Thema: Werbung

 

Alle 78 Artikel zum Thema Werbung auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

“Blue Button”:
Schweizer Werbe- und Startup-Allianz will TV-Spots aus der Steinzeit holen

Millionen Menschen schauen Fernsehprogramme mittlerweile über das Internet. Doch in den Werbeblöcken wird das sich daraus ergebende Potenzial bislang komplett vernachlässigt. In der Schweiz soll sich das jetzt ändern: Ein Technologie-Startup, der führende Werbevermarkter sowie drei Streaming-Services machen dazu gemeinsame Sache.

WerbungLineare TV-Sender über das Internet zu streamen, ist mittlerweile für Millionen Nutzer in Deutschland und der Schweiz eine regelmäßige Aktivität. Branchenprimus Zattoo – der einzige Dienst, der in beiden Ländern angeboten wird – gab erst zur Fußball-WM neue Meilensteine bekannt. Knapp 1,1 Millionen User in Deutschland streamten im Juni TV-Sender über das Angebot. 800.000 Anwender griffen dabei über mobile Geräte auf Zattoo zu.

Doch obwohl der IP-basierte Abruf von Live-Sendungen aus Sicht von Werbekunden ganz neue Möglichkeiten der zielgerichteten Interaktion mit der Zuschauerschaft ermöglicht, wurde dieses Potenzial bislang kaum genutzt. Die Spots, die in den Werbeblöcken der Sender ausgestrahlten wurden, landen unangetastet im Stream, ohne dass bei der Form der Übertragung dieser Anzeigenfilme differenziert wurde. Und ohne dass User sich tiefergehend mit angepriesenen Produkten befassen können, so sie dies wünschen. » weiterlesen

Startup will Werbewirkung verbessern:
TVSmiles belohnt Aufmerksamkeit in Werbepausen

Das Berliner Startup TVSmiles hat eine App für iOS und Android veröffentlicht, die es aufmerksamen Fernsehzuschauern erlaubt, sich mit dem Betrachten von Werbespots Gutscheine und Sachprämien zu verdienen.

Auch wenn noch immer der Löwenanteil der Werbeinvestments von Firmen in TV-Spots fließt, hat diese klassische Form der Mediawerbung im Gegensatz zu Onlineanzeigen den entscheidenden Nachteil schlechter Messbarkeit. Unternehmen erfahren niemals genau, wie viele Menschen tatsächlich ihren 15- oder 30-Sekünder angeschaut haben, und wie viele davon zur anvisierten Zielgruppe gehören. TVSmiles, ein im Januar entstandenes Startup aus Berlin, möchte diesen Missstand beheben und glaubt, dies mit Hilfe des Second Screen bewerkstelligen zu können. » weiterlesen

Unseriöse Anzeigen:
Wie Facebook kurzsichtig seinen Umsatz steigert

Facebooks Aktienkurs stößt in nicht gekannte Dimensionen vor, weil die Werbeumsätze sprudeln. Erreicht wird dies auch durch eine sehr nachlässige Anzeigen-Qualitätskontrolle.

Unseriöse Werbung im Facebook-Newsfeed

Die viel gescholtene Facebook-Aktie erklimmt derzeit Rekordhöhen und führt damit allen anfänglichen Skeptikern vor Augen, wie wenig langfristige Aussagekraft die temporäre Entwicklung eines Börsenpapiers besitzt. Wer in den Monaten nach dem missglückten IPO des sozialen Netzwerks hämisch den kontinuierlichen Niedergang der Aktie kommentierte, wird nur schwer verdauen können, dass diese mittlerweile ihren Ausgabepreis überflügelt hat. Der Grund: Das Werbegeschäft brummt, speziell die jüngsten Quartalszahlen überzeugten. Das einstige Sorgenkind – das mobile Angebot – trägt mittlerweile 41 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Musik in den Ohren der Anleger. Doch wie Facebook zu diesem glänzenden Ergebnis gelangt, darüber darf man geteilter Meinung sein. Was dem Dienst nämlich zu fehlen scheint, ist eine sorgfältige Qualitätskontrolle.

