Kai-Diekmann-Fotoroman in der Titanic

Es sind nicht immer Politiker und Manager, die von den Medien in die Mangel genommen werden. Manchmal sind es auch Medienschaffende. So wie in der aktuellen Satirezeitschrift Titanic, in der auf sechs Seiten ein Double von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann in einem Fotoroman mitspielt.

Der Volks-Penis

Diekmann hat einen gaaanz kleinen

Die Geschichte beginnt mit einer Demonstration am Axel-Springer-Platz. Einzelne Angestellte halten Transparente hoch. Auf einem steht: “Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht”. Und dann gross darunter: “Diekmann hat einen gaaanz kleinen!”.

Die erste Aussage bezieht sich auf die letztjährige Werbekampagne von Bild (Beispiel), die mit dem Slogan “Bild Dir Deine Meinung” Prominente aller Art gewollt oder ungewollt zu Bild-Lesern machte. Schon damals gab es schnell mal Plagiate.

Die zweite Aussage bezieht sich vermutlich auf die Klage von Kai Diekmann gegen die tageszeitung, die 2002 auf ihrer Satire-Seite über die Grösse seines Geschlechtsteils spekulierte. Daraus resultierte ein Urteil des Landgerichts Berlin, das zwar Unterlassung verfügte, den Schadenersatzanspruch jedoch ablehnte, weil Kai Diekmann als Chefredakteur der Bild-Zeitung “bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung Anderer sucht” und daher “weniger schwer durch die Verletzung seines eigenen Persönlichkeitsrechtes belastet wird”.

Hauptthema des Fotoromans ist (darum?) der Penis des Hauptdarstellers:

Kai Diekmann

Kai Diekmann Bild
alle Bilder: Ausschnitte Titanic, Ausgabe vom Juli 2007

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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2 Kommentare

  1. mad
    schrieb am 5. Juli 2007 um 20:22 Uhr (#)

    Böse. Sehr böse. Aber er hats verdient. :-D

  2. haurim
    schrieb am 6. Juli 2007 um 16:49 Uhr (#)

    Grmpf, wieder mal ein Ausriss von einem Ausriss… Alles bitte ;-)

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