Thema: Videos

 

Alle 26 Artikel zum Thema Videos auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Boom des “Original Programming”:
Webunternehmen werden zu TV-Studios

Technologiefirmen produzieren immer häufiger Bewegtbildinhalte in TV-Qualität. Motive dafür gibt es einige.

AOL tut es mit Heidi Klum, Yahoo mit Tom Hanks, Sony mit Jerry Seinfeld, Amazon mit John Goodman, YouTube mit Madonna  und Netflix mit Kevin Spacey. Sie alle finanzieren und produzieren originäre Bewegtbildinhalte für das Netz. Original Programming heißt der Trend, der so gut wie jeden größeren Technologiekonzern erreicht hat. Dazu müssen es nicht immer die großen Namen aus Hollywood sein – Facebook, Microsoft  und Hulu setzen zum Beispiel auf Formate, die nicht von Stars getragen werden. Sie alle sind in guter Gesellschaft: 78 Original Programming Formate, die TV-Qualität erreichen, wurden dieses Jahr bereits angekündigt. Alles in allem werden damit dieses Jahr mehrere hundert Millionen Dollar in die Produktion von originären Formaten für das Web fließen.  » weiterlesen

Schwieriger Umgang mit Urheberrechtsverstößen:
Bezahlinhalte bedrohen die Einzigartigkeit von YouTube

YouTube startete kürzlich ein Pilot-Projekt mit kostenpflichtigen Kanälen. Wie aber wird die Bezahlschranke die Zukunft der Plattform beeinflussen?

Alexander Lohninger hat Digital Film Making in Wien und London studiert und ist als freier Autor im Bereich Film und Medien tätig. Er lebt in Wien.

YouTubeDurch die Omnipräsenz von Kameras und Bildschirmen ist das Video, insbesondere das kurze Videoschnipsel – der Clip – und mit ihm die Plattformen, auf denen sie getauscht, angesehen und kommentiert werden, ein essentieller Bestandteil unserer Welt geworden. Allen voran das 2005 gegründete und 2006 von Google gekaufte YouTube, das in den wenigen Jahren seines Bestehens zu einer ultra-demokratischen, hyperrealen Zwischenwelt geworden ist, die wie ein virtueller Schwamm digitalisierte Artefakte des Zeitgeschehens aufsaugt, sie in sich speichert und zur Schau stellt.

Bisher war der Zutritt zu diesem Paralleluniversum allen frei; jeder konnte jedes Video sehen, kommentieren, oder eigene Inhalte veröffentlichen. Seit kurzem jedoch probt YouTube den Schritt in die Kostenpflichtigkeit und veranschlagt für einige wenige Kanäle zwischen 0,99 und 2,99 US-Dollar im Monat. Es ist verständlich, dass die Verantwortlichen bei YouTube sowohl für sich als auch für die Benutzer Möglichkeiten zur Monetarisierung erschließen wollen, besuchen doch unfassbare Massen die virtuelle Plattform: Pro Monat konsumieren mehr als eine Milliarde Nutzer über vier Milliarden Stunden an Videomaterial und fügen pro Minute 72 Stunden zusätzliches Material hinzu. Im ganzen Jahr 2011 (das ist der letzte angeführte statistische Wert), hat jeder Erdenbürger durchschnittlich 140 Mal ein YouTube Video aufgerufen, was in Summe mehr als eine Billion Aufrufe ausmacht. » weiterlesen

“Instapaper für Videos”:
Watchlater macht seine Hausaufgaben

Watchlater erlaubt das Ansehen, Offline-Speichern, Verwalten und Entdecken von Onlinevideos. Nach einigen Schwierigkeiten glauben die Bochumer, mit einer überarbeiteten Benutzeroberfläche und sozialen Funktionen auf dem richtigen Pfad zu sein. Die Metriken geben ihnen Recht.

Der Konsum von Onlinevideos nimmt unaufhörlich zu. Doch begrenzte Zeit, Limitierungen der Datenmenge bei mobilen Internetzugängen sowie schlechte Netzabdeckung und Funklöcher kommen dem Sehgenuss – besonders unterwegs – häufig in die Quere. Vor knapp zwei Jahren veröffentlichte das in Bochum ansässige Entwicklerstudio 9Elements mit Watchlater eine Anwendung, die ich damals als “Instapaper für Videos” bezeichnete, in Anlehnung an den bekannten Später-Lesen-Dienst. Mit Watchlater lassen sich Clips von über 40 Videoplattformen zum zeitversetzten Betrachten speichern, verwalten und auf iPhone und iPad offline verfügbar machen.

