Thema: Web 3.0

 

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Google Now:
Wie das Web 3.0 die Bürokratie besiegen kann

Würden wir das Internet noch immer in Versionsnummern unterteilen, dann wäre es jetzt langsam so weit: Das Web 3.0 ist da. Intelligente Mitdenkdienste und mobile Hubs wie Google Now machen sich daran, unsere Alltagsprobleme zu lösen. Sie dürften in absehbarer Zeit sogar endlich die elektronische Steuererklärung für uns erledigen.

Kürzlich recherchierte ich für einen Beitrag, wie es eigentlich um die mittlerweile recht zahlreichen Startups für Dokumentenmanagement steht. Schon jetzt zeigt sich: Erste Ansätze sind da und sehr viel versprechend, aber einen lange gehegten Traum von mir löst erst einmal noch keiner der Dienste: meine Steuererklärung automatisch zu erledigen. Ist natürlich auch nicht wenig, was ich da verlange. Aber parallel zu meinen Recherchen stellte Google neue Karten seines “Mitdenkdienstes” Google Now für Android 4.1 und 4.2 vor. Was viele womöglich nur nebenbei wahrgenommen haben: Das ist der Beginn dessen, was wir vor einigen Jahren als “Web 3.0″ bezeichnet haben.

Zunächst nur in den USA, bald aber auch in Deutschland, soll Google Now etwa Bordkarten so pünktlich aus dem E-Mail-Postfach herausfischen, dass man damit direkt einchecken kann. Vorher wird mir noch angezeigt, wie ich am schnellsten zum Flughafen komme und wie lange die Fahrt dahin dauern wird. Reisen meine Lieblingsbands zu Auftritten an, erhalte ich Nachricht darüber, wann und wo genau. Wann muss ich aus meinem Hotel eigentlich auschecken? Wann trifft meine online bestellte Ware bei mir ein? Läuft ein Film, nach dem ich gesucht habe, bald in einem Kino in meiner Nähe? Wie viele Kilometer habe ich im vergangenen Monat eigentlich zu Fuß oder mit dem Auto zurückgelegt? Google Now weiß es und zeigt es ohne Nachfrage gleich an. Und Google kann über seinen Knowledge Graph künftig auch in Deutschland genauer zwischen Suchbegriffen unterscheiden. Im offiziellen Blogpost wird Dschingis Khan genannt, was einmal die 70er-Jahre-Band oder der Mongolenfürst des 13. Jahrhunderts sein kann. Semantische Suche, ein Netz, das mitdenkt: Wir sind jetzt so weit. » weiterlesen

Buzzwörter:
Das Ende von “Social Media” und
die Frage nach dem Web 3.0

Schon zur Hoch-Zeit des Web 2.0 im Jahr 2007 waren Spekulationen über den nächsten großen Evolutionsschritt des Internets und über die korrekte Bezeichnung dafür populär. Fünf Jahre später steht die Debatte noch immer am selben Punkt.

Als ich im Jahr 2007 mit dem Bloggen über das Geschehen in der Internetbranche begann, dominierte ein Begriff die Berichterstattung über neue Startups, Onlinedienste und Trends im Netz: Web 2.0. Die für damalige Verhältnisse neue Welt aus bunten, interaktiven Websites mit kreativen Logos, eigenwilligen Namen, Spiegeleffekten und allerlei Mitmach-Features regte die Fantasie von Nutzern wie Gründern an. Eine der Fragen, die damals schon intensiv diskutiert wurde: Was kommt nach dem Web 2.0? Eine gängige Theorie lautete: Das Web 3.0 natürlich. Doch wie genau sich dies von seinem Vorgänger unterscheiden würde, darauf gab es keine konkrete Antwort. Ein Favorit vieler war das sogenannte semantische Web. So richtig hat dies bis heute nicht Einzug gehalten.

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