Alle 8 Artikel zum Thema virtuelle welten auf netzwertig.com:
Im Frühjahr 2009 führte die Insolvenz der Zweitgeist GmbH aus Hamburg zum vorläufigen Ende des 3D-Avatar-Dienstes Weblin. Jetzt hat ihn einer der zwei einstigen Gründer wiederbelebt.
Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an Weblin. Der Dienst des 2006 gegründeten Startups Zweitgeist aus Hamburg erlaubte es Nutzern, sich als grafische Avatare auf gerade besuchten Websites zu zeigen und mit anderen, zufällig auf einer Site angetroffenen Weblin-Anwendern zu kommunizieren. Für den vollen Funktionsumfang mussten User eine Software herunterladen, eine abgespeckte Lite-Variante ohne Download-Zwang gab es ebenfalls.
Im Frühjahr 2009 sahen sich die Weblin-Gründer Christine Stumpf und Heiner Wolf gezwungen, mit ihrer Firma Insolvenz anzumelden. Irgendwann danach wurde auch die Website abgeschaltet.
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Die StageSpace AG plant für morgen den Start ihrer neuen 3D-Community maquari. Das Karlsruher Unternehmen betreibt unter der Marke StageSpace eine 3D-Welt zur Integration in bestehende Social Networks. Bisher konnten User auch direkt über die Website von StageSpace in die virtuelle Welt eintauchen. Mit dem Start von maquari erfolgt eine deutliche Trennung der Aktivitäten. StageSpace fungiert als White-Label-Lösung für die Betreiber von sozialen Netzwerken, die ihren Benutzern eine 3D-Komponente anbieten wollen. maquari launcht als 3D-Social-Network für alle interessierten Internetnutzer. Ich hatte die Möglichkeit, mich in der Test-Version umzuschauen. An einigen Stellen wird zwar noch gearbeitet, aber was ich bisher gesehen habe, macht einen durchaus guten Eindruck. » weiterlesen
Auf eine interessante Neuerung verweist die Avatar-Community weblin heute in einer Pressemitteilung. Weblin ist eine kostenlose Software, die User beim Surfen im Netz als kleine Avatare im Browser darstellt. Weblin-Anwender, die sich gleichzeitig auf der selben Website befinden, können so miteinander kommunizieren. Der von der Hamburger zweitgeist GmbH entwickelte Dienst hat sich in den letzten Monaten zu einem der heißesten deutschen Web-Startups entwickelt und bereits einige internationale Auszeichnungen und Nominierungen erhalten. » weiterlesen
Mitte Juni widmete ich mich StageSpace. Damals hatte das Unternehmen aus Karlsruhe gerade die Beta-Phase seiner virtuellen Welt gelauncht, die im Gegensatz zu Second Life und ähnlichen Plattformen primär als Social Community im 3D-Gewand ausgelegt ist und direkt aus dem Browser heraus gestartet wird. Die Idee der Betreiber war es von Anfang an, StageSpace als “WhiteLabel-Lösung” bestehenden Social Networks und Communities anzubieten, die ihr Angebot um die Komponente Web 3D erweitern möchten. Die offene Beta-Phase diente hauptsächlich dazu, die entwickelte 3D-Technologie unter realen Bedingungen mit einem breiten Publikum zu testen und Userfeedback zu erhalten. Wie ich erfahren habe, ist die Beta-Phase in ihren letzten Zügen. Am 27. September plant StageSpace, das neue, finale Produkt offiziell vorzustellen. » weiterlesen

SecondLife bekommt Konkurrenz aus Deutschland. Die StageSpace AG aus Karlsruhe hat die öffentliche Beta-Phase ihrer virtuellen Welt StageSpace gestartet. Ähnlich wie bei SecondLife können sich registrierte Nutzer mit Avataren durch eine Online-Welt bewegen. Glaubt man den Presseinfos von StageSpace, so ist das Angebot aber alles andere als eine Kopie von Second Life. Die zwei entscheidenden Unterschiede:
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Jeder, der zum Höhepunkt der Second-Life-Welle Ende 2006 / Anfang 2007 mit einem temporären Hype gerechnet hat, muss sich ein halbes Jahr später eines Besseren belehren lassen. Noch immer kann sich Second Life über eine nicht nachlassende Medienpräsenz freuen. Diese ist zwar nicht immer positiv, sorgt aber dennoch dafür, dass man Linden Lab und seine virtuelle Welt nicht vergisst.
