Thema: Videoportale

 

Alle 44 Artikel zum Thema Videoportale auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Onlinevideos:
Facebook baut Instagram zum YouTube-Konkurrenten um

Facebook fehlt ein erfolgreiches Videoangebot. Noch. Sukzessive verwandelt das soziale Netzwerk seine mobile App Instagram in einen YouTube-Konkurrenten.

Auch wenn Google nach wie Umsatz- und Gewinnrekorde einfährt, fühlt sich das Unternehmen seit einiger Zeit von Facebooks ungebrochenem Aufstieg bedroht. Die Folge: Der Internetgigant orientiert sich in einigen seiner Produktinitiativen an dem sozialen Netzwerk und versucht, seinen Such- und Onlinediensten mit Google+ ein eigenes Social Network überzustülpen. Doch so wie Google den blau-weißen Konkurrenten um seine zunehmend für Werbekunden attraktive, reichweitenstarke Plattform beneidet, ist auch Facebook das Gefühl von Missgunst im Bezug auf den mächtigen Wettbewerber nicht fremd. Denn Google hat etwas, was Facebook in seinem Portfolio fehlt: YouTube. » weiterlesen

Systematisierung:
Onlinevideo-Markt zwischen Angebotsvielfalt und Konzentration

Der Markt rund um Onlinevideos verändert sich rasant, zahlreiche Akteure sind beteiligt und versuchen, jeweils ihr Terrain abzustecken. Dieser Systematisierungsvorschlag liefert einen Überblick.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Eva Flecken. Eine tiefergehende Betrachtung des Onlinvideo-Marktes ist im Digitalisierungsbericht 2012 erschienen (Herausgeberin: die medienanstalten). Ein PDF und die Printfassung ist hier erhältlich.
 

Onlinevideos sind schon lange mehr als nur kurze Videoschnipsel von süßen Welpen, wackligen Urlaubsvideos oder illegal abgefilmten Kinofilmen. Natürlich gibt es immer noch diesen Bereich des User-Generated-Contents, doch ist der Übergang von amateurhaften Content zum professionellen Inhalt bisweilen fließend. Schauen wir uns Justin Bieber an: Vor drei Jahren noch ein Niemand, der eigenproduzierte Musikvideos bei YouTube einstellte, heute Superstar einer ganzen Teenie-Generation mit teuren Engagements in der etablierten Musikbranche. Justin Bieber ist nur ein Beispiel dafür, dass sich hinter Onlinevideos ein echtes Geschäft verbirgt – und zwar für alle Beteiligten: Kreative, Vermarkter, Aggregatoren, Produzenten, Gerätehersteller und Werbewirtschaft. Sie alle prallen im Onlinevideo-Umfeld aufeinander. Je nach Plattform und Inhalt ergeben sich unterschiedlichste Konstellationen, in denen konkurriert und/oder kooperiert wird. Auch wenn nicht immer alle Akteure in jedem Produkt und Service präsent sind, spielen sie doch in vielen Fällen eine Rolle – und sei es nur als Enabler oder Lizenzgeber.

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Social TV:
Tweek streamt die ARD Mediathek

Die Berliner TV-Empfehlungs-App Tweek verstärkt ihre Bestrebungen, nicht nur Tipps für Filme und Fernsehsendungen zu liefern, sondern die jeweiligen Inhalte auch direkt darzustellen. Ab sofort kann Content der ARD Mediathek direkt aus Tweek gestreamt werden.

Als die Macher der sozialen TV-Empfehlungs-App Tweek im Juni eine Kooperation mit dem Streamingdienst Zattoo bekanntgaben, war dies für die Berliner zwar ein wichtiger Schritt, aber aus Nutzersicht noch nicht perfekt: Denn wenn Anwender in Tweeks iPad-App von Freunden empfohlene, gerade im herkömmlichen TV gezeigte Sendungen via Zattoo streamen möchten, leitet sie Tweek dafür in Zattoos iPad-App weiter. Komfortabler wäre, wenn der Stream direkt innerhalb von Tweek starten würde. Eine derartig tiefe Integration gestattet Zattoo jedoch bisher nicht, und angesichts des zum Streaming eingesetzten P2P-Verfahrens wäre eine entsprechende Einbettung in eine externe App recht anspruchsvoll.

On-Demand-Inhalte lassen sich dagegen einfacher integrieren – sofern der jeweilige Sender kein Problem damit hat. Content aus der ZDF Mediathek und der ORF Mediathek kann schon seit dem Launch direkt aus Tweek gestreamt werden. In der vergangenen Woche nun kam ein weiterer wichtiger Partner hinzu: Ab sofort stehen auch Sendungen aus der ARD Mediathek direkt über die App als kostenloser On-Demand-Stream zur Verfügung – so lange, wie sie auch über ardmediathek.de abrufbar sind. Gemäß Rundfunkstaatsvertrag sind dies leider oft nur sieben Tage nach der TV-Ausstrahlung.

