Thema: ZDF

 

Alle 27 Artikel zum Thema ZDF auf netzwertig.com:

Ulrich Tilgner verlässt das ZDF:
Eingriffe und Bündnisrücksichten

Wer in den letzten Jahren politische Nachrichtensendungen geguckt hat, kennt ihn: Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent und bis anhin Leiter des ZDF-Büros in Teheran. Nun aber will er nur noch für das Schweizer Fernsehen berichten, da er sich in Deutschland in seiner Arbeit zunehmend eingeschränkt fühlt.

Das von den Nachrichtenagenturen aufgenommene Interview (1. Teil zum Irak / 2. Teil zum ZDF) führte das Migros-Magazin. Was einigermassen überraschend ist, denn das Migros-Magazin ist eine in Grossauflage verteilte Gratiszeitung eines Lebensmittelhändlers wie Lidl oder Aldi. Was aber zeigt, dass interessante Inhalte nicht von einer Marke abhängig sind. Sie können überall zu finden sein.

Erschreckend ist vor allem Tilgners Begründung, warum er seine Zusammenarbeit mit dem ZDF nicht verlängern möchte:
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“Krieg und Frieden” im ZDF:
Version Schwarzwaldklinik

Robert Dornhelm verflimt den größten Roman aller Zeiten: Krieg und Frieden von Lew Tolstoi. Das ZDF zeigt den “26 Millionen teuren Europudding” in vier Teilen. Die Kritiken sind vernichtend – von jenen, die die Produktion überhaupt gesehen haben.

Krieg und Frieden
(Bild ZDF)

Für bild.de meldete Uli Schüler aus St. Petersburg:

Es ist die teuerste, aufwendigste und größte deutsche TV-Produktion des Jahres!

Aber wurden die 26 Millionen Euro, die der Gebührenzahler jedenfalls teilweise finanziert hat, sinnvoll ausgegeben?
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ARD und ZDF:
Friedlichere Digitalpläne

“Die ARD und die digitale Welt”: Da bestand bislang ein Verhältnis wie Hund und Katz, es sollte “offensiv erobert werden”, und bisweilen wurde die Konkurrenz arg bedrängt. Die Attackierten wollten dafür ARD und ZDF aus dem Internet verbannen. Jetzt soll es friedlicher und kooperativer werden.

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Noch Polemik vom alten Schlag, von der sich aber niemand verunsichern ließ: ARD und ZDF fühlen sich vom Bund Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit großen Kalibern unter Beschuss genommen… (Bild: Vortrag von Fritz Frey, “Report Mainz”, Südwestrundfunk)

Das Verhalten des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet war nun bald 10 Jahren lang leider ziemlich unerquicklich: Einerseits gingen Rechtsabteilungen der Sender massiv gegen ihnen unliebsame Webseiten und Personen vor, beanspruchten sogar deren kompletten Mailverkehr, drängten Schweizer Traditionsbanken aus deren Domains. Andererseits ist seit Beginn dieses Jahres in Deutschland schon der bloße Internetzugriff beispielsweise für den Abruf der E-Mail oder das nächtliche Chatten rundfunkgebührenpflichtig geworden.

Den Höhepunkt erreichte die Auseinandersetzung mitten im Sommerloch mit einer Sprachzensur durch die GEZ, die in verringerter Form immer noch anhält. Doch zumindest in den höheren Etagen der Sender findet nun ein Umdenken statt – es werden nun technisch sinnvolle Entwicklungen vorangetrieben und man macht sich auch erstmals Gedanken um das eigene Image.

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“Das Autobahn-Argument!”

Eklat in der Sendung “Kerner”, gestern abend im ZDF. Weil Senta Berger die Gesprächsrunde zu verlassen drohte, sah sich der Moderator dazu gezwungen, Eva Herman rausschicken. Dabei war das Thema vergleichsweise harmlos: Familienpolitik.

Es ist schon eine Strafe, sich eine Sendung mit Johannes Baptist Kerner anschauen zu müssen. Die wahre Strafe ist aber, sich diese Sendung in der ZDF-Mediathek anschauen zu müssen, die zwar hochaufgelöst und supercool daherkommt, aber mit hin- und herspulen grösste Mühe hat und mindestens fünf Mal abstürzt. Einmal geht mitten im Film einfach der Browser zu.

ZDF Screenshot
Screenshot zdf.de

Die Sendung lief so ab. Zuerst die Begrüssung der Gäste. Dann wurde Eva Herman mit den Zitaten konfrontiert, die ihr den Job beim NDR gekostet haben. Darauf erklärte ein Professor aus dem Publikum, was genau das Frauenbild in der Hitler-Zeit war. Ein gemäss Kerner ausgewiesener und anerkannter Experte für historische Fragen, der ihr eine “Verschwörungs-Pathologie” unterstellt, weil sie sie RTL dafür kritisiert, die Bänder der Pressekonferenz, die ihre Entlassung provoziert haben, nicht herauszugeben.

