Thema: Verlagsgeschäft

 

Alle 4 Artikel zum Thema Verlagsgeschäft auf netzwertig.com:

Digitaler Wandel:
Über alte Hunde und
neue Denkweisen

Ein englisches Sprichwort lautet “You can’t teach an old dog new tricks” – “Man kann alten Hunden keine neuen Tricks beibringen”. Eine einfache Erklärung für ein komplexes Problem der digitalen Wirtschaft.

Oft fragt man sich als für Veränderung offener Mensch, wieso es für Firmen oder Branchen so schwierig ist, sich an neue Bedingungen anzupassen.

Wieso halten Medienhäuser vehement an der Papierzeitung fest, statt sie radikal von heute auf morgen abzuschaffen? Wieso versuchen Plattenfirmen noch immer, physische Tonträger unters Volk zu bringen, statt einen Schnitt zu machen und ausschließlich auf digitale Kopien zu setzen?

Wieso verzichten Buchverlage nicht vollständig auf die teure Produktion und Distribution physischer Bücher und vertreiben neue Titel ab sofort nur noch elektronisch? Wieso hört Microsoft nicht damit auf, Desktop-Software zu verkaufen, und setzt stattdessen ausschließlich auf Online-Produkte und Services in der Cloud?

Vier Beispiel, bei denen das langfristige Ende schon heute absehbar ist: Papierzeitungen, CDs und Bücher aus totem Holz werden irgendwann nur noch im Museum zu besichtigen sein, und auch lokal installierte Software hat angesichts der Tragweite von Cloud Computing keine Zukunft und wird durch kostenlose oder preiswerte Online-Dienste abgelöst.

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iPad als Chance für Medienbetriebe:
Hoffnung und Wahrheit

Mit dem iPad hat der Hype um Apple in den Medien erstmals die Ausmasse desjenigen im Internet erreicht: Weil Journalisten und Verleger das Gerät als relevant für ihr Geschäft betrachten. Das dürfte eine übertriebene Hoffnung sein, und jedenfalls wird sie mit dem, was die Medienkonzerne bisher liefern, nicht erfüllt werden.

Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner drückte in der Show von Star-Interviewer Charlie Rose drei Tage nach der iPad-Lancierung aus, was viele Medienmanager dieser Tage denken: “Jeder Verleger auf der Welt sollte sich einmal täglich hinsetzen und beten, um Steve Jobs zu danken, dass er die Verlagsbranche gerettet hat.” Diese überkandidelte Aussage zeigt exemplarisch, wie viel irrationale Hoffnung die Medienkonzerne in die transformierende Kraft von Apples iPad setzen.

Viele amerikanische und selbst einige europäische Verlage standen darum zur Lancierung des neuen Wundergadgets mit ersten Applikationen bereit, die Inhalte spezifisch für dieses neue Gerät aufbereiten. Die Resultate waren gemischt, aber mehrheitlich auf der enttäuschenden Seite. Viel mehr als eine glorifizierte PDF-Version bekannter Printmedien bot eigentlich niemand.

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Der Gurkenlaster in der Tagesshow:
Satire und ‘ernsthafter’ Journalismus

Daniel Küblböck rammt in der Dämmerung ohne Zeugen einen Gurkenlaster; Martin Sonneborn entschuldigt sich vor laufenden Kameras bei den Georgiern für den Bruch des Hitler-Stalin-Pakts. Was davon ist eine wichtige Tagesnachricht und wieso? Brand Eins über das Geschäft mit Nachrichten, Wein, Filmen, Büchern und Urlaubsreisen.

Daniel Küblböck, Amy Winehouse, Paris Hilton
Daniel Küblböck, Amy Winhouse, Paris Hilton: Wo sind hier die News? (Bilder [M] cc:SlimK, cc:casasroger, cc:Illinois Entertainer)

Seit gestern stapeln sich E-Mails mit jeder Menge meist hämischer Kommentare in meiner Mailbox. Der Grund: Ein westdeutscher Rundfunksender kooperiert mit einer ebensolchen Zeitungsgruppe. Etwas, das eigentlich keine Sensation und schon länger absehbar war.

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Verleger in Verlegenheit

Statt Google News zu bekämpfen, würden die Verleger besser auf Journalismus setzen.

Dieser Artikel erscheint heute in der Schweizer SonntagsZeitung.

Gegründet wurde die Firma in einer Garage in Menlo Park bei San Francisco. Vor nicht einmal zehn Jahren. Heute ist die Suchmaschine Google die stärkste Marke der Welt. Sie konkurrenziert fast alle Branchen, die etwas mit Medien oder Kommunikation zu tun ha­ben. Geld verdient der Such­maschinengigant zurzeit hauptsächlich als Vermittler von Werbung. 2006 kletterte der Umsatz auf über 10 Milliarden Dollar.

Seit geraumer Zeit sehen sich die Zeitungsverlage dem Dienst Google News gegenüber. Und fragen sich besorgt, wann die Suchmaschine sich auch mit Nachrichten eine goldene Nase verdienen wird. Google News ist ein kostenloses und werbefreies Angebot, das Online-Zeitungen durchsucht und aus den dort angebotenen Artikeln die Schlagzeile übernimmt, manchmal auch noch die ersten paar Zeilen. Die Suchresultate werden auf news.google.ch versammelt und mit einem Link auf den Artikel versehen. Auf die Portale grosser Zeitungen soll so ein Drittel aller Besucher kommen. Was die einen freut, die anderen nicht.

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