Die oben abgebildete, Aufmerksamkeit erregende Anzeige erschien jüngst in meinem Newsfeed innerhalb von Facebooks mobiler iPad-App (auf Schwedisch wegen meiner schwedischen IP-Adresse). Ein Hingucker – zugegeben. Beworben wird ein Datingdienst namens Are You Interested. Die Bewertungen mit drei von fünf Sternen deuten auf ein eher durchwachsenes Nutzererlebnis hin. Dass man von dem Service lieber die Finger lassen sollte, wird jedoch vor allem durch die Plumpheit des für die Anzeige gewählten Fotos deutlich: So offensichtlich sollen hier interessierte Männer durch visuelle Reize zu einem Flirtservice gelockt werden, im Glauben, dass ihnen dort die abgebildete Dame in leichter Bekleidung begegnen würde. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass die Wahrscheinlichkeit dafür gering ist. » weiterlesen

Suchwortvermarktung:
Foursquares eventuelle Cashcow

Lange galt Foursquare als Geldverbrenner ohne Geschäftsmodell. Doch jetzt startet das New Yorker Startup seine Vermarktung. Foursquare Ads könnten sich ähnlich gut entwickeln wie Googles AdWords.

Jedes Quartal erwirtschaftet Google Milliardengewinne mit seiner Suchwortvermarktung. Die besondere Stärke dieses Geschäftsmodells im Vergleich zu anderen werbefinanzierten Onlineangeboten liegt in der gezielten Intention der Nutzer, bestimmte Informationen abzurufen. Anstatt auf gut Glück so weit wei möglich an die Präferenzen von Nutzern angepasste Anzeigen einzublenden und darauf zu hoffen, dass diese in diesem Moment auch tatsächlich empfänglich für die Botschaft sind, hat Google die Gewissheit, nach einer Suche die volle Aufmerksamkeit der Anwender zu erhalten. Wer etwa nach einem bestimmten Smartphone-Modell sucht, der wird deutlich eher auf Anzeigen für Mobiltelefone klicken, als jemand, der sich gerade die Zeit mit einer Partie Onlinepoker vertreibt. Im Gegensatz zu vielen anderen Werbeverfahren bietet der Ansatz von Google und anderen Suchmaschinen einen tatsächlichen Mehrwert für User, was seine Effektivität deutlich erhöht.

Foursquare, das durchaus sehr nützliche, über Jahre wegen fehlender Monetarisierungsmaßnahmen und lauer Nachfrage bei Anwendern gescholtene Location-Startup aus New York, schlägt nun eine Richtung ein, die große Ähnlichkeit mit der bewährten Suchwortvermarktung von Google und Co aufweist. Auf einen Schlag wirkt die wirtschaftliche Zukunft des über vier Jahre alten Unternehmens deutlich rosiger, als sie bisher von Beobachtern skizziert wurde. » weiterlesen

Doppelt Antiquiert:
Warum der klassische Werbeblock keine Zukunft hat

Noch immer steigt die Nutzung des linearen Fernsehens in Deutschland, gleiches gilt für die Ausgaben für TV-Spots. Doch es ist Zeit, vom klassischen Werbeblock Abschied zu nehmen.

Das lineare Fernsehen hat mich schon vor vielen Jahren als treuen Zuschauer verloren. Jetzt schalte ich nur noch bei Live-Übertragungen ein sowie, wenn viele meiner Kontakte bei Twitter & Co parallel über eine gerade ausgestrahlte Sendung debattieren und ich Zeit habe. Einmal davon abgesehen, dass ich Chris Anderson in seiner Aussage zustimme, dass die Verringerung von Fernsehstunden den besten Produktivitätstipp überhaupt darstellt, führt meine Abstinenz vom klassischen Fernsehprogramm auch dazu, dass ich in den seltenen Momenten, in denen ich mich diesem doch hingebe, das mir Dargebotene mit ganz anderen Augen sehe als der durchschnittliche Zuschauer, der lineares TV in Deutschland 225 Minuten täglich konsumiert.

