Konvergenz? Was war das gleich noch?

Nein, keine Angst, ich werde jetzt nicht mit Definitionen um mich werfen. Sehr gute gibt es nämlich bereits hier, hier oder auch hier.

Medienkonvergenz in Reinkultur ist, wenn man mit seinem PC per ADSL-Leitung einen Song runterlädt (bei einem legalen, kommerziellen Anbieter natürlich) und dann auf seinen iPod rüberzieht. In diesem für viele heute alltäglichen Vorgang vereinen sich Informationstechnologie, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik und auch noch mobile Technologie aufs Angenehmste. Im Prinzip ist auch schon das simple Versenden einer MMS eine äusserst konvergente Handlung.

Bei all der vielen Aufregung, die in politischen, wissenschaftlichen und geschäftlichen Kreisen seit etwa 15 Jahren rund um den Begriff der Medienkonvergenz herrscht, ist es eigentlich erstaunlich, dass sich Konvergenz jetzt einfach still und leise — wenn auch von grossem Marketinglärm begleitet — in den Alltag eingeschlichen hat. So richtig hat man den historischen Moment gar nicht gewürdigt, wann auch immer der war. Die EU hat meines Wissens nie das Jahr der digitalen Konvergenz ausgerufen, obwohl das Thema doch lange Jahre so manche Forschungsmillion verbraucht hat.

Aber in diesem Blog soll es mehr um die Gegenwart und Zukunft gehen als um die Vergangenheit. Ohne Zweifel ist Medienkonvergenz heute Tatsache und wird die betroffenen Branchen in den nächsten Jahren kräftig umkrempeln. Schon jetzt fangen PC-Hersteller an, ins Wohnzimmer vorzudringen, Telecom-Firmen fühlen sich plötzlich als Content-Provider,

und Medienkonzerne bauen Telekommunikationsnetze auf. Natürlich führt das zu so manchen spannenden neuen Produkten, strategischen Konflikten und bedauerlichen Irrwegen.

Darum will ich in diesem Blog sehr selektiv und mit keiner besonderen Gewichtung die eine oder andere Beobachtung zu diesem Thema zum Besten geben. Medienkonvergenz hat mich schon immer beschäftigt und ist heute ein wesentlicher Teil meiner beruflichen Tätigkeit. Möglicherweise kann ich vor diesem Hintergrund die eine oder andere Idee zum Thema beisteuern.

Wie bei so vielen Blogs liegt auch hier der Verdacht nahe, dass ich das in erster Linie mache, um meine eigenen Gedanken zu strukturieren und zu dokumentieren. Vermutlich ist das so. Aber falls mal jemand trotzdem die eine oder andere Anregung hier erhält, ist das auch OK. Ich bin selbst schon oft genug in Blogs zufällig über spannende Dinge gestolpert, und insofern lade ich auch hier zum Stolpern ein.

 

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