Anfänglich war ich von dem vom Inkubator HackFwd mitfinanzierten Dienst ziemlich angetan, gerade weil sich damit die oben beschriebenen Probleme und Problemchen elegant lösen ließen. Doch eine Reihe von nervigen Bugs sorgten schließlich dafür, dass ich die Geduld verlor und Watchlater von meiner Liste der zehn essentiellen mobilen Apps strich. Seitdem platzierte ich Clips von YouTube und anderen Sites schlicht in einem speziellen Instapaper-Ordner. Aufgrund des fehlenden Offline-Cachings und eines kargen Funktionsumfangs in Bezug auf Videos ist dieses Verfahren allerdings nicht optimal. » weiterlesen

Startup-Videos:
Wann sie sich lohnen und wie man sie macht

Spätestens der spektakuläre Erfolg des DollarShaveClub hat gezeigt, dass schon ein einzelnes Video einem Startup zum Durchbruch verhelfen kann. Doch junge Unternehmen sollten sich genau überlegen, wann sich eine Investition lohnt und wie sie am besten vorgehen.

DollarShaveClubKnapp zehn Millionen Mal wurde das Video von DollarShaveClub bis heute angeklickt, allein vier Millionen Menschen sahen es in den ersten vier Wochen. Der virale Streifen verhalf dem Startup mit seinem Subscription-Modell für Rasierklingen innerhalb kürzester Zeit zum Erfolg. Dabei lagen die Produktionskosten für das Video angeblich bei gerade einmal 4.500 Dollar. Ganz vom Himmel fiel dieser Erfolg trotzdem nicht: Einer der Gründer war nicht nur Schauspieler, sondern auch jahrelang als Leiter im Video-Marketing tätig.

Den großen Anteil, den das Video am Erfolg des Startups hatte, wird auch ohne konkrete Zahlen niemand bezweifeln. Deutlich kritischer sollte man jedoch sein, wenn Produktionsfirmen auf den Zug aufspringen und mit 101 Statistiken zu Online-Videos auf Kundenfang gehen. Denn derart pauschal dürften Videos angesichts der doch recht hohen Produktionskosten und der zweifelhaften Pauschalaussagen zur Steigerung der Conversion-Rate längst nicht immer die beste Wahl für Startups sein. Immerhin halten einige der erfolgreichsten Startups wie Pinterest, Codecademy, Evernote, Soundcloud und Wooga zumindest ihre Startseiten bis heute von den beliebten Demo- oder Image-Videos frei. » weiterlesen

Twitters neue Microvideo-App:
Worum es bei Vine wirklich geht

Twitters neue mobile Microvideo-App Vine dient nicht dazu, für Nutzer das Publizieren von Videos zu vereinfachen. Dazu gibt es weitaus bessere Wege. Das Ziel ist einzig und allein, sich ein größtmögliches Stück vom Zeitbudget der Anwender zu sichern – und Instagram die Suppe zu versalzen.

Vor zwei Wochen hat Twitter mit Vine eine “Microvideo”-App für iOS veröffentlicht. Wir haben das Debüt der kostenfreien Anwendung, mit der sechs Sekunden lange, in einer Endlosschleife abspielende Videoloops erstellt werden können, bisher nur kurz in Linkwertig erwähnt. Anfänglich fiel es mir schwer, eine Entscheidung zu treffen, wie ich zu der von Twitter im Herbst vergangenen Jahres noch vor ihrem Debüt aufgekauften App stehe. Auch mehr als 14 Tage nach dem Launch schwanke ich weiterhin, was mein endgültiges Urteil zu dem Dienst angeht. Ein latent vorhandenes Gefühl der Skepsis in mir kann ich jedoch nicht länger ignorieren. Ich glaube nicht, dass Vine in seiner jetzigen Fassung eine Bereicherung für die Social-Media-Landschaft darstellt. Gleichzeitig halte ich ein konstantes Nutzerwachstum nicht für unwahrscheinlich. Das mag nach einem Widerspruch klingen, ist es aber nicht. Warum, erkläre ich im Laufe dieses Beitrags. » weiterlesen

Filme und Serien im Netz:
Fragmentierung des
Angebots als Bremsklotz

Die Zahl der legal im Netz verfügbaren Filme und Serien wächst stetig. Doch die Fragmentierung des Angebots bremst die Akzeptanz bei den Konsumenten.