In der vergangenen Woche gab es gleich eine Reihe interessanter Presseberichte zu Second Life. Wieder einmal stellt eine Studie die Werbewirkung der unzähligen Unternehmenspräsenzen in Second Life in Frage. Laut wuv.de hat das auf IT-Consulting spezialisierte Münchener Unternehmen Aquarius Consulting die Zahl der Besucher auf unterschiedlichen, von Firmen angelegten “Markeninseln” protokolliert. Die Ergebnisse sind ernüchternd. » weiterlesen
In meinem Beitrag “Digitale Spaltung: Wenn der Begriff «Blog» für fragende Blicke sorgt” vom 30. April hatte ich erwähnt, dass viele der heutigen “Offliner” durch die Massenmedien nahezu abgeschreckt werden, das Internet zu nutzen. Für jemanden, der sich noch nie mit den Vorteilen des Webs auseinander gesetzt hat, besteht dies Dank einer häufig einseitigen Berichterstattung der klassischen Medien hauptsächlich aus Viren, Killer-Spielern und Internet-Piraten. Und seit heute vermutlich auch noch aus Pädophilen. Die ARD deckte in ihrem “Report Mainz” um 21:45 die pädophilen Umtriebe von einigen Nutzern in Second Life auf. Zwei Filmautoren des Magazins haben offenbar mehrere Wochen lang (!) investigativ im virtuellen Raum recherchiert und sind dabei auf diese Vorgänge gestoßen (siehe Welt Online).
So verurteilenswert und menschenverachtend diese Vorfälle sind, so fragwürdig ist, ob man dies wirklich als “große Story” einem Mainstream-Millionenpublikum vorsetzen muss. Es ist anzunehmen, dass der größte Teil der Zuschauer weder Second Life selbst ausprobiert hat noch genau wiedergeben kann, was das überhaupt ist. Das wird sich nun natürlich ändern. Ich bezweifle allerdings, dass ein unnötiger Bericht wie dieser zu einer positiveren Einstellung der Generation Web 0.0 zur digitalen Welt führen wird. Davon abgesehen muss man sich die Frage stellen, inwieweit mehrwöchige “Recherchen” eines öffentlich rechtlichen Politmagazins im nach wie vor sehr bevölkerungsarmen Second Life gerechtfertig sind. Woanders nennt man das wohl “Spielen am Arbeitsplatz”.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Der Hype um Second Life hat in den letzten Wochen etwas nachgelassen. Es wird zwar weiter munter über das Geschehen in der virtuellen Welt berichtet, aber die Meldungen stehen nicht mehr so sehr im Mittelpunkt wie noch Anfang des Jahres. Wir erinnern uns: Fast täglich verkündete ein Unternehmen, ein Büro oder einen Shop in Second Life zu eröffnen, gleich eine ganze Insel zu kaufen oder ein Event zu launchen.
Viele dieser Unternehmen haben mittlerweile das Problem, dass eigentlich kaum jemand ihre Angebote nutzt. Bekanntermaßen sind die Userzahlen von Second Life mit selten mehr als 10.000 Nutzern, die gleichzeitig online sind, nicht sonderlich spektakulär. Die I-D Media AG hat nun eine Möglichkeit entwickelt, die Reichweite von Events in Second Life zu erhöhen.
Der Multimedia-Dienstleister aus Berlin hat eine Art Webcam entwickelt, die Szenen aus Second Life im Quicktime-Format auf einer beliebigen Website streamt. Einen Beispielstream gibt es auf www.lifecrawler.com. Der Service befindet sich noch in der Entwicklung. Er soll aber in Kürze starten und den zahlreichen Firmen, die sich in Second Life niedergelassen haben, die Möglichkeit geben, allen Internetusern die virtuellen Aktivitäten zu präsentieren.
Auch wenn man abwarten muss, ob der Service technisch wirklich einwandfrei funktioniert – insbesondere bei hoher Traffic-Last – so hat das Angebot meines Erachtens nach Potential. Es ermöglicht, ein Happening in Second Life tausenden Besuchern einer Website zugänglich zu machen, die selbst noch nie mit Second Life zu tun hatten. Vorstellbar wäre zum Beispiel die Präsentation einer neuen Adidas-Collection im Adidas-Second-Life-Store, die live auf der Website des Unternehmens gestreamt wird. Nutzerakzeptanz vorausgesetzt, sorgt dies nicht nur für ein besonderes Erlebnis, sondern spart Adidas auch viel Geld!
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.