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YouTube verliert Integration in iOS 6:
Für Google kein Grund zur Sorge

Die nächste Version von Apples mobilem Betriebssystem iOS muss ohne ab Werk integrierte YouTube-App auskommen. YouTube-Mutter Google wird davon profitieren.

Einerseits kam es überraschend, irgendwie aber auch nicht: Wie zu Wochenbeginn bekannt wurde, entfernt Apple mit der kommenden Version 6 von iOS die bisher als Standard integrierte YouTube-Anwendung aus seinem mobilen Betriebssystem. Die Entscheidung folgt auf eine frühere Ankündigung, Google Maps zugunsten einer eigenen Apple-Kartenlösung auszutauschen. Die nächste Generation von iOS wird damit um zwei der drei wesentlichen Google-Dienste bereinigt – nur die Google-Suche ist noch ab Werk in den Safari-Browser für iOS integriert. Noch.

Die Nachrichten passen so gut zum Gesamtbild der zu Erzrivalen gewordenen einstigen Partner Apple und Google, dass die Versuchung groß ist, beide Ereignisse – das Ausscheiden von Google Maps sowie das der YouTube-Anwendung – in einen Eimer zu werfen und als Beleg dafür zu werten, dass Apple den Such- und Werberiesen aus Mountain View so weit wie möglich aus seinem Universum verbannen möchte. Während dieses Bild teilweise der Wahrheit entspricht, deutet einiges darauf hin, dass die Sachlage im Fall der YouTub-App weniger eindeutig ist als bei Google Maps.

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Für mehr Filme und Serien im Originalton:
MyVideo inspiriert die Konkurrenz

MyVideo, das Videoportal von ProSiebenSat.1, zeigt vermehrt US-Serien als Erstausstrahlung und bietet dabei neben der synchronisierten Fassung auch die Version im Originalton an. Dies sollte den Wettbewerb inspirieren.

Es gibt viele Gründe, der Filmsynchronisierung kritisch gegenüber zu stehen. Im Vergleich zu Ländern mit TV-Inhalten im Originalton (OT) schlechtere Englischkenntnisse bei der Bevölkerung, inhaltliche und auch politische Zensur sowie die Vermittlung eines Weltbilds, bei dem Menschen in jedem Land dieses Planeten so zu ticken scheinen wie daheim, sind einige davon. Doch der Gedanke, dass im deutschsprachigen Free-TV Serien und Filme nicht mehr synchronisiert sondern stattdessen im OT mit Untertiteln gezeigt werden, erscheint bislang utopisch. Für den Großteil der Zuschauer wäre es eine enorme Umstellung, die Beschwerden, Protest und fallende Einschaltquoten nach sich zöge – erst recht, wenn die Veränderung von den Senderketten erzwungen würde. Wenn sich also etwas ändern sollte, dann kann dies nur Schritt für Schritt durch das Internet geschehen. Speziell jüngere Generationen werden durch YouTube, soziale Netzwerke und andere Portale mit Bewegtbildcontent heute schon deutlich stärker an fremdsprachliche Inhalte herangeführt – selbst wenn es sich dabei häufig nur um kurze Clips mit mehr oder weniger sinnvollen Dialogen handelt. Um OT-Material herum kommt auch nicht, wer sich auf (zumeist) illegalen Wegen US-Serien und -Filme aus dem Netz besorgt, die hierzulande noch gar nicht laufen. An legalen Videoangeboten im Netz mit hohem OT-Anteil an Mainstreaminhalten -mangelte es bisher in Deutschland. Obwohl die notwendigen Rechte für OT-Inhalte deutlich günstiger erworben werden können.

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Verschmelzung von Fernsehen und Internet:
myTVLink ist ein Videoportal
für Großbildschirme

Das aus Hamburg stammende Startup myTVLink hat eine für Großbildschirme optimierte Browseroberfläche entwickelt, die den bequemen Zugriff auf Onlinevideos vom Sofa aus ermöglicht.

Lange Zeit wurde über die Verschmelzung von Fernsehen und Internet gesprochen, und mindestens ebenso lange mussten Konsumenten auf diese warten. Auch im Jahr 2012 hat die vollständige Konvergenz zwischen den zwei Medientypen und dafür notwendigen Zugangsgerätearten noch nicht vollständig stattgefunden, aber immerhin existieren verschiedene vielversprechende Ansätze. Google TV gehört dazu ebenso wie die Boxee Box sowie VideoWeb. Internetfähige TV-Geräte sowie Konsolenhersteller wie Sony und Microsoft, die Web- und TV-Angebote in ihre Geräte integrieren, tragen ihren Teil zur langsamen Annäherung von Fernsehen und Internet bei. Und auch Apple soll bekanntlich Pläne in diese Richtung hegen.

Wer jedoch ganz simpel einen Computer mit dem heimischen Fernseher verbindet und über diesen im Netz surft, wird schnell feststellen, dass sich die Zahl der für den Großbildschirm optimierten Webangebote in Grenzen hält. Die Macher von myTVLink haben sich zum Ziel gesetzt, diesen Missstand mit einem Browserangebot zu beheben. Der Onlinedienst aus Hamburg hat in der vergangenen Woche seine geschlossene Beta-Phase beendet und steht nun allen Nutzern zur Verfügung.

