Thema: Youme.net

 

Alle 3 Artikel zum Thema Youme.net auf netzwertig.com:

Youme.net am Ende

Youme.net, das Vorzeige-Internetprojekt des schweizer Ringier-Verlags, wird auf Eis gelegt. persoenlich.com schreibt:

Wie Ringier-Sprecher Stefan Hackh gegenüber “persoenlich.com” bestätigt, sei die Mitmach-Plattform vorläufig auf Eis gelegt. Inhaltlich könnten die User die Plattform zwar weiterhin nutzen, moderiert und aktiv begleitet werde die Seite seit anfangs Jahr allerdings nicht mehr. Das Projekt generierte zuwenig Interesse, lautet das offizielle Statement.

Die Site bleibt online, Ringier will aber kein Geld mehr in youme.net stecken. Ob so ein unbeaufsichtigter Wildwuchs lang gut gehen wird, bezweifle ich stark. Es ist deshalb nicht unwahrscheinlich, dass youme.net noch vor Jahresende komplett abgeschaltet wird.

Wir waren bereits im November letzten Jahres skeptisch ob der Erfolgschancen von youme.net:

Dem Projekt fehlt seit Beginn etwas, das dem Nutzer einen Mehrwert gibt – nur die Aussicht, sich von Animateuren unterhalten zu lassen und seine Inhalte mit anderen Menschen aus der Deutschschweiz zu teilen, begeisterte offenbar keine grössere Gruppe. Die Frage, warum man genau dieser Community hätte beitreten sollen, konnte nie beantwortet werden.

(via Mail, danke Ronnie!)

Youme.net:
Community ohne Mitglieder

Youme.net sollte das Vorzeige-Internetprojekt des schweizer Ringier-Verlags werden. Eine Community, die irgendwie alles sein will: YouTube, Myspace, Flickr, Facebook. Doch trotz umfangreichen Investitionen finden sich keine Nutzer.

Youme.net, das “swiss social media network”, ging am 18. April 2007 erstmals als Beta-Version online, im August 2007 wurden Inputs zu einem Relaunch verarbeitet. In der Anfangszeit waren sehr viele Mitarbeiter bei youme.net beschäftigt, die sozusagen als Animateure die echten Nutzer zur Website führen sollten. Das klappte nicht schlecht und es entstanden viele Inhalte, auch wenn ab und zu der Eindruck entstand, es seien mehr Angestellte als Besucher auf der Website.

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Schweizer Verlage:
Im Schlafwagen ins Internet

Das neue Newsportal von Tamedia & Co. wird wegen einer Kreativpause eines Mitarbeiters verschoben, die Behausung der Web-2.0-Gemeinde von Ringier wird bei Ebay versteigert und vom angekündigten Schweizer Google News ist überhaupt nichts mehr zu hören. Verschlafen die Schweizer Verlage das Internet komplett?

Nickerchen auf einer Bergwiese
«Herrlich, diese Ruhe» (Bild Keystone)

Über diese Meldung im Kleinreport (Start des Tamedia-Newsnetzwerk-Systems verzögert sich) haben wir in unserem internen Firmen-Wiki alle herzlich gelacht. Der zweitgrösste Verlag der Schweiz, Tamedia, soll sein schon lange angekündigtes Newsportal nicht im Frühling, sondern erst im Herbst 2008 liefern. Grund: Der neue Chef des Projekts, Peter Wälty, macht eine mehrmonatige Kreativpause. Dazu ist von der Entscheidung zu lesen, “dass das Projekt nicht direkt unter einer eigenen Domain im Internet zugänglich sein werde”.

Während in Deutschland alle dem Erfolg von Spiegel Online nachrennen, ein von Aufmerksamkeit überhäuftes Newsportal, das wahrscheinlich schon gar nicht mehr weiss, wohin mit all den Werbeaufträgen, den neuen Mitarbeitern und den Preisen, kümmert man sich in der Schweiz darum, wie man am Besten die Meldungen der Nachrichtenagenturen ausdruckt und gratis verteilt.

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