Piraterie ist nicht die Folge einer grundsätzlich fehlenden Zahlungsbereitschaft und angeblichen “Kostenlosmentalität”, sondern des Mangels an zeitgemäßen, umfangreichen und uneingeschränkt verfügbaren digitalen Angeboten – diese Erkenntnis ist zwar noch lange nicht bei allen Urhebern angekommen, wird aber durch den durch On-Demand-Musikdienste wie Spotify ausgelösten Rückgang illegaler Downloads, das Übertrumpfen des Bittorent-Traffics durch den vom legalen Filmdienst Netflix verursachten Datenverkehr sowie nicht zuletzt auch durch persönliche Anekdoten belegt.

Wer dennoch nicht richtig glauben möchte, dass die Schwächen auf der Angebotsseite – insbesondere im Filmsegment – eine essentielle Ursache für das Problem von Urheberrechtsverstößen und Piraterie im Netz darstellen, der sollte einen Blick auf eine Untersuchung des US-Aggregators für Filme und Serien, Fanhatten, werfen. Danach dürften keine Zweifel mehr daran bestehen, wieso ein schneller Torrent-Download für viele die naheliegendste Option darstellt, obwohl sie eigentlich gerne eine legale, kostenpflichtige Alternative bevorzugen würden.

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Systematisierung:
Onlinevideo-Markt zwischen Angebotsvielfalt und Konzentration

Der Markt rund um Onlinevideos verändert sich rasant, zahlreiche Akteure sind beteiligt und versuchen, jeweils ihr Terrain abzustecken. Dieser Systematisierungsvorschlag liefert einen Überblick.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Eva Flecken. Eine tiefergehende Betrachtung des Onlinvideo-Marktes ist im Digitalisierungsbericht 2012 erschienen (Herausgeberin: die medienanstalten). Ein PDF und die Printfassung ist hier erhältlich.
 

Onlinevideos sind schon lange mehr als nur kurze Videoschnipsel von süßen Welpen, wackligen Urlaubsvideos oder illegal abgefilmten Kinofilmen. Natürlich gibt es immer noch diesen Bereich des User-Generated-Contents, doch ist der Übergang von amateurhaften Content zum professionellen Inhalt bisweilen fließend. Schauen wir uns Justin Bieber an: Vor drei Jahren noch ein Niemand, der eigenproduzierte Musikvideos bei YouTube einstellte, heute Superstar einer ganzen Teenie-Generation mit teuren Engagements in der etablierten Musikbranche. Justin Bieber ist nur ein Beispiel dafür, dass sich hinter Onlinevideos ein echtes Geschäft verbirgt – und zwar für alle Beteiligten: Kreative, Vermarkter, Aggregatoren, Produzenten, Gerätehersteller und Werbewirtschaft. Sie alle prallen im Onlinevideo-Umfeld aufeinander. Je nach Plattform und Inhalt ergeben sich unterschiedlichste Konstellationen, in denen konkurriert und/oder kooperiert wird. Auch wenn nicht immer alle Akteure in jedem Produkt und Service präsent sind, spielen sie doch in vielen Fällen eine Rolle – und sei es nur als Enabler oder Lizenzgeber.

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Unterschiedliche Motive:
Wieso die Suche nach einem
Instagram für Video erfolglos bleibt

Bisher gelingt es keiner mobilen Video-App, den Erfolg von Instagram zu wiederholen. Vielleicht ist dies gar nicht möglich.

Nach der Milliarden-Übernahme von Instagram durch Facebook, die bisher allerdings noch nicht abgeschlossen ist, war eine der besonders intensiv diskutierten Fragen, welches App-Startup zum “Instagram für Videos” avancieren wird. Die Zahl der Anbieter nahm in letzter Zeit stark zu, doch nur zwei Diensten gelang es, eine signifikante Zahl an Nutzern zu gewinnen: Socialcam und Viddy. Beide US-Apps konnten in diesem Jahr ihre Mitgliederzahlen dramatisch erhöhen – was teilweise aber auch auf fragwürdige Praktiken zur Schaffung von Viralität und eine aggressive Verknüpfung mit Facebook zurückzuführen ist. Instagram erreichte seine über 50 Millionen Anwender größtenteils ohne zwielichtige Maßnahmen zur Nutzerakquisition.

