Alle 389 Artikel zum Thema Zeitungen auf netzwertig.com:
Es passiert nicht weniger, doch auf die gedruckte Zeitung muss heute verzichtet werden: Karfreitag. Feiertag, die Läden geschlossen, die Zeitung erst am Sonnabend wieder. Wie ist so ein Tag ohne Zeitung? Fehlt da nicht was?
Was wäre, wenn es plötzlich keine Tageszeitung geben würde? Ist Print so tot, wie Steffen Büffel es behauptet? Stehen der gedruckten Qualitätspresse goldene Zeiten bevor, angesichts der ständig fließenden Online-Meldungen? Oder reicht die Informationsflut der Nachrichtenportale aus, bleibt nur Platz für Zeitschriften und wöchentlich erscheinende Zeitungen? Wer liest eigentlich noch eine Tageszeitung?
Wir möchten von unseren medienlese.com-Lesern wissen: Fehlt heute nicht etwas? Und natürlich sind auch alle Zeitungsredakteure eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen und eine Lanze für ihr Produkt zu brechen. Wenn sie mögen.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Der Westen, das Internetportal der WAZ, will künftig Inhalte des WDR anbieten. Private Rundfunk- und Fernsehbetreiber laufen Sturm: RTL will sich sogar an Brüssel wenden.

Regionalriese WAZ (Bild Keystone)
Der WDR, größte ARD-Anstalt und die WAZ-Mediengruppe werden zusammenarbeiten. Dabei geht es um das Internet-Portal Der Westen. Das regional aufgestellte Nachrichtenportal soll nun auch regionale Radio- und Fernsehbeiträge des WDR übernehmen. Die beide Medienhäuser gaben ihre Zusammenarbeit, die vorerst für ein Jahr gilt, am Dienstag in Düsseldorf bekannt. Bisher haben noch nie ein öffentlich-rechtlicher Sender und ein Verlagshauses in Deutschland in dieser Form kooperiert.
Der WDR wolle mit dem Angebot ein neues Publikum erreichen, das bisher noch nicht die Regionalprogramme schaue, sagte WDR-Intendantin Monika Piel. Auch die WAZ will aus der Zusammenarbeit einen Nutzen ziehen: Mit der WDR-Kooperation wolle die WAZ die Qualität ihres Online-Angebotes steigern, sagte Geschäftsführer Bodo Hombach.
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Zeitmaschine: Die Frankfurter Rundschau stellt täglich die Zeitung von vor vierzig Jahren ins Netz.
Seit dem zweiten Januar gibt es jeden Tag die Frankfurter Rundschau von 1968, Seite für Seite, als PDF. Die Qualität der Scans ist okay, außerdem wurde der Text zusätzlich automatisch digitalisiert – und nicht bloß ein Bild ins PDF gepackt. Das Ergebnis ist nicht immer fehlerfrei, dafür lassen sich die alten Ausgaben einfach durchsuchen. Auch die Werbung ist digitalisiert, zum Beispiel Mantel-Reklame von Hertie, nur aus Buchstaben.
(via Wortfeld)
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Der Perlentaucher verliert einen wichtigen Auftrag aus öffentlicher Hand – die Bundeszentrale für politische Bildung hat den Auftrag für ?Eurotopics? neu ausgeschrieben. Das Rennen macht wohl ein Netzwerk mit engen Banden zum Perlentaucher-Intimfeind FAZ.
Der Perlentaucher bekommt von der Bundeszentrale für politische Bildung über eine halbe Millionen Euro, um gemeinsam mit Courrier International die tägliche internationale Presseschau ?Eurotopics? zu erstellen. Das Portal soll helfen, eine europäischen Öffentlichkeit herzustellen – auf Englisch, Deutsch und Französisch. Im Oktober wurde der Vertrag des Perlentauchers nicht verlängert und der Auftrag neu ausgeschrieben.
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“Si tu reviens, j’annule tout” soll der französische Präsident Nicolas Sarkozy seiner Ex-Frau kurz vor seiner Hochzeit mit Carla Bruni geschrieben haben. Diese gibt nun bei einem polizeilichen Verhör an, keine SMS solcher Art erhalten zu haben.

