Sonntagspresseschau auf DRS3 über Denner-Chef Gaydouls Finger im Sonntagsblick

Heute morgen um halb acht auf DRS3 gehört: Sonntagspresseschau. Hier der Originaltext des Moderators (sehe leider auf der DRS-Website nirgends, wie er heisst).

(Vorher geht es um die Übernahme von Denner durch die Migros; die NZZ am Sonntag weiss den Preis – 700 Millionen.)
«Am besten gefallen hat mir allerdings das Bild vom Denner-Chef Philippe Gaydoul, das im Sonntagsblick ist. Geschniegelt wie ein Gymnasiast aus den Zwanzigerjahren haben wir ihn ja schon öfter gesehen. Aber dass er demonstrativ einen komplett übertrieben verbundenen Zeigefinger in die Kamera streckt, ist neu. Richtig lustig wird das Bild allerdings erst mit der Schlagzeile “Ich musste zuerst meine Mutter überzeugen.” Lacher vom Tag auf Seite 14 vom Sonntagsblick.»

Hab die Zeitung dann gleich gekauft und gebe dem Moderator eigentlich recht, dass es einigermassen lustig aussieht:

Gaydoul-3

Gaydoul

Was ich nicht so ganz verstehen kann, ist, wieso der Radiomoderator findet, der Finger sei “komplett übertrieben verbunden”. Im Artikel – auch online: Philipp Gaydoul: «Das ist bitter für mich» – steht immerhin, dass er sich “eine Fingerkuppe an der linken Hand abgeschnitten” habe. Ob die harten Kerle vom Radio sowas nur mit Sprühpflaster behandeln?

Generell dürfte der Finger (anders als die Haare und der Polo-Pulli) weniger an Gaydoul als an der redaktionellen Auswahl des Fotos liegen. Vielleicht haben sie ihm gesagt, sie machen gerade Portraits? Online gibt’s noch ein Foto mit recht diskret runtergehaltenem – aber trotzdem noch abgelichtetem – Finger. So sind sie halt, die vom Boulevard: Wenn sie abgeschnittene Gliedmassen sehen, dann halten sie drauf, auch bei einer Wirtschaftsstory.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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