Alle 387 Artikel zum Thema Zeitungen auf netzwertig.com:
Die Verlage Edipresse und Tamedia führen ihre Schweizer Geschäfte zusammen, bis zum Jahr 2013 soll die Fusion komplett sein. Internationale Aktivitäten der Edipresse sind ausgeschlossen.
Die Nachricht des Tages: Tamedia (unter anderem Tages-Anzeiger, 20 Minuten) und Edipresse (unter anderem Le Matin, 24 heures) schließen ihre Schweizer Geschäfte zusammen. Die Fusion soll in drei Schritten stattfinden, zunächst wird Tamedia 49,9 Prozent an Edipresse übernehmen, bis 2013 sämtliche Aktien. Dafür wird Edipresse bedeutender Aktionär von Tamedia. Internationale Aktivitäten von Edipresse sind davon nicht betroffen.
» weiterlesen
Kleine, regionale Unternehmen brauchen mehr als nur Anzeigen in Zeitungen und im Internet – Jeff Jarvis sieht hier Chancen für neue, zielgerichtete Angebote.
Die Hoffnung darauf, dass die Werbebuchungen kleinerer, lokaler Unternehmen das Nachrichtengeschäft im Internet finanzieren können, wird sich nur erfüllen, wenn diesen Unternehmen neue und bessere Angebote gemacht werden – und zwar, bevor Google das Feld besetzt hat. Das geht aus Studien von Webvisible und Nielsen hervor, über die
MediaPost (via
Marketing Pilgrim und
Frank Thinking) berichtet hat. Sie zeigen, dass lokale Unternehmen in den USA sich aus den Zeitungen und Gelben Seiten verabschieden, mit Werbung im Internet aber noch unzufrieden sind und ihr nicht genügend Aufmerksamkeit widmen. Die Ergebnisse im Detail:
» weiterlesen
50 Zitate zur Zukunft der Zeitung und zur Krise des Journalismus: Was Journalisten, Medienmanager und Wissenschaftler in den vergangenen Monaten alles gesagt haben.
Mit Listen ist es so eine Sache – und über Sinn und Unsinn einer Aufstellung von 50 unterschiedlichsten Zitaten zum Strukturwandel der Medien, die aus Interviews und Artikeln stammen, lässt sich streiten. Man kann so eine Sammlung aber auch als Momentaufnahme lesen, als Querschnitt durch die aktuellen Diskussionen und Grabenkämpfe, als Spiegel der Euphorien und Sorgen. Als Anregung für eigene Gedanken, als Nachschlagewerk, denn natürlich sind alle Quellen aufgeführt und verlinkt. Wir wünschen jedenfalls viel Spaß – und wer nicht genug kriegen kann: Im September 2007 haben wir
die 50 besten Zitate übers Internet von Journalisten, Wissenschaftlern und Politikern gesammelt. Jetzt aber los:
» weiterlesen
Die Krise in der Printbranche führt zwangsläufig zum Abbau von Kapazitäten. Weniger ist auch dabei mehr: Verringert werden muss die Breite des Angebots, nicht die Tiefe.
Nachdem die
Zeitungskrise aus den USA nun auch bei uns ankommt (was tatsächlich noch gewisse Leute überrascht), geht es darum, wie abgebaut wird.
Deutschland ist stolz auf seine tatsächlich beeindruckende Medienvielfalt. Aber was bedeuten viele Titel, wenn alle das Gleiche schreiben? Nichts. Für Journalismus braucht es Zeit und damit Geld. Und weil immer weniger davon vorhanden ist, müssen sich die Verlage auf die Stärken der einzelnen Produkte besinnen. Was Verlage, Redakteure und Zeitungsleser jetzt machen müssen:
» weiterlesen
Sorge um verdeckte Recherchen, Angst vor heimlichen Ausspähungen und Millionen-Sparpläne beim Schweizer Ringier-Verlag – der Rückblick auf die 43. Kalenderwoche auf medienlese.com.
Das Bild der Woche: Telekom-Chef René Obermann. Für die Bespitzelung von Betriebsräten und Journalisten wurde die Deutsche Telekom mit dem
Big-Brother-Award ausgezeichnet.
Kritisch betrachten die Medien ein Urteil des Schweizer Bundesgerichts (unser Bericht auf medienlese.com). Jetzt wird befürchtet, dass das Urteil Journalisten an der verdeckten Recherche hindert. Die Frankfurter Allgemeine schrieb von entsetzten Medienexperten, der direkt am Fall beteiligte SF-Chefredaktor Ueli Haldimann von einem “medienfeindlichen Urteil“.
» weiterlesen
Chefredakteure und Herausgeber waren einst die Wächter über die Qualität des Printprodukts. Online übernehmen diesen Job aber die Leser – wozu also brauchts den “Editor” noch?
Wenn Jeff Jarvis mit dem Finger schnickt, dann sind die Medienseiten der Zeitungen meist voll mit dem angetippten Thema. Diesmal, bei der Frage, weshalb es zukünftig noch Herausgeber bzw. Chefredakteure für eine Zeitung geben müsse, blieb es merkwürdig ruhig im deutschen Blätterwald. Das muss dann wohl an den Herausgebern liegen …
Der Tenor von Jeff Jarvis’ Artikel lag auf der folgender Linie: Der Chefredakteur oder ‘Editor’ sorge üblicherweise dafür, dass der Themenmix stimme, dass keine lästigen Klagen zu erwarten seien, dass die vorgegebene redaktionelle Linie eingehalten würde, dass keine stilistischen Böcke geschossen werden – und er kontrolliere zudem, ob eine Geschichte auch ‘ausrecherchiert’ sei.