Sarkozy: Sie haben keine neuen Nachrichten (Bild Keystone)
Erinnern Sie sich an die “unglaubliche SMS” (spiegel.de) mit dem angeblichen Inhalt “Cecilia, komm zurück und ich annulliere mein Hochzeit” (spiegel.de)? Oder mit dem angeblichen Inhalt “Wenn du zurückkommst, sage ich alles ab” (spiegel.de)?
Geschrieben haben soll sie der französische Präsident, Nicolas Sarkozy, seiner Ex-Frau, Cécilia Ciganer-Albeniz. Doch die sagte nun bei einer Befragung der französischen Polizei, sie habe kein solches SMS erhalten. Vielleicht weil die Frau, die vergeblich ein Buch verhindern wollte, in dem sie zitiert wird, ihr Ex-Ehemann sei ein “lächerlicher Geizkragen” (spiegel.de), von der Staatsmacht beim Verhör unter Druck gesetzt wurde? Kann gut sein.
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Der neue Blick ist da! Erste Beobachtungen in Zürich zeigen: Er wird gratis verteilt und von den Empfängern verschämt weggesteckt.
Der von der grössten Tageszeitung zum Problemkind geschrumpfte Blick (das Equivalent zur deutschen Bild-Zeitung) hat heute seinen ersten Tag in einer neuen Form. Statt zwei Bünden gibt es ihn in einem. Statt zu bezahlen, erhält man ihn gratis (jedenfalls heute und in Zukunft am Abend). Wenn man ihn umdreht, dann kann man auf der anderen Seite weiterlesen.
Während die einen meinen, dass es den Pendlern egal ist, was auf einer gratis abgegebenen Zeitung draufsteht (“Pendler sind unideologisch. Die grabschen schnell irgendwas, lesen es in der S-Bahn und lassen es beim Rausgehen liegen.”) – zeigen die ersten Beobachtungen ein anderes Bild. Die Leser greifen zu den gewohnten Gratiszeitungen und stecken den Blick ein, um ihn später zu lesen. Entweder sind die Konsumenten dem Neuen (Alten) gegenüber kritisch oder aber der Blick kämpft immer noch mit seinem (hart erarbeiteten und schon fast zerstörten) Ruf als “Schundblatt”, das anständige Leute nicht lesen.
Unsere Sonderkorrespondentin Lea Barmettler hat in Zürich erste Bilder vom und erste Meinungen über den neuen Blick eingefangen:

Der Blick heute wird gratis verteilt. Dieser Verteiler am Paradeplatz sagte Lea, der neue Blick sei super, er hoffe, dass das Design und der Inhalt in der Form bleiben, dann komme es gut.
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Wie auf der Website ringier.ch zu erfahren ist, wird der Ringier-Verlag, der morgen seine Bezahl-Boulevardzeitung Blick neu lanciert, die Gratiszeitung Heute mit einem Gratis-Blick am Abend ersetzen.
Die exklusiven News sind unter diesem Link nachzulesen:
http://www.ringier.ch/index.cfm?id=6903&detail=true
Bei den Medienmitteilungen ist noch nichts zu lesen, wahrscheinlich wird die offizielle Information erst heute abend rausgehen.
Auf der Ringier-Startseite steht:
Heute Abend ab 20.45 Uhr erfahren Sie hier alles zum neuen Blick.
(Update am 04.03.2008, 20 Uhr: nun ist die Pressemitteilung auch via den Pressemitteilungen von ringier.ch offiziell zugänglich)
Der Blick am Abend soll von der Heute-Redaktion gemacht werden – die noch neue Marke Heute scheint zu sterben. Zum Start der Fussball-Europameisterschaft, also am 07.06.2008 wird also der erste Blick am Abend erscheinen. Sowie der erste Blick, der nichts kostet. Und am Abend davor das letzte Heute.

Bernhard Weissberg, Chefredaktor, mit seinem neuen Blick
Bild: Keystone, Eddy Risch
Was ist davon zu halten?
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Bei Online-Medien entscheiden Unique Clients, Visits und Page Impressions über Werbeaufträge. Mit sogenannten Relaunches wird versucht, die Benutzerzahlen zu steigern – eine Aktion, die, wie das Beispiel NZZ Online zeigt, nicht selten kontraproduktiv ist.
Als Beispiel für die These, dass ein teurer Relaunch auch zu einem Besucherrückgang führen kann, könnte man die Website von NZZ Online anführen. Uns gefiel der Relaunch Anfang Juli 2007 nicht und auch viele Leser reagierten kritisch darauf. Nun gut, Menschen sind Gewohnheitstiere und die meisten von ihnen reagieren auf jede Veränderung zuerst mal negativ. Sieht man aber die Benutzerzahlen an, dann kann man tatsächlich einen Abschwung bei den Benutzerzahlen erkennen, der erst gegen Ende 2007 wieder aufgefangen werden konnte.
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Wir haben schon lange nichts mehr gelesen in den Zeitungen über die effektiv verschwindend kleinen Zugriffszahlen auf Blogs, die sie zu komplett irrelevanten und daher unzubeachtenden Medien macht. Heute ist es mal wieder so weit, ausgerechnet in der renommierten Neuen Zürcher Zeitung.
Dr. Sabine Pamperrien, selbst Bloggerin bei einem Blog, der mir bisher vor allem darum aufgefallen ist, weil ich mal während fünf Minuten herauszufinden versuchte, wie man dort einen Kommentar abgibt (ich bin gescheitert), schreibt heute in der NZZ unter dem Titel “Blogs als Seismografen“:
Wenn vor zwei Jahren im deutschen Wahlkampf die Rede davon war, dass die Blogosphäre sich im Entwicklungszustand des Kleinkinds beim Zahnwechsel befinde, so hat sich daran bis heute nicht viel geändert. Selbst das deutsche Top-Blog schlechthin, Bildblog.de, verzeichnet gerade einmal etwa 20 000 Zugriffe im Monat.

Bild: Screenshot google.de
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