Alle 4 Artikel zum Thema ZEIT auf netzwertig.com:
Nicht alles, was im Internet öffentlich stattfindet, ist für die Öffentlichkeit bestimmt.
Der Twitter-Failwhale
In der ZEIT ist ein
Artikel über den Mikroblogging-Dienst Twitter erschienen, in dem wieder alles falsch verstanden wird. Jens Uehlecke hat einen Artikel verfasst, der so polemisch wie falsch in seinen Grundannahmen ist. Hätte die ZEIT nicht letztens erst einige haarsträubende Artikel zum Thema Internet veröffentlicht (
einer von Soboczynski,
einer von Wefing), könnte man den Text für Satire halten. Reaktionen von Bloggern zum ZEIT-Artikel über Twitter
findet man auf Rivva.
Ich will nur auf einen Aspekt im Text eingehen. Über Twitter heißt es in der ZEIT:
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Kinderpornographie, herkömmliche Pornographie, Computerspiele, Filesharing, usw.: Das alles wird in einem ZEIT-Artikel in einen Topf geworfen und sogenannten “Cyberpropheten” mit anarchistischem Anspruch als ihre Welt, die sie um jeden Preis verteidigen, angedichtet. Ein exemplarischer Artikel für eine vor Seichtheit und Demagogie triefende Debatte in Deutschland, welche in nächster Zeit wohl noch stark zunehmen wird.
Heinrich Wefing hat in der Printausgabe der ZEIT (und online hier) und online im Tagesspiegel einen Artikel veröffentlicht, der unter dem Titel “Was darf das Internet? Wider die Ideologen des Internets!” ein weiteres Mal zeigt, wie viele im Print verhaftete Journalisten in Deutschland das Web verabscheuen und wie sie für ihre Argumentation vor nichts zurückschrecken. Wefing wirft dabei, alles was ihm am Netz stört, in einen großen Anklagetopf: » weiterlesen
In einem Artikel in der ZEIT werden dem Internet Bildungsfeindlichkeit und Intellektuellenhass zugeschrieben. Eine Replik.
Adam Soboczynski hat in der ZEIT einen Artikel mit der Überschrift “Das Netz als Feind” veröffentlicht. “Warum der Intellektuelle im Internet mit Hass verfolgt wird”, will Soboczynski darlegen. Bereits an dieser Stelle kann man aufhören, weiterzulesen. Jedem halbwegs vernunftbegabten Menschen ist klar, dass es wieder um einen Artikel geht, in dem der eigene Kulturpessimismus als Grundlage zur Abrechnung mit einem Internet dient, mit dem sich der Autor natürlich nicht näher beschäftigt hat.
Nichtsdestotrotz ein paar Anmerkungen zu den teilweise wirklich bemerkenswert unsinnigen Passagen in dem ZEIT-Artikel:
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Warum gibt es keine Anti-Web-Bewegung, fragt Zeit Online und fordert dazu auf, eine solche zu gründen. Na dann tun wir das doch! 10 Gründe gegen das Netz haben wir schon …
“World Wide Wahn” heisst der Gründungsaufruf von Martin Ganteföhr. Die egalitäre Digitalwelt habe sich als Illusion herausgestellt, wird da klagend verkündet. Und nicht einmal Terroristen hätten etwas gegen das Internet. Der Abgesang ist zwar nicht besonders originell – schon vor zehn Jahren schrieb Peter Hossli für Facts über den “Wahn in der Datenbahn” – aber wir folgen einfach mal dem Aufruf und heben eine Untergrundzelle für den Kampf gegen den WWW-Quatsch aus. So richtig mit Manifest:
10 Gründe, warum das Internet abgeschafft werden muss (Teil 1)
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