Alle 3 Artikel zum Thema Wall Street Journal auf netzwertig.com:
Wall Street Journal
Mit dem Safehouse startet nun auch das Wall Street Journal einen Wikileaks-Klon. Ganz haben sie das Prinzip aber noch nicht verinnerlicht: Sie behalten es sich nämlich vor, Informationen über die Informanten an die Behörden auszuliefern.
» Wall Street Journal launches insecure Wikileaks clone, promises to sell you out
Monitoring
Werner Trotter stellt 10 Monitoring Tools für Facebook vor.
Neben der in-house Suche von Facebook, die noch stark verbesserungswürdig ist, gibt es eine Reihe von externen Tools, die den öffentlich zugänglichen Datenstrom von Facebook durchsuchen und Einsichten in die ‘Likes’ und ‘Shares’ der Nutzer vermitteln.
» Was geht ab auf Facebook? 10 Monitoring Tools für Trends, Themen und Neuigkeiten
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Statik für das immerfort aktualisierte Internet: Aktuelle Titelseiten gedruckter Zeitungen stellt das Newseum aus, eine neue Übersicht zeigt 14 auf einmal – plus Lesetipp zur US-Zeitungskrise.

NEWScan: Was liest die Welt? (Screenshot)
Das Newseum, der gigantische Vergnügungstempel der amerikanischen Medienunternehmen, stellt im Internet schon seit einiger Zeit die Titelseiten von Zeitungen rund um den Globus aus – täglich aktualisiert. Nur: Bisher musste man umständlich herumklicken. Jetzt geht es endlich einfacher, werden 14 Titelseiten großer (englischsprachiger, westlicher) Zeitungen auf einer einzigen Seite präsentiert. Schnell mal die wichtigsten Nachrichten des Tages überfliegen? NEWScan macht’s möglich. Und gleich am Donnerstag stand eine Mediengeschichte auf der Titelseite der New York Times:
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Gerade erst hat Rupert Murdoch nach mühsamen Verhandlungen den Dow-Jones-Konzern übernommen, da ändert er schon die Onlinestrategie dessen Flaggschiffs.
Das Wall Street Journal nämlich wird in Zukunft kostenlos sein, meldet der Guardian. Murdoch setzt also genauso wie die New York Times auf frei zugängliche Inhalte. Die hatte sich ebenfalls erst dieser Tage entschieden, ihren TimesSelect-Bereich zu öffnen, der bislang nur gegen Bezahlung zu lesen war. Wieder ein Paid-Content-Zaun, der fällt, und das, obwohl gerade das Wall Street Journal immer als das erfolgreiche Beispiel für bezahlte Inhalte im Internet gepriesen wurde.
Ganz überraschend kommt dieser Schritt aber auch nicht: Murdoch, der unvermeidlich als “Medienmogul” attribuiert wird, hatte darüber schon vor der Übernahme in einem Gespräch mit dem Time Magazine spekuliert:
“What if, at the Journal, we spent $100 million a year hiring all the best business journalists in the world? Say 200 of them. And spent some money on establishing the brand but went global ? a great, great newspaper with big, iconic names, outstanding writers, reporters, experts. And then you make it free, online only. No printing plants, no paper, no trucks. How long would it take for the advertising to come? It would be successful, it would work and you’d make … a little bit of money.”
[Korrektur] Die FAZ hat den Guardian-Artikel genauer gelesen als die Süddeutsche Zeitung und ich es getan haben: Definitiv ist noch nichts, sondern Murdoch und seine Manager denken noch nach. Man kann davon ausgehen, dass dem lauten Nachdenken der entsprechende Schritt folgen wird, aber entschieden ist die Sache – anders als oben geschrieben – demnach bislang nicht.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.