Als ich vor einigen Tagen doch mal wieder vor der Mattscheibe saß und meine volle Aufmerksamkeit einem sechs Minuten andauernden Werbeblock widmete, fiel mir wie Schuppen von den Augen, wie absurd diese Art von auf den Konsumenten ausgerichteter Kommunikation nach dem Gießkannenprinzip im digitalen Zeitalter eigentlich ist. Der Effekt von Verwunderung und Fassungslosigkeit, der sich in mir ausbreitete, war in etwa mit dem vergleichbar, den verspürt, wer vor Jahren zum ausschließlichen Konsum von US-Filmen im Originalton übergegangen ist und zufällig auf einen Streifen in synchronisierter deutscher Fassung stößt. Hatte man sich einst kein bisschen daran gestört, dass die Lippenbewegungen nicht zu den ausgesprochenen Worten passten, und dass drei Hollywood-Schauspieler mit der gleichen Stimme sprechen, erscheint dies nach erfolgreicher Umgewöhnung plötzlich vollkommen abwegig. Genau dieses Gefühl empfand ich, nachdem ich zehn 30-Sekünder über mich ergehen ließ. Von denen maximal einer überhaupt für mich interessant war.

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Hervorhebung gegen Bezahlung:
Facebooks Drahtseilakt
mit gekauften Einträgen

Sowohl Seitenbetreiber als auch Privatpersonen können seit einiger Zeit einzelne Einträge bei Facebook gegen Bezahlung hervorheben. Dadurch gerät der bisher auf Basis von Relevanzkriterien generierte Newsfeed aus dem Gleichgewicht. Ein riskantes Unterfangen.

Seit einigen Monaten häufen sich im Netz die Klagen von Facebook-Seiten-Betreibern, dass trotz Zunahme der Zahl der “Fans” immer weniger Nutzer einzelne Einträge der Fanpage in ihren Newsfeeds zu Gesicht bekommen. Entsprechende Anmerkungen finden sich hier, hier, oder hier. Seitdem der US-Millionär und Investor Mark Cuban vor einigen Tagen androhte, deshalb mit seinen Beteiligungen einen Umzug weg von Facebook anzustreben, erhält das Thema neuerliche Aufmerksamkeit. Zu Recht, zeichnet sich anhand der nicht nachlassenden Kritik an dem Problem doch ein ungelöster Konflikt ab, der Facebook in naher Zukunft noch kräftig Kopfschmerzen bereiten dürfte.

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Facebooks webweites Werbenetzwerk:
Potenzial zur Cashcow

Facebook macht einen weiteren Schritt hin zur Etablierung eines webweiten Werbenetzwerks: Künftig erscheinen personalisierte Anzeigen auf Basis von Daten des sozialen Netzwerks in Apps und mobilen Websites von Drittanbietern . Es könnte die Cashcow entstehen, auf die viele seit Jahren warten.

Facebook sitzt auf einem enormen Datenschatz. 950 Millionen aktive Nutzer geben dem sozialen Netzwerk jeden Monat Einblick in ihre Interessensgebiete und Präferenzen. Dieses Wissen ist prädestiniert dafür, zur Steuerung von Anzeigen eingesetzt zu werden. Männern lassen sich auf diese Weise von Werbung für Binden oder Nagellack verschonen, Sportlern bleibt das Betrachten von Anzeigen für Abnehmkuren erspart, und Vegetarier werden nicht mit den neuesten Sonderangeboten großer Hamburgerketten konfrontiert. Während derartiges Targeting manchen Kritikern der Kommerzialisierung des Netzes aus Prinzip missfällt, profitieren die meisten Anwender aufgrund besser zu ihren Bedürfnissen und Vorlieben passender Anzeigen davon.

