Der Ton verschärft sich:
Googles Antwort auf Micro-Hoo
Das ging ja schnell: Google hält sich mit seiner Meinung zur versuchten unfreundlichen Übernahme von Yahoo durch Microsoft nicht hinter dem Berg. Auf Googles offiziellem Blog erläutert David Drummond, Googles Ober-Anwalt, die Position des Suchmaschinenriesen. Und natürlich fällt die nicht freundlich aus:
“This is about more than simply a financial transaction, one company taking over another. It’s about preserving the underlying principles of the Internet: openness and innovation.
Could Microsoft now attempt to exert the same sort of inappropriate and illegal influence over the Internet that it did with the PC? While the Internet rewards competitive innovation, Microsoft has frequently sought to establish proprietary monopolies — and then leverage its dominance into new, adjacent markets.”
Der Beitrag führt weiter aus, dass das fusionierte Unternehmen Micro-Hoo eine absolut dominierende Rolle bei e-Mail-Accounts, IM-Konten und Portal-Traffic einnehmen würde. Natürlich hat Google da was dagegen.
Schön auch die rhetorische Frage:
“Could a combination of the two take advantage of a PC software monopoly to unfairly limit the ability of consumers to freely access competitors’ email, IM, and web-based services?”
Ja, wer weiss, ob Steve Ballmer so etwas Schurkiges je tun würde… Kann man eigentlich kaum glauben, oder?
Google spielt seit einiger Zeit das politische Spiel ziemlich gut und aggressiv. Dass die Wettbewerbsbehörden einen Deal Microsoft-Yahoo unter die Lupe nehmen werden, ist klar, und Google liefert da natürlich gern die Munition für die Gegner dieser Übernahme. Das gleiche hat Microsoft übrigens auch auf der anderen Seite bei den Kartell-Untersuchungen in der Akquisition von Doubleclick durch Google getan, und dieser Deal ist auch nach Monaten noch immer nicht freigegeben worden. Die beiden Giganten behindern sich also auch auf rechtlicher Ebene gegenseitig, wo sie nur können.
So oder so kann Microsoft also mit einer langen, langen Schlacht vor den Kartellbehörden beiderseits des Atlantiks rechnen, denn Google hat natürlich den grössten Teil der Internetbranche auf seiner Seite. Wahnsinnig stark ist Googles Argumentation in diesem Fall allerdings nicht, denn glaubwürdig zu beweisen, dass es zu kostenlosen Yahoo-E-Mail-Accounts keine Alternative gibt, fällt wohl eher schwer.
Und ob Google die beste Partei ist, um solche Bedenken zu äussern, kann man sich auch fragen. Mit seiner dominanten Rolle bei der Web-Suche und bei Pay-per-Click-Anzeigen sitzt Google jedenfalls im Glashaus und sollte mit dem Steinewerfen eher vorsichtig sein…












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Die korrektere Antwort wäre ein kostenloses Betriebssystem von Google. Ansätze gibt es genug.