  14. Daniel Thomaser
    schrieb am 31. März 2008 um 18:06 Uhr (#)

    Zum Thema Radio:
    Auch wenn man es nicht glaubt, Radio ist von der Nutzungsdauer und der Reichweite das populärste Medium in Deutschland!!!

    1. Alex
      schrieb am 2. April 2008 um 09:58 Uhr (#)

      Weil’s ein passives Medium ist, also nicht mehr als Berieselung

  15. Hugo E. Martin
    schrieb am 31. März 2008 um 18:23 Uhr (#)

    Martin (Weigert) lädt ein seinen Thesen zu widersprechen:

    1. Print als Massenmedium stirbt
    M.E. falsch, jedenfalls nicht im 21. Jahrhundert. Print gibt Anteile und Segmente ab, was ja auch gut für die Umwelt ist, u.a. als Tages-, Morgen- und/oder Abendzeitung.

    2. Social Networks werden Kommunikationstool für jedermann
    Entlang soziale Netzwerke, in sozialen Netzwerken wird kommuniziert – Netzwerke sind keine Kommunikationstools

    3. E-Mail verschwindet nicht
    (Na von Zeit zu Zeit verschwinden auch eMails) aber da stimme ich zu, eMail Kommunikation hat sich etabliert, wird aber in ihrer Bedeutung abnehmen

    4. “The Winner takes it all”-Theorie behält Gültigkeit
    In der Praxis lässt es sich aber auch im Long Tail und mit Innovationen ganz gut leben.

    5. Personalisierte Werbung wird zum Standard
    Personalisierte Werbung muss nichts “Anzeige(n)” – institutionalisierte Werbung verliert an Wert

    6. E-Commerce steigt zu populärem Geschäftsmodell auf
    Das ist zu hoch für mich …

    7. Bezahlte Inhalte erleben Renaissance
    Kein Schwanz bezahlt für Inhalte … und an die Wiedergeburt glaube ich schon gar nicht

    8. Marketing wird erheblich komplizierter
    Marketing wird erheblich einfacher, weil man es jetzt direkt mit jedem seiner Kunden auskaspern kann

    9. Physische Distribution von Musik und Film ist bald Geschichte
    Ob die physische Distribution auf Zwischenträger geschichtswürdig ist/war? Immerhin kann man die gut gemachte Verpackung ins “Bücherregal” stellen

    10. Lineares Fernsehen wird sich (vorerst) behaupten
    Nun es stirbt als Massenmedium genauso nicht, wie Print, wie Radio …

  16. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 31. März 2008 um 19:48 Uhr (#)

    Danke für deine ausführliche und kritische Stellungnahme. Du sagst, Print als Massenmedium würde im 21. Jahrhundert nicht aussterben. Das sind noch 90 Jahre! Damit gibst du Print im Prinzip mehr Lebenszeit, als es bisher als Medium der Masse hatte (wenn wir davon ausgehen, dass zu Anfang des 20. Jahrhunderts nicht jeder Mittel oder Zugang zu eigenen Printmedien hatte). Erscheint dir das nicht selbst ein wenig verrückt??

    Irgendwie erinnert mich das ein wenig an Erich Honecker und seinen berühmten Auspruch “Die Mauer wird noch 100 Jahre stehen”. Kurze Zeit später war sie weg. Mit dem einzigen Unterschied, dass du ja eigentlich gar kein persönliches bzw. existenzielles Interesse am endlosen Fortbestehen von Drucksachen hast…

  17. Hugo E. Martin
    schrieb am 31. März 2008 um 20:18 Uhr (#)

    Liegt dann vielleicht an Ihrer Biographie ;-) .
    Ich brauche die Mauer, pardon, die Print ja nicht um zu überleben. Um etwas als Massenmedium zu bezeichnen, geht es ja nicht darum, dass jeder Zugang zu dem Medien hat bzw. herstellt, sondern darum, dass sich die Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, etc. eines solchen technischen Mittels/Mediums – eines Massenmediums – bedient um eine (gleichförmige) Nachricht an eine große Masse an Menschen zu senden.

    Ich würde ja gerne darauf wetten, aber wahrscheinlich muss ich schon Mitte des Jahrhunderts meine Löffel abgeben.