Doch obwohl das Social Network aus Kalifornien seine Nutzer so gut kennt, kann es dieses Know-how bisher nur bedingt monetarisieren: Denn Besucher von facebook.com sowie Anwender der mobilen Facebook-Apps reagieren sensibel auf eine Zupflasterung des Bildschirms mit Werbung. Zudem ist ein Angebot, das auf die Kommunikation zwischen Menschen abzielt, nicht automatisch für alle Produkte die ideale Präsentationsplattform, und die Empfänglichkeit der permanent abgelenkten Anwender für Botschaften von Unternehmen variiert. Schon länger lag in der Luft, was der börsennotierte Internetkonzern unternehmen würde, um seinen in Qualität und Quantität im Netz wohl einzigartigen Pool an Nutzerinformationen zu monetarisieren, ohne dabei die Besucher seines eigenen Angebots zu intensiv mit Werbung zu belästigen:

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Vermarktung von Websites:
Facebooks Werbenetzwerk
wird Wirklichkeit

Mit Zynga.com vermarktet Facebook erstmals eine externe Website. Es ist der Beginn eines webweiten Facebook-Werbenetzwerks nach dem Vorbild von Google AdSense.

Facebook muss sich wenig Sorgen darüber machen, dass einige seiner Nutzer seltener auf Facebook.com oder den mobilen Apps vorbeischauen. Als Plattform mit neun Millionen mit ihr verknüpften Apps und Websites rund um den Globus kommen User mittlerweile stetig mit dem Dienst in Berührung, selbst wenn sie ihn schon seit längerer Zeit nicht mehr direkt angesteuert haben. Ein Viertel der meistbesuchten 10.000 Websites weltweit verfügt über eine Facebook-Integration, und bei der Hälfte findet man mindestens ein Link zu dem Social Network. Diese tiefe Verwurzelung mit dem Netz sorgt einerseits für Besorgnis bei Open-Web-Befürwortern und führt zu einem “Single Point of Failure”, macht Facebook aber deutlich weniger anfällig für einen schlagartigen Niedergang, wie ihn MySpace erleben durfte. Solange sich Nutzer über ihre Facebook-Benutzerdaten bei externen Websites einloggen, kann das Unternehmen weiterhin fleißig seine Daten sammeln und diese für eine zielgerichtete Vermarktung einsetzen.

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Werbekunden sollen zur Rechenschaft gezogen werden:
Datenschutz mit Kollateralschaden

Das Verbraucherschutzministerium prüft laut Spiegel Online, inwieweit Werbekunden von Websites, die gegen deutsche Datenschutzgesetze verstoßen, zur Rechenschaft gezogen werden können. Ohne Kollateralschaden ließe sich dies nicht umsetzen.

Nach Verpixelung, digitalem Radiergummi sowie der EU-Cookie-Richtlinie könnte man meinen, noch destruktivere und bürokratischere Eingriffe zur scheinbaren Wahrung eines veralteten und populistischen Datenschutzverständnisses in der digitalen Welt könnten der Politik kaum einfallen. So kann man sich irren!

Nach einem Bericht von Spiegel Online prüft das Verbraucherschutzministerium die Möglichkeit, deutsche Anzeigenkunden für Datenschutzverstöße von ausländischen Internetdiensten (wie z.B. Facebook oder Google) zur Rechenschaft zu ziehen.

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“Promoted Tweets”:
Wie Unternehmen mit
Twitter-Promis werben

Twitter bietet Unternehmen die Möglichkeit, Tweets als Werbung zu schalten und prominent in den Suchergebnissen für einzelne Schlüsselwörter zu platzieren. Clevere Firmen machen sich so die Popularität von bei Twitter vertretenen Prominenten zunutze.

Seit einiger Zeit bietet Twitter Unternehmen die Möglichkeit, ausgewählte Tweets gegen Bezahlung zu so genannten “Promoted Tweets” zu machen. Diese Werbetweets unterliegen den gleichen Bedingungen wie herkömmliche Twitter-Nachrichten, besitzen jedoch den Vorteil, bei der Suche nach für den Tweet gebuchten Stichwörtern oder Hashtags an oberster Position in den Twitter-Suchergebnissen zu erscheinen.

Im Rahmen eines Testlaufs mit dem Twitter-Client Hootsuite können Promoted Tweets auch im Stream einzelner User auftauchen, selbst wenn man dem Absender des Tweets (in der Regel ein Unternehmens-Account) nicht folgt.

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