Die meisten dieser Funktionen – so Jarvis – würden aber online inzwischen die Mitglieder der Community erledigen, durch die dialogische Struktur der neuen Medien forme sich jeder seiner Artikel wie von selber ‘rund’, wenn man den Thread hinzurechne: “Die Berichterstattung wandelt sich vom Produkt zum Prozess”. Also könne man – angesichts der redaktionellen Sparzwänge – doch als erstes die Position des Herausgebers oder Chefredakteurs abschaffen – und seine Funktion durch einen ‘Community organizer’ ersetzen.
» weiterlesen
Mit kleinen Statusmeldungen immer auf dem Laufenden: Nicht nur Blogger in Zeitnot benutzen den Kurznachrichtendienst Twitter. Auch Zeitungen und Zeitschriften zwitschern mit – eine Übersicht.
Auch die New York Times ist dabei: Unter dem Namen nytimes werden kurze Textnachrichten verschickt, wann immer neue Artikel auf die Website kommen. An die 6000 Leser haben diese Kurznachrichten (Tweets) abonniert. Die sogenannten Followers sehen die Meldungen auf ihrer Twitter-Website oder bekommen sie automatisch auf ihr Handy geschickt. 275 Twitter-Accounts von amerikanischen Zeitungen hat ein Blog im Juni gezählt, durchschnittlich verfolgten 146 Leser die Updates. Und hier bei uns? 17 Zeitungen und Zeitschriften habe ich bei Twitter gefunden und nach Zahl der Abonnenten aufgelistet.
» weiterlesen
Kein Sommerloch in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten – und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen.
Bis zu 50 Millionen Euro haben die österreichischen Nationalratswahlen im Jahr 2006
gekostet. So viel haben die Parteien laut Schätzung für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Und mindestens Hälfte davon haben die Medien
bekommen (rund 24 Mio.). Fast drei Viertel vom Werbekuchen, nämlich 14,7 Mio., haben sich dabei die Printmedien abgeschnitten. Knapp acht Mio. investierten die Parteien in Plakate. Radio, TV und Kino spielten mit einem Gesamtanteil von 1,4 Mio. dagegen nur eine geringe Rolle.
Das liegt vor allem daran, dass der ORF in seinen Radio- und Fernsehprogrammen keine Parteiwerbung schalten darf. Allein auf den Internetportalen des öffentlich-rechtlichen Senders und im Teletext sind Einschaltungen erlaubt. Neuwahlen sind daher vor allem ein lukratives Geschäft für Österreichs Zeitungen und Zeitschriften.
Die Printmedien haben diese finanziellen Zuschüsse und das höhere Interesse vor Wahlen auch dringend notwendig:
» weiterlesen
Die Zukunft der Zeitung könne man in New Jersey sehen, schrieb Jeff Jarvis – und meinte die neuen Videonachrichten. Jetzt droht der Star-Ledger Opfer der Zeitungskrise zu werden.
Es ist gerade drei Tage her, da wurde die Regionalzeitung noch gefeiert. “Ich habe die Zukunft gesehen und sie ist in Jersey”, schrieb Jeff Jarvis am 28. Juli über New Jerseys Star-Ledger. Grund des Jubels: Eine neue Nachrichtensendung für die Online-Ausgabe der Zeitung, in der ein Reporter an seinem Schreibtisch im Newsroom der Zeitung sitzt und kleine Beiträge anmoderiert. Kein geringerer als VJ-Papst Michael Rosenblum hat den Reportern das Videomachen beigebracht und mit ihnen das Nachrichtenformat entwickelt.
Die Zukunft der Zeitung in Jersey? Die Aussichten könnten nicht schlechter sein: Die Auflage des Star-Ledger ist unter 300.000 Exemplare gesunken, die Anzeigenerlöse stagnieren. Zum Jahresende erwartet die Besitzerfamilie der größten Zeitung im US-Bundesstaat New Jersey einen Verlust von 30 bis 40 Millionen Dollar, wie die New York Post nur drei Tage nach Jarvis Jubelmeldung berichtet.
» weiterlesen
Das Newsnetz, die gemeinsame Nachrichtenredaktion von Tamedia, Espace Media und Basler Zeitung startet erst in acht Tagen – einen ersten Einblick soll es schon heute geben.
Von Ronnie Grob und Ole Reißmann
Das lang erwartete Newsnetz steht vor dem Start. Während sich auf tagesanzeiger.ch eine Vorankündigung und auf baz.ch ein Blogeintrag findet, ist auf dem Onlineportal der ebenfalls beteiligten Berner Zeitung vom anstehenden Relaunch allerdings noch nichts zu lesen.
Dafür will der Tages-Anzeiger heute seine neue Seite testen. Der für 12 bis 13 Uhr angekündigte Probebetrieb begann zunächst holprig: Von der neuen Seite war bis 12.20 noch nichts zu sehen, dafür funktionieren die Links auf die einzelnen Artikel nicht mehr.
[12.28 Uhr] Espace.ch (das Online-Portal der Berner Zeitung) ist plötzlich down: “An error occurred on the server when processing the URL. Please contact the system administrator.”
[12:30 Uhr] Langsam geht es doch los, doch Links auf Artikel landen (bzw. verschwinden) auf tagesanzeiger.newsnetz.ch:
» weiterlesen