  18. Cris
    schrieb am 31. März 2008 um 22:43 Uhr (#)

    ”Das sind noch 90 Jahre! Damit gibst du Print im Prinzip mehr Lebenszeit, als es bisher als Medium der Masse hatte”

    Im Bezug auf das über Gebühr zitierte Zitat von Riepl:

    Medien können, ”wenn sie nur einmal eingebürgert und für brauchbar befunden worden sind, auch von den vollkommensten und höchst entwickelten niemals wieder gänzlich und dauerhaft verdrängt und außer Kraft gesetzt werden ([...]), sondern (werden) sich neben diesen erhalten, nur daß sie genötigt werden, andere Aufgaben und Verwertungsgebiete aufzusuchen.”

    glaube ich das dein Argument nicht wirklich Sinn macht….und wenn man sich die Palette der Kommunikationsmedien anschaut…dann finde ich kein Beispiel, dass deine Position bestärkt…

    gut die Wichtigkeit für den größten Teil der Gesellschaft lässt vielleicht nach…nehmen wir mal das Radio als Beispiel…für viele ist es oft nur das Gedudel während der Autofahrt mit zwischendurch mal Staumeldungen geworden…

  19. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 31. März 2008 um 22:56 Uhr (#)

    Wir stehen am Beginn einer Phase der Medienkonvergenz, in der Medien mit Technologie verschmelzen und in der Dinge nicht mehr nach bisher üblichen Konventionen ablaufen werden. Print kann sehr wohl komplett verschwinden, wenn energiesparsame und einwandfrei umgesetzte Lösungen für jedermann existieren, die ein physisches Produkt sowohl aus Nutzer- als auch aus ökologischer Sicht überflüssig und unnötig machen.

    Ein Vergleich zwischen Radio und Print hinkt. Akustische Signale lassen sich nicht ersetzen. Papier hingegen muss nicht für immer und ewig als primärer Träger für das gedruckte Wort dienen.

  20. Andi
    schrieb am 1. April 2008 um 00:20 Uhr (#)

    Tja, vielleicht behältst du doch Recht, Martin. Kaum habe ich meinen Kommentar abgegeben, lese ich in einem US-Blog, wie massiv die Auflagen der US-Printmedien zurückgegangen sind. Ich selbst lese auch die von mir abonnierte(n) Zeitungen und Zeitschriften fast nur noch online. Allerdings lesen meine Kids interessanterweise die gedruckte Zeitung regelmässig (Sport, Politik, Kultur und TV-Programm) und online eher nur Poker- und PC-News.

  21. Martin Weigert
    schrieb am 1. April 2008 um 08:46 Uhr (#)

    Kaufen sie sich die Zeitung selbst oder lesen sie die von dir abonnierte? ;)

  22. Heiko, der Online Marketing Evangelist
    schrieb am 1. April 2008 um 08:55 Uhr (#)

    Marketing wird einfach ganzheitlich werden – und Online Marketing endlich erwachsen :)

  23. Oliver Springer
    schrieb am 1. April 2008 um 17:26 Uhr (#)

    Die Thesen sind schon mal sehr gut gedacht.

    Print gebe ich aber eine läneger Überlebenszeit als dem linearen Fernsehen. Dem Einwurf von Michael schließe ich mich an: Personaliertes lineares Fernsehen ist zwar ein Widerspruch in sich, würde ich sagen, doch die Frage ist richtig.

    Ein Fernseher (letztlich ein Computer), der lernt, was sich der Zuschauer anguckt und was nicht, kommt doch auch den passiven Konsumenten entgegen. Zappen hieße dann, zum nächsten Vorschlag des Fernsehers zu “skippen”.

    Eine gewisse Zeit wird sich das herkömmliche Fernsehen schon noch behaupten können, doch ich denke, dass dessen Marktanteil sich in den nächsten Jahren spürbar verringern wird.

    Bezahlte Inhalte: Ich hoffe es, bin aber skeptisch. Dafür tun die etablierten Medien zu wenig. Hier muss ein Bewusstsein geschaffen werden.

