Alle 3 Artikel zum Thema Wissenschaft auf netzwertig.com:
Wie geht es dem Journalismus? Zwei aktuelle Studien zeigen, wie es um die Medien in Deutschland steht. Mit reichlich Zahlenmaterial belegen sie einen heftigen Strukturwandel.
Zwei grundlegende Texte gibt es in Deutschland, die jeder kennen und zur Hand haben sollte, der sich ernsthaft mit Medienfragen beschäftigt. Beide sind auch als kostenlose pdf-Dateien im Internet verfügbar. Zunächst einmal ist dort
der zweiteilige Medienbericht der Bundesregierung, erstellt vom Hans-Bredow-Institut. In ihm finden sich alle relevanten Daten und Fakten zur Medienlandschaft, auf der statistischen Basis des Jahres 2008. Insbesondere der zweite Teil, das Gutachten, trägt auf knapp 400 Seiten alles zusammen, was heutzutage für die Zahlengarnitur eines fundierten Artikels zur Lage der Medien erforderlich ist – von der Marktentwicklung über die Studierendenzahlen bis hin zum grassierenden Titelschwund gerade auch in der Fläche.
» weiterlesen
Eine Studie des Magazins Nature zum Wissenschaftsjournalismus zeigt: Ressorts werden geschlossen, Stellen gestrichen. Dafür werden Blogs immer wichtiger – und was ist mit der Qualität?
“Die unabhängige Wissenschaftsberichterstattung ist vom Aussterben bedroht.” – Das ist ein Zitat des
Wall Street Journal-Wissenschaftsjournalisten Robert Lee Hotz und zugleich die Quintessenz
einer Studie, die das britische Wissenschaftsmagazin
Nature gerade veröffentlicht hat. Immer mehr Wissenschaftsressorts werden demnach geschlossen, die Wissenschaftsberichterstattung verlagert sich in die Blogosphäre, und Kritiker bezweifeln, dass die oft hochwissenschaftlichen Themen dort mit ausreichender Distanz und dem notwendigen kritischen Blick betrachtet werden.
» weiterlesen
Die Forschung hilft: Verschiedene Typen von Medienblogs werden in der Wissenschaft unterschieden – nützlich für die eigene Boomark- und RSS-Feed-Sammlung.

Nur keine Denkschubladen: Die Forschung braucht Typen (striatic, CC-Lizenz)
Wer über die Feiertage seinen RSS-Reader ausgemistet hat und die diversen Feed-Abos in praktische Ordner sortiert hat – oder auch jeder andere Internet-Nutzer – kennt das Problem: Wie sortiert man die ganzen Blogs, die was mit Medien zu tun haben, eigentlich? Macht man einen Ordner “Journalisten”, einen Ordner für “Blogs von Redaktionen”, einen für “Watchblogs”? Bei der Auswahl und der Bezeichnung sinnvoller und nützlicher Kategorien hilft die Wissenschaft! Längst gibt es eine ausgewiesene Blog-Forschung mit Definitionen, Typologisierungen und allerlei Überlegungen. Was Medienblogs betrifft, gibt es in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Media Perspektiven einen Aufsatz, “Watchblogs aus der Sicht der Nutzer“, der auf der Befragung der Bildblog-Leser aufbaut. Zusammengefasst und mit Hinweisen auf weitere Arbeiten wurde die Studie natürlich in einem Medienblog:
» weiterlesen