Formate im Internet Hier ist meine Geschichte

Die Idee von Jennifer Crandalls Videoprojekt “onBeing” ist schnell erklärt: Eine Person erzählt über ihr Leben. Einfach so, frei in die Kamera, vor weißem Hintergrund.

In den Episoden von “onBeing”, die auf der Webseite der Washington Post gezeigt werden, erzählen Menschen ganz unterschiedliche Geschichten. Mal sind sie tragisch, dann wieder lustig – und immer geben die portraitierten Personen etwas von sich Preis. Sie verraten, was sie motiviert, sprechen über Probleme, Schicksalsschläge, und wie sie damit umgehen. “onBeing” ist eine Sammlung von intimen Geschichten, die auf eine ehrliche Art und Weise das bunte, unvorhersehbare Leben zeigen.

onBeing

Katy Chang über glückliche Kühe (onBeing)

“onBeing” ist seit Januar online, immer Mittwochs gibt es neue Episoden. Nach einer Pause im August sind im September schon zwei Folgen erschienen, schon morgen dürfte es wieder soweit sein – die dreißigste “onBeing”-Sendung.

onBeing is a project based on the simple notion that we should get to know one another a little better. What you?ll find here is a series of videos that takes you into the musings, passions, histories and quirks of all sorts of people. The essence of who they are, who we are.

Die Menschen haben etwas zu erzählen – und sie können etwas erzählen. Oft genug erweist sich das als Widerspruch. Crandall schafft es, dass ihre Interviewpartner sich wohl fühlen und öffnen können. Durch den leeren Hintergrund wird der Zuschauerblick automatisch in das Gesicht der Erzähler gelenkt: Augen, Nase und Mund. Hallo, Mensch. Ich bin einer von dir.

Wenn man ein paar Minuten Zeit mitbringt, Lust auf das Kennenlernen einer Person hat und vor etwas Pathos nicht zurückschreckt, kann man sich von “onBeing” inspirieren lassen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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