In der vergangenen Woche wurde der Verkauf von Socialcam bekannt gemacht - für im Vergleich zu Instagram eher bescheidene 60 Millionen Dollar. Zwar war das Startup aus San Francisco bisher lediglich durch eine Reihe namhafter Business Angels finanziert, weshalb das Gründerteam die Summe nicht mit Venture-Capital-Firmen teilen muss. Dennoch lässt der frühe Exit erahnen, dass die Macher am langfristigen Potenzial ihrer mobilen Video-Sharing-App zweifelten – oder Schwierigkeiten hatten, Geldgeber davon zu überzeugen, frisches Kapital in das bisher keine Umsätze generierende Unternehmen zu pumpen. Socialcam-Käufer Autodesk ist das weltgrößte Software-Unternehmen für digitales 2D- und 3D-Design und verdient sein Geld vorrangig mit teurer Profi-Software.

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Das “verlorene” Interview mit Steve Jobs:
So sollte digitale Filmdistribution
nicht aussehen

Ein “vergessenes” Interview mit Steve Jobs aus dem Jahr 1995 steht jetzt bei iTunes zur Verfügung. Allerdings nur in englischsprachigen Ländern und nur als Stream. Wann lernt die Unterhaltungsbranche endlich, wie zeitgemäße Distribution von digitalen Medieninhalten aussehen muss?

Eigentlich wollte ich die Mittagspause damit verbringen, mir das Interview mit dem verstorbenen Apple-CEO Steve Jobs aus dem Jahr 1995 anzuschauen, das nach seiner nur partiellen TV-Ausstrahlung über Jahre in einer Schublade verstaubte und erst kurz nach dem Tod von Jobs wiederentdeckt wurde. Nachdem der rund 75 Minuten lange Film in einigen ausgewählten US-Kinos landete, steht er seit heute im iTunes Store zur Verfügung. Allerdings nur dann, wenn man ein für Käufe aktiviertes iTunes-Konto aus einem englischsprachigen Land besitzt, wie ich gerade feststellen musste. Für Interessenten im deutschsprachigen Raum und den meisten anderen Ländern dieser Erde existiert damit bisher keine legale Möglichkeit, sich das Interview in voller Länge und gegen Entgelt anzuschauen.

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Videos und Musik:
Toggla macht das Smartphone
zur Multimedia-Fernbedienung

Das Krefelder Startup Tremeo hat mit Toggla eine Smartphone-Fernbedienung zum bequemen Abspielen von Medieninhalten über einen Computer entwickelt.

Computer werden dank des enormen Fundus an Video- und Audioinhalten im Netz immer mehr zu universellen Abspielstationen für Multimediainhalte, und bei versierten Nutzern ist ein an einen Großbildschirm, Beamer oder eine Stereoanlage angeschlossener Rechner mitunter die primäre Quelle zum Konsum von Serien, Filmen oder Musik. Es kommt dabei regelmäßig zu Situationen, in denen sich die Hardware außerhalb der Reichweite der eigenen Finger befindet. Das 2010 von Nadim Saoudi und Veith Semrau gegündete Startup Tremeo hat mit Toggla eine Fernbedienung für Smartphones entwickelt, die den schnellen und bequemen Zugang zu Medieninhalten über Rechner ermöglicht. In dieser Woche lancieren die Krefeler die geschlossene Beta-Phase ihres Dienstes (für Einladungen bitte am Ende des Artikels nachschauen).

Wer sein Smartphone dafür verwenden möchte, online abrufbaren sowie lokal gespeicherten Multimediacontent aus der Ferne zu bedienen, muss dazu den für Windows, Mac und Linux angebotenen kostenfreien Toggla-Client auf dem Rechner installieren, der anschließend zum Abspielen der Inhalte zum Einsatz kommen soll, und sich bei Toggla registrieren. Ist dies erledigt, kann jedes iPhone/iPad oder Android-Gerät in eine Toggla-Fernbedienung transformiert werden – entweder mittels einer über m.toggla.com erreichbaren Browser-App oder einer nativen Applikation (derzeit nur für iOS). Es spielt dabei keine Rolle, ob das mobile Gerät im selben WLAN angemeldet ist wie der entsprechende Rechner, da die Authentifizierung der Fernbedienung über die persönlichen Toggla-Benutzerdaten erfolgt.

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