Thema: Welt Online

 

Alle 2 Artikel zum Thema Welt Online auf netzwertig.com:

Kreditkrise:
Vom Drängen und gedrängt werden

Ole Reißmann, 11. Oktober 2008 um 19.19 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Kredit wurden der amerikanischen Mittelschicht nicht bloß aufgedrängt – sie gierte förmlich danach. Anlässlich des Deutschen Soziologenkongresses, der gestern in Jena zu Ende ging, hat Heinz Bude eine interessante These vertreten – über die Welt Online berichtet. Weil viele Amerikaner eine gute Ausbildung wollen, müssen sie in teure Wohngegenden ziehen und nehmen Kredite auf, berichtet Welt Online. Weiter heißt es:

Denn nur in jenen Gegenden seien die Schulen so, dass auch die Kinder dieser Leute noch die Chance auf ein Leben nach Art ihrer Eltern haben. Weil der öffentliche Sektor in den USA für die Weitergabe des Mittelschichtstatus wenig leistet, mussten die Leute es auf eigene Faust auf den Immobilien- und somit Kreditmärkten versuchen. So produzierte die Deregulierung der amerikanischen Gesellschaft Ausweichstrategien: Was der Staat nicht gab, sollten die Finanzmärkte liefern. Die es dann ebenfalls nicht hergaben.

Also schreibt Welt Online über den Artikel: “Soziologen: Wie die Mittelschicht die Krise ausgelöst hat” und provoziert mit dieser Überschrift wütende Reaktionen. Schon wird “Abbitte” bei den Bankstern geleistet und sich bei den Soziologen beschwert.

Dabei könnte die Überschrift auch heißen: “Soziologen: Wie die Mittelschicht in die Krise gedrängt wurde” – was natürlich nicht ganz so sexy gewesen wäre. Sachlich falsch ist die von Welt Online gewählte Version keinesfalls. Allerdings wäre die Fassung “Soziologen: Wie die Regierung die Krise verursacht hat” nach der These von Bude noch viel besser.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Onlineportale:
Wer hat die Längste?

Ole Reißmann, 15. Februar 2008 um 11.20 Uhr , 12 Kommentare Kommentare

Höher, schneller, weiter: Wir haben Nachrichtenseiten zum Größenvergleich antreten lassen. Zeit Online, Welt Online und derWesten führen das Feld an, die taz-Seite wird locker um 1,5 Längen geschlagen.

Wer hat die Längste?

Man könnte Worte verlieren über das neue Layout der Netzeitung, die einen auf Süddeutsche macht – so wie derWesten, der sich visuell recht deutlich an Spiegel Online orientiert. Stattdessen haben wir uns angesehen, welche Online-Redaktion den Lesern besonders viel mitteilen möchte.

“Immer feste druff” scheint das Credo einiger Redaktionen zu sein, wenn man den Lesern nur ordentlich Links anbietet, wird er schon etwas Interessantes finden. Wer hat also die längste Seite? Hier das Ergebnis:

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