Es geht hin und her, es wird debattiert, wie genau Frauen und Kinder in der heutigen Zeit glücklich werden. Als das Gespräch auf den Begriff “Gleichschaltung” kommt (der, wie der Historiker erklärt, ein klar nationalsozialistischer ist), sagt Eva Herman, sichtlich genervt, dass sie über die gesamte Sendung über angegriffen wird:

Sie müssen nur Google eingeben und dann können sie jede Zeitung durchgehen. Welche Zeitung diesen Begriff bereits benutzt hat. Natürlich ist er da benutzt worden. Aber es sind auch Autobahnen damals gebaut worden und wir fahren heute drauf.

Der Historiker ruft:

Das Autobahn-Argument!

Margarethe Schreinemakers sagt:

Es kann nicht sein. Das kann nicht sein, was du hier sagst. Tut mir leid. Egal, wer hier auch immer applaudiert, es tut mir leid. Nein. Das kannst du so nicht sagen. Es geht nicht.

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IFA 2007 live:
Die Mediatheken von ARD und ZDF

Das ZDF hat schon länger eine (und zur IFA eine neue Version davon herausgegeben), die ARD wird ihre noch dieses Jahr online stellen: eine Mediathek. Wir haben uns an den IFA-Ständen dazu beraten lassen.

IMG 4879Zuerst von der ARD. Eine freundliche junge Frau empfängt mich stehend an einem in die Wand eingelassenen Bildschirm. Inhalt: Ein Browser mit der neuen ARD -Mediathek, ohne Befehlszeile und ohne anderes Drumrum. Ich klicke etwas rum, sie gibt mir Infos. Noch dieses Jahr soll die Mediathek online gehen, täglich produziert wird sie bereits. Man wolle noch ein paar Bugs ausschliessen, bis man online gehe. Nein, diese Mediathek sei eine Eigenentwicklung, mit der vom ZDF habe sie nichts zu tun. Auch wenn sie auf dem Blick ähnlich aussieht.

Man merkt schon: Geld spielt bei der ARD nicht wirklich eine Rolle. Man hat es und man gibt es auch aus. Schon beim Eintritt in die Halle bekommt man ein etwas sakrales Gefühl. Alles so gross da, bei der ARD :

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IFA 2007 live:
Intensivbetreuung am ZDF-Stand

Am Stand des ZDF kommt man leicht zu Notizblöcken, Gummibärchen und Stiften. Aber nicht so leicht zu einer Information.

Gerade habe ich meine Kamera angesetzt, um die Rentnerschlange vor der Give-Away-Theke zu fotografieren, da spricht mich ein ZDF-Mann an (und verhindert so erfolgreich das Foto – das wohl jederzeit zu wiederholen ist). Von wo ich denn sei und was ich denn suche, will er wissen und schielt auf meinen an der Hose angebrachten Presseausweis. Vermutlich wolle ich ja die auftretenden Stars sehen, oder? Ich sei von der Presse, tue ich wichtig und sag ihm gleich, dass ich mich für die ZDF-Mediathek interessiere. “Aha, aha”, sagt er, und, “kommen sie doch gleich mal mit”. Er führt mich an die Ecke des Give-Away-Stands, an der sowas wie ein Laptop steht.

Er zeigt darauf und fragt mich, ob ich sowas schon mal gesehen habe. Naja, schon, sage ich. “Na dann wissen sie sicher auch, wie sie damit umzugehen haben” und drückt mir einen Stift in die Hand. Ich bin etwas verwirrt, er aber gar nicht. Er nimmt den Stift wieder und drückt etwas damit auf dem Bildschirm rum. Das sei nur eine kleine Umfrage und man könne so, tipp, tipp, Fragen beantworten.

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“Ja, ich muss ja ansetzen.”

Ein Beitrag des ZDF-Magazins Frontal21 sorgte in den vergangenen Tagen für eine frische Brise in der Blogosphäre. Mit der Metapher vom Bumerang könnte man die Vorwürfe zusammenfassen, die sich gegen das ZDF richteten. Wir dokumentieren hier das vollständige und aufschlussreiche Transkript eines Interviews, das für die Sendung geführt wurde.

Es ging in der Sendung vom 17. Juli um “Gekaufte Beiträge” in deutschen Radiosendern, besser gesagt: Privatradiosendern. Beiträge, denen PR-Material in Audioform als Grundlage dient. Man staunte beim Ansehen ob der Ahnungslosigkeit eines jungen Radio-Programmchefs, der den Rundfunkstaatsvertrag nicht wirklich zu kennen scheint, und sah sich bestätigt in der Annahme, dass es bei den Privaten nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich nicht gerade auf hohem Niveau zugeht. Schleichwerbung und ungekennzeichnete PR im Radio: Ein wichtiges Thema, unbestritten.

Doch dann meldete sich der Rückkanal.

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