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Kino1.to:
Cleverer Name für eine
zeitgemäße TV-Videosuche

Zwei Studenten aus Potsdam haben mit Kino1.to eine moderne Suchmaschine für legale, deutschsprachige TV-Inhalte entwickelt. Die Wahl des Namens ist schlau.

Deutschland fehlt bekanntlich ein zentrales, senderübergreifendes TV-Portal mit kostenlosen On-Demand-Inhalten im Stile von Hulu. Entsprechend groß ist die Intransparenz. Die Fernsehsender kochen jeweils ihr eigenes Online-Süppchen, weshalb es für Zuschauer mitunter einiges an manueller Suche erfordert, um den Stream des gewünschten Programms im Netz zu finden.

Stefan George und David Eickhoff aus Potsdam bei Berlin möchten dies mit einer Suchmaschine für legale Serien- und Filmstreams ändern. Kino1.to haben die zwei Informatikstudenten ihre Videosuchmaschine getauft – die Namensverwandtschaft zur berühmt-berüchtigten und 2011 von den Ermittlern geschlossenen Streamingseite ist offensichtlich. Manch einer mag dies als “unglückliche Namenswahl” bezeichnen, doch eigentlich handelt es sich dabei um einen Geniestreich:

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YouTube gibt zu:
“Ja, Facebook existiert wirklich”

Im Rahmen eines umfassenden Redesigns hat sich Googles Videoportal YouTube erstmalig dazu durchgerungen, dem Kontrahenten Facebook Sichtbarkeit auf der Plattform einzuräumen. YouTube kann damit nur gewinnen.

Vor einem Jahr gab es noch kein Google+, allerdings eine Vielzahl von Gerüchten über Googles bevorstehenden, nächsten Vorstoß in den Social-Web-Bereich. Was Google damals zu übersehen schien, war die Tatsache, dass es mit YouTube bereits ein sehr populäres Social Network besaß. Mein damaliger Gedanke: Statt mit einem neuen Dienst (der später Google+ heißen sollte) bei null anzufangen, hätte Google YouTube ausbauen und zum Zentrum der Interaktion zwischen seinen Nutzer machen können.

Bekanntlich kam es anders. Doch mit einem umfassenden Redesign (angeblich das größte jemals) beschreitet das mit Abstand marktführende Videoportal, das täglich 3,5 Milliarden Videos zeigt, ab sofort einen Weg, den ich mir von dem Dienst schon lange gewünscht habe: Es erlaubt eine engere Verknüpfung mit anderen Social-Web-Services sowie ein deutlich “sozialeres” Videoerlebnis.

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Video on Demand:
Bitbop startet Serien-Flatrate

Bitbop streamt TV-Serien über den Browser und mobile Apps. Nach dem Ende der kostenlosen Testphase haben Nutzer nun für eine Monatsgebühr von knapp zehn Euro Zugriff auf über 3000 Episoden – ihr Geld wert sind diese aber nicht.

Mitte Mai gab das zur multinationalen Investmentfirma Jesta Group gehörende Medienunternehmen Jesta Digital den Startschuss für eine deutsche Variante des 2010 in den USA lancierten, auf TV-Serien spezialisierten Video-on-Demand-Dienstes Bitbop. In einer mehrmonatigen Testphase wurde der Service, den wir hier näher vorstellten, Nutzern aus Deutschland gratis angeboten.

Erklärtes Ziel der in Berlin ansässigen Jesta Digital GmbH war es von Beginn an, Bitbop mittelfristig als kostenpflichtiges Abonnement zum Preis von 9,99 Euro pro Monat anzubieten. In der Gratis-Testphase mangelte es Bitbop noch an sehenswerten Inhalten. Ein reichhaltiges, aktuelles und hochwertiges Programmangebot beschrieb ich in meinem ersten Bericht über den Service als Voraussetzung, um tatsächlich als Streaming-Flatrate für Serien erfolgreich sein zu können.

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Videos im Internet:
Die Zeit des rasanten
Wachstums ist vorbei

Der Blick auf Metriken rund um den Konsum von Onlinevideos legt nahe, dass die Zeit des rasanten Wachstums vorbei ist. Die Qualität der Inhalte wird damit ein immer wichtigeres Erfolgskriterium.

Bertram Gugel befasst sich seit 2005 intensiv mit der Konvergenz von Fernsehen und Internet. Mehr über den Autor am Artikelende.

Möchte man den Online-Video-Markt beschreiben, ergibt sich zunächst ein diffuses Bild. Von TV-Sendern über Abodienste und Video-On-Demand-Portale bis hin zu Videoportalen gibt es viele verschiedene Anbieterarten, die nur schwer direkt miteinander verglichen werden können.

Zudem sind zahlreiche klassische Bewegtbildmärkte betroffen: Die Palette reicht vom Filmverleih über den Filmverkauf und das PayTV bis hin zum FreeTV. Als Einstieg in die Betrachtung des Online-Video-Markts eignet sich deshalb die Zuschauerperspektive.

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