Facebook-Überdruss — der Song

Andreas Göldi, 2. März 2008 17:43 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Hach, ist User-generated Content nicht schön? Er hilft nicht nur dabei, ein Startup gross zu machen, sondern kann es auch wenig später gleich wieder demontieren. Und vor allem drücken virale Videos immer so schön den aktuellen Zeitgeist aus.

In untenstehendem Werk geht es um den zunehmenden Überdruss, den Facebook-User angesichts all der zahllosen Zeitverschwendungsapplikationen empfinden.

Dem kann man nur beipflichten. Mein Facebook-Newsfeed ist seit einigen Wochen definitiv unbrauchbar geworden vor lauter Schwachsinnsmeldungen nutzloser Applikationen. Muss ich wirklich wissen, dass Online-”Freunde”, die ich kaum kenne, andere Leute, die ich gar nicht kenne, mit Schafen beworfen oder gerade im Movie-Quiz geschlagen haben? Will ich mich jedesmal durch zwei Dutzend Applikations-Spam-Meldungen wühlen, um die zwei oder drei eigentlich interessanten Meldungen zu sehen? Eben. Und ja, ich weiss, dass man das irgendwo optimieren und besser einstellen kann. Aber wenn ich Systemadministration machen will, dann lieber für was Nützliches.

Kein Wunder, dass Facebooks Userzahlen inzwischen fallen, zumindest in den USA und Grossbritannien. Ich glaube nicht, dass das nur eine saisonale Schwäche ist. Die Leute merken einfach, dass sie hier nicht nur ihre Zeit verschwenden (das wusste man ja), sondern das auch noch auf zunehmend uninteressante Art tun.

Die nächste Überdrusswelle steht natürlich auch schon bevor: Ich will bitte keine viralen Videos mehr sehen, die “We didn’t Start the Fire” als Hintergrundmusik verwenden. Zwischendurch ist es ja noch lustig, aber langsam wird es etwas repetitiv

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Schaffhausen

    schrieb am 2. März 2008 um 18:09 Uhr (#)

    hihi, jetzt fehlt nur noch der StudiVZ Song ;-)

  2. Andi

    schrieb am 3. März 2008 um 09:19 Uhr (#)

    Ich verweise diesbezüglich gerne auf einen meiner Blogbeiträge vom letzten Jahr (Juni). “Konkurrenz der Copycats auf Facebook“. Sicherlich ist die darin vorgeschlagene Lösung nur eine mögliche, ich sehe aber Lösungen und glaube nicht dass Facebook zu Grunde gehen wird. Ein sauber etabliertes Qualitätsmanagement im Bereich der Applikationen könnte Wunder wirken. Auch den Newsfeed würde ich nicht als unbrauchbar bezeichnen, denn ich habe durch maximal 10 Klicks meine Präferenzen im Feed so eindeutig gesteuert, dass ich nur für mich relevante Nachrichten erhalte (neue Freundschaften in meinem Netzwerk, Posted Items, Notes, Events).


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