    Ein sicheres und größtenteils automatisiertes Bezahlsystem für Kleinstbeträge könnte Onlinemedien einen gewaltigen Schub geben und für mehr Qualität sorgen. Schon mit einer Abogebühr von 5 Cent / Monat (eine Art Unique User Bezahlung)würden sogar kleinere Medien einiges zusammenbekommen. Für dieses Blog würd ich auch zahlen. ;-)

    Physische Distribution: ja und nein
    Manches möchte man nicht nur einmal konsumieren, sondern besitzen. Das berücksichtigen ja auch neue Überlegungen zu Musikflatrates, bei denen man alles hören und eine gewissen Zahl von Songs brennen kann. Das ist die Zukunft! <– Da lehn ich mich mal weit aus dem Fenster.

    Video on demand wird ganz groß und es wird auch nicht mehr so lange dauern, bis es so weit ist. Einen großen Sprung erwarte ich dabei nicht, obwohl das Ende des analogen Kabelfernsehens diesen Sprung bringen könnte bei richtiger Vermarktung.

  24. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 1. April 2008 um 19:46 Uhr (#)

    Kompetentes und konstruktives Statement, Oliver. In Micropayments sehe ich auch sehr, sehr viel Potenzial. Aber das in einigen Jahren noch “gebrannt” wird, kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

  25. HG
    schrieb am 1. April 2008 um 22:11 Uhr (#)

    1. Print als Massenmedium mag sterben. Aber Hochglanzmagazine bleiben ebenso wie Bücher. Das haptische Erlebnis ist einfach ein anderes, und wer den ganzen Tag vorm Rechner hängt, will vielleicht wenigstens am Feierabend feines Papier fühlen und rascheln hören.
    9. Nein. Das erlebe ich gerade umgekehrt. Das Gesamterlebnis “Musik hören” ist viel größer, wenn man einen Tonträger sowie Cover und womöglich eine bedruckte Innenhülle in der Hand hat. Eine Download-Datei kann mir dieses Erlebnis nicht ersetzen, selbst wenn sie die selbe Klangqualität hätte.
    2-8, 10. Zu den übrigen Punkten habe ich noch keine feste Meinung. Social Networks interessieren mich zum Beispiel überhaupt nicht, und ob die E-Mail irgendwann durch etwas anderes ersetzt wird, das dasselbe kann, aber anders heißt, ist mir herzlich egal…

  26. Andreas
    schrieb am 4. April 2008 um 08:14 Uhr (#)

    Ich habe in den letzten Tagen immer mal wieder über die These, dass Print als Massenmedium verschwindenen wird, nachgedacht.
    Und nach meiner ersten Reaktion der Ablehnung (hier nachzulesen) bin ich nun mittlerweile nicht mehr so abgeneigt.
    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein Wandel hin zu “digitalem” Lesestoff, welcher auf attraktiven Geräten daher kommt, stattfinden kann.
    Niemand verwendet ja heute auch noch Schriftrollen oder überträgt Bücher per Hand, obwohl der Gebrauch eines derart erstellten Schriftstücks eine besonders sinnliche Erfahrung ist – einfach weil es viel günstiger, praktischer, konsumentenfreundlicher geht.
    Ebooks lassen sich vermutlich wesentlich günstiger verbreiten, Lagerkapazitäten, aufwändiger Vertrieb etc. fallen weg, Lieferzeiten gehen gegen Null, …
    Im Bereich des reinen Konsumartikels, des Massenschriftstücks wirst du wohl recht behalten, Martin. Und warum auch nicht? :-) Hier sehe ich fast nur Vorteile für den Kunden! (Für den Buchhandel sieht das anders aus!)

    Was allerdings ein Problem sein könnte, ist, dass man etwas auch physisch besitzen will.

    Als Beispiel sei hier die wöchentlich erscheinende Perry Rhodan-Heftreihe genannt. Sie wird momentan auf drei Arten publiziert:
    - als klassischer Heftroman
    - als Ebook
    - als Hörbuch

    Trotzdem wollen gerade die Sammler, die ein Heft nicht nach dem einmaligen Lesen verschenken, in den 2nd-Hand-Buchladen bringen oder wegwerfen das Heft physisch besitzen und kaufen womöglich das Heft zwei- bis dreimal in unterschiedlichen Ausprägungen.
    Das ist ein Problem, welches es zu lösen gilt – wie ja auch bei der Musik & Filmen aus dem Netz.

    Ein interessanter Gedanke zum Abschluss:
    Man stelle sich vor, der nahtlose Übergang von einem Medium zum anderen wäre möglich – und das wäre zwischen Ebook und Hörbuch ja durchaus machbar. Das Lesegerät merkt sich bis wohin man gelesen hat und setzt auf Wunsch den Konsum ab diesem Punkt als Hörbuch fort…

    Der Schlüssel scheinen mir wirklich Ebook-Lesegeräte zu sein, die das beste aus beiden Welten verknüpfen und dem Leser das Gefühl geben, keinen Computer vor sich zu haben.

  27. Stephan Schmatz
    schrieb am 6. Juni 2008 um 12:02 Uhr (#)

    “Print stirbt.” Das hat man schon gesagt als das Radio erfunden wurde, als das Fernsehen erfunden wurde, als der Computer erfunden wurde…

    Eingetreten ist es nie. Im Gegenteil: durch die Werbung und PR (z.B. Büchersendungen) und neue Absatzwege (siehe amazon) hat Print noch durch alle zu ihrem Zeitpunkt neuen Medien dazugewonnen.

    Der schwere Bildband als Geschenk, die Zeitung auf der Toilette, der Hochglanzprospekt in der kaufentscheidenden Besprechung, der in der Fußgängerzone verteilte Flyer… – das alles wird sich nie elektronisieren lassen.

    Es sei denn. Ja, es sei denn wir werden aus anderen Gründen gezwungen auf Print zu verzichten. In dem etwa der Preis für Print in die Höhe schnellt (durch verstärkte Nachfrage in Schwellenländern oder durch aus Rodungsverboten resultierenden Holzmangel). Bislang ist das aber nicht eingetreten. Holz- und Papierpreise sind zwar in den letzten Jahren extrem gestiegen, durch effizientere Arbeitsabläufe in den Druckereien wurde das aber mehr als ausgeglichen.

  28. Stephan Schmatz
    schrieb am 6. Juni 2008 um 13:11 Uhr (#)

    Ich habe mir erlaubt, hier noch weitere 12 Gegenthesen zur hier genannten ersten These aufzulisten.

  29. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 31. März 2008 um 17:43 Uhr (#)

    Das Sterben wird sich über lange Zeit hinziehen, da bin ich ganz deiner Meinung. Und wir sind uns einig, dass die heute verfügbaren Lösungen das Feeling des Lesens von gedruckten Texten noch nicht erreichen oder Alternativ andere Schwächen haben, die sie von einem wirklichen Mainstream-Erfolg abhalten. Aber ein Anfang ist gemacht, und es ist ja nicht so unwahrscheinlich, dass nach dem langen Forschen und Entwickeln der vergangenen Dekade nicht bald viele Produkte Marktreife und erreichen und Nachfrage generieren werden. Und wenn wir dort einmal angekommen sind, dann kann man die Leser für hochwertige Inhalte auf einem optisch das Printerlebnis erfüllenden Display auch zur Kasse bitten.

  30. stephan
    schrieb am 31. März 2008 um 23:20 Uhr (#)

    Das wäre also Print mit anderen Mitteln. Im Augenblick unterscheiden sich Web und Print durch die Art der Finanzierung und durch die Unterschiedliche Darstellung von Texten. Wenn es elektronisches Papier – oder etwas vergleichbares – gibt, bleibt die Gestaltung, die Art der Texte und die Zahlweise gleich. Print mit anderen Mitteln, oder?
    Gut Verlinkung und Rubrizierung wird anders laufen… Aber so groß ist der Unterschied dann nicht mehr.

  31. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 31. März 2008 um 23:30 Uhr (#)

    Nenne es Print mit anderen Mitteln, wenn du willst ;) Auf jeden Fall beziehe ich mich hier stets auf gedrucktes Papier, wenn ich davon spreche, dass Print stirbt. Wie sehr dann die elektronische Version schlussendlich eher einem klassischen Printprodukt oder einer Website ähnelt, bleibt abzuwarten (vermutlich ist es eine Art Mittelding mit den Vorteilen beider Konzepte).

  32. stephan
    schrieb am 1. April 2008 um 10:29 Uhr (#)

    Das denke ich auch so…

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