Thema: Videos

 

Alle 33 Artikel zum Thema Videos auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Netflix:
Ein neuer globaler Internetgigant wächst heran

In Nordamerika ist Netflix schon jetzt eine feste Größe im Internetgeschäft. Doch die Erfolgsgeschichte des Videostreaming-Pioniers ist noch lange nicht zu Ende. Wahrscheinlich fängt sie gerade erst an.

netflix_logoGestern berichtete ich über das Massenereignis, zu dem die Fortsetzung des Netflix-Serienhits House of Cards in den USA avancierte. Heute möchte ich genauer beleuchten, warum ich die Entwicklung rund um den kalifornischen Videodienst Netflix für so wegweisend halte. Meine persönliche Annahme ist, dass das Unternehmen in Zukunft in der selben Liga spielen wird wie die heutigen “Big Five” des Internets, nämlich Apple, Google, Amazon, Facebook, and Microsoft.

In einem Kommentar zu meinem gestrigen Beitrag wurde ich gefragt, wo meine kritische Haltung geblieben sei. Diese ist natürlich nicht verloren gegangen. Ich sehe aber derartig viele Missstände im aktuellen TV- und Filmmarkt (hier schön zusammengefasst), dass ich schlicht dankbar darüber bin, wenn ein risikofreudiger, innovativer Anbieter des Internetzeitalters der Branche und ihren durch jahrzehntelangen Erfolg bequem gewordenen Protagonisten ordentlich einheizt. Selbst wenn der Aufstieg von Netflix wie jede Verschiebung von Kräfteverhältnissen in Wirtschaftssektoren nicht nur positive Folgen haben wird. Kurz- bis mittelfristig aber sehe ich die Vorteile aus Zuschauersicht deutlich überwiegen. » weiterlesen

Paid Content:
Bezahl-Videos auf YouTube wären ein Millionengeschäft

Mit den kostenpflichtigen Videochats “Helpouts” wagt Google einen weiteren Schritt in Richtung Bezahlinhalte, lässt aber ein großes Potenzial noch immer weitgehend unangetastet: YouTube. Konkurrent Vimeo ist hier schon weiter.

helpout-beispielWer über Paid Content spricht, bekommt stets sehr schnell ein Gegenargument zurück: die schier unüberschaubare Menge an kostenlos verbreiteten Inhalten. Als Einnahmequelle dient dann entweder Werbung oder der Content ist vor allem als Aushängeschild gedacht, um an anderer Stelle Geschäft zu generieren. Auf diese Weise entstehen allerdings hauptsächlich Inhalte, die entweder möglichst massenkompatibel sind oder deren Sichtweise so eingefärbt ist, dass es zu den eigenen Interessen passt. Paid Content hingegen sollte sich idealerweise an eine Zielgruppe richten, die mit keiner dieser beiden Varianten angesprochen wird. Und an dieser Stelle kommt Video ins Spiel. » weiterlesen

Kino in den eigenen vier Wänden:
Die Zukunft des Zuschauers

Das Kino erscheint angesichts der Vielfalt an hochwertigen Bewegtbildproduktionen, die in den eigenen vier Wänden konsumiert werden können, zunehmend antiquiert. Die komplexesten Geschichten gibt es längst nicht mehr im Filmhaus zu sehen.

Kino“Ich habe den Verdacht, dass in 50 Jahren alle Filme schrecklich angestaubt sein werden… Ich vermute, dass das Kino um 2020 endgültig verschwunden sein wird… dann wird es nichts anderes als das Fernsehen geben.”

Diese Einschätzung wurde vom französischen Filmemacher Jean-Pierre Melville getroffen; 1971 wohlgemerkt, als von der Digitalisierung, dem Internet und den Streamingdiensten, also kurzum von allem, was das Kino jetzt in Bedrängnis bringt, noch lange keine Rede war. Mehr als 40 Jahre nach dieser Voraussage ist das, was Melville mit “Fernsehen” bezeichnete (nämlich alles, was nicht im Kino sondern daheim statt findet) zudem in eine Vielfalt explodiert, die nicht absehbar war: Neben herkömmlichem Fernsehen gibt es DVDs, BluRays, Video On Demand, Youtube, illegale Streamingdienste, Torrentportale, et cetera. Egal aber auf welchem Wege die Unterhaltung zum Publikum gelangt, immer funktioniert es über einen Bildschirm, möglichst laute Lautsprecher und bevorzugt in den eigenen vier Wänden. » weiterlesen

Serienmarathon:
Ein neuer Volkssport verändert die Fernsehbranche

Millionen Menschen verbringen mittlerweile ganze Wochenenden und Urlaubstage mit dem Anschauen kompletter Serienstaffeln. Der von Online-Videodiensten angetriebene Trend verändert die Fernsehbranche.

SerienmarathonJede Ära hat viele für sie charakteristische Merkmale. Stilprägend für die frühe digitale Epoche sind zum Beispiel “Selfies” und virale Mems. Leicht übersehen kann man in der Betrachtung ein anderes, sich derzeit rasant ausbreitendes Phänomen: Auf Englisch “Binge viewing” genannt, wäre die genaue deutsche Übersetzung “Sehgelage” oder “Sehorgie”. Geeigneter und auch geläufiger ist jedoch “Filmmarathon” oder “Serienmarathon”, je nach dem, was gerade über einen längeren Zeitraum auf dem heimischen Fernseher, Tablet oder Notebook flimmert. Denn nichts anders beschreibt der Begriff: Das marathonartige Anschauen einer Filmreihe oder Serienstaffel. Zumeist geht es um Letzteres, worauf ich mich in diesem Beitrag auch konzentriere.

Solche Marathons sind freilich in der Theorie schon seit der Erfindung der Videokassette möglich und wurden einfacher, seit Fans bereits ausgestrahlte Serien als DVD-Boxen erwerben konnten. Doch zum Massenereignisse avancierte der Trend des ununterbrochenen Konsumierens einer vollständigen Serienstaffel, seit diese bequem per Mausklick oder Bildschirmberührung über das Internet heruntergeladen oder gestreamt werden kann. Hinzu kamen einige andere äußere Umstände, die in Kombination dazu führten, dass Millionen ihr Fernsehkonsumverhalten radikal verändern. » weiterlesen

Smartphone-Clips:
Instagram, das “Instagram für Video”

Seit drei Wochen kämpfen Vine und Instagram um die Dominanz im Markt für mit Smartphones aufgenommenen Mini-Videos. Vine zieht in diesem Duell vorläufig den Kürzeren.

Vine & InstagramAm 20. Juni kam es zu einem hochspannenden Ereignis: Instagram lancierte eine Videofunktion für seine Foto-App. Facebook reagierte so auf Twitters zu Jahresbeginn veröffentlichte, sehr ähnlich konzipierte Micro-Video-App Vine.

Interessant ist der vor drei Wochen ausgebrochene Kampf der zwei kalifornischen Unternehmen um die Marktführerschaft im Trendsegment kurzer mobiler Smartphone-Videos aus zwei Gründen: » weiterlesen

Video für Instagram:
Facebook beweist, dass es Risikobereitschaft nicht verlernt hat

Die Erweiterung von Instagram um Video mag trivial erscheinen. Doch Facebook setzt mit dem Schritt die Popularität eines seiner wichtigsten Assets aufs Spiel. Es ist diese Risikobereitschaft, die das soziale Netzwerk überhaupt erst groß gemacht hat.

instagramvideoAm Ende war es kein Newsreader, den Facebook am Donnerstagabend in San Fancisco präsentierte, sondern eine Videofunktion für Instagram. Auch dabei handelte es sich um keine große Überraschung, Gerüchte zu entsprechenden Plänen kursierten schon seit längerem im Netz. Nun also sind die 130 Millionen aktiven Anwender der Foto-Sharing-App für iPhone und Android in der Lage, bis zu 15 Sekunden lange Videos in ihrem Stream zu publizieren und diese zuvor mit Filtern zu verschönern. Der Begriff “Foto-Sharing-App” verliert damit natürlich seine Gültigkeit.

Mir persönlich gefällt der Vorstoß, auch wenn es sich um eine Nachahmung von Twitters Microvideoapp Vine handelt. Wie vor zwei Tagen erläutert halte ich Vines Sechs-Sekunden-Limit für zu kurz. Ob die von Facebook gewählten 15 Sekunden einen Optimalwert darstellen, oder ob die Mehrzahl der Clips am Ende doch deutlich kürzer ausfällt, wird sich relativ schnell herausstellen. Für die Monetarisierung ist die gewählte Dauer aufgrund ihrer Kompatibilität mit TV-Werbespots eindeutig förderlich. Gut finde ich Video für Instagram auch ganz einfach deshalb, weil ich die App ohnehin gelegentlich nutze und es praktisch ist, Schnappschüsse und Bewegtbilder aus einer Anwendung heraus erstellen und verbreiten zu können. » weiterlesen

Vine:
Twitter macht seine Microvideo-App in wenigen Monaten zum Hit

Innerhalb weniger Monate hat Twitter seine Microvideo-App Vine zum Erfolg gebracht. Dabei lässt sie Wünsche offen.

Als Twitter Anfang des Jahres seine Microvideo-App Vine veröffentlichte, äußerte ich mich kritisch zu dem Vorhaben. Dennoch vermutete ich, dass es dem Internetunternehmen aus San Francisco gelingen würde, viele Anwender in den Bann von Vine zu ziehen – selbst wenn dessen praktischer Nutzen den Idealzustand nicht erreicht. Wie damals beschrieben geht es Twitter mit Vine nicht darum, ein möglichst perfektes Werkzeug zum schnellen Anfertigen und Verbreiten von Smartphone-Clips bereitzustellen. Im Vordergrund steht für die Kalifornier das Erreichen einer emotionalen Bindung der Nutzer und die Schaffung eines Suchtzustandes, um dem Gespann Instagram-Facebook Aufmerksamkeit zu stehlen und den eigenen Lock-in-Effekt zu vestärken. Die Rezeptur dafür unterscheidet sich von der eines bis ins letzte Detail durchdachten Videosharing-Tools. Beleg dafür: Statt die Länge von Clips frei zu gestalten, beschränkt Twitter die Dauer von “Vines” auf maximal sechs Sekunden. Für den Aufnehmenden in vielen Situationen unzureichend, aber besonders in geloopter Form sehr viral. Und das ist Twitters Ziel.

Bereits einige Monate nach dem Debüt muss man Twitter beglückwünschen: Innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit hat der Microbloggingdienst aus San Francisco Vine etablieren können. Die Rechnung ist also aufgegangen. Die App belegt Spitzenplätze in Apples App Store, ist mittlerweile in Tweets präsenter als Instagram, wird von internationalen Promis bevölkert und profitiert von einigen besonders häufig im Web herumgeschickten Vine-Clips wie diesem von den aktuellen Massenprotesten in Brasilien. Journalisten wie der sich gerade in Istanbul aufhaltende Zeit-Korrespondent Lenz Jacobsen verwenden Vine, um schnell visuelle Eindrücke und Randbeobachtungen im Bewegtbildformat zu verbreiten. Obendrein ist mir in Podcasts und Gesprächen bereits mehrfach die Verwendung des App-Titels in Verbform begegnet: “Ich muss das schnell vinen”. Auf Deutsch klingt dies augrund der unmittelbaren tonalen Nähe zum “Weinen” (noch) recht albern, in anderen Sprachen klappt das besser. » weiterlesen

Boom des “Original Programming”:
Webunternehmen werden zu TV-Studios

Technologiefirmen produzieren immer häufiger Bewegtbildinhalte in TV-Qualität. Motive dafür gibt es einige.

AOL tut es mit Heidi Klum, Yahoo mit Tom Hanks, Sony mit Jerry Seinfeld, Amazon mit John Goodman, YouTube mit Madonna  und Netflix mit Kevin Spacey. Sie alle finanzieren und produzieren originäre Bewegtbildinhalte für das Netz. Original Programming heißt der Trend, der so gut wie jeden größeren Technologiekonzern erreicht hat. Dazu müssen es nicht immer die großen Namen aus Hollywood sein – Facebook, Microsoft  und Hulu setzen zum Beispiel auf Formate, die nicht von Stars getragen werden. Sie alle sind in guter Gesellschaft: 78 Original Programming Formate, die TV-Qualität erreichen, wurden dieses Jahr bereits angekündigt. Alles in allem werden damit dieses Jahr mehrere hundert Millionen Dollar in die Produktion von originären Formaten für das Web fließen.  » weiterlesen

Schwieriger Umgang mit Urheberrechtsverstößen:
Bezahlinhalte bedrohen die Einzigartigkeit von YouTube

YouTube startete kürzlich ein Pilot-Projekt mit kostenpflichtigen Kanälen. Wie aber wird die Bezahlschranke die Zukunft der Plattform beeinflussen?

Alexander Lohninger hat Digital Film Making in Wien und London studiert und ist als freier Autor im Bereich Film und Medien tätig. Er lebt in Wien.

YouTubeDurch die Omnipräsenz von Kameras und Bildschirmen ist das Video, insbesondere das kurze Videoschnipsel – der Clip – und mit ihm die Plattformen, auf denen sie getauscht, angesehen und kommentiert werden, ein essentieller Bestandteil unserer Welt geworden. Allen voran das 2005 gegründete und 2006 von Google gekaufte YouTube, das in den wenigen Jahren seines Bestehens zu einer ultra-demokratischen, hyperrealen Zwischenwelt geworden ist, die wie ein virtueller Schwamm digitalisierte Artefakte des Zeitgeschehens aufsaugt, sie in sich speichert und zur Schau stellt.

Bisher war der Zutritt zu diesem Paralleluniversum allen frei; jeder konnte jedes Video sehen, kommentieren, oder eigene Inhalte veröffentlichen. Seit kurzem jedoch probt YouTube den Schritt in die Kostenpflichtigkeit und veranschlagt für einige wenige Kanäle zwischen 0,99 und 2,99 US-Dollar im Monat. Es ist verständlich, dass die Verantwortlichen bei YouTube sowohl für sich als auch für die Benutzer Möglichkeiten zur Monetarisierung erschließen wollen, besuchen doch unfassbare Massen die virtuelle Plattform: Pro Monat konsumieren mehr als eine Milliarde Nutzer über vier Milliarden Stunden an Videomaterial und fügen pro Minute 72 Stunden zusätzliches Material hinzu. Im ganzen Jahr 2011 (das ist der letzte angeführte statistische Wert), hat jeder Erdenbürger durchschnittlich 140 Mal ein YouTube Video aufgerufen, was in Summe mehr als eine Billion Aufrufe ausmacht. » weiterlesen

“Instapaper für Videos”:
Watchlater macht seine Hausaufgaben

Watchlater erlaubt das Ansehen, Offline-Speichern, Verwalten und Entdecken von Onlinevideos. Nach einigen Schwierigkeiten glauben die Bochumer, mit einer überarbeiteten Benutzeroberfläche und sozialen Funktionen auf dem richtigen Pfad zu sein. Die Metriken geben ihnen Recht.

Der Konsum von Onlinevideos nimmt unaufhörlich zu. Doch begrenzte Zeit, Limitierungen der Datenmenge bei mobilen Internetzugängen sowie schlechte Netzabdeckung und Funklöcher kommen dem Sehgenuss – besonders unterwegs – häufig in die Quere. Vor knapp zwei Jahren veröffentlichte das in Bochum ansässige Entwicklerstudio 9Elements mit Watchlater eine Anwendung, die ich damals als “Instapaper für Videos” bezeichnete, in Anlehnung an den bekannten Später-Lesen-Dienst. Mit Watchlater lassen sich Clips von über 40 Videoplattformen zum zeitversetzten Betrachten speichern, verwalten und auf iPhone und iPad offline verfügbar machen.

Anfänglich war ich von dem vom Inkubator HackFwd mitfinanzierten Dienst ziemlich angetan, gerade weil sich damit die oben beschriebenen Probleme und Problemchen elegant lösen ließen. Doch eine Reihe von nervigen Bugs sorgten schließlich dafür, dass ich die Geduld verlor und Watchlater von meiner Liste der zehn essentiellen mobilen Apps strich. Seitdem platzierte ich Clips von YouTube und anderen Sites schlicht in einem speziellen Instapaper-Ordner. Aufgrund des fehlenden Offline-Cachings und eines kargen Funktionsumfangs in Bezug auf Videos ist dieses Verfahren allerdings nicht